Hingehört: The Beach Boys – “Pet Sounds”
| Künstler | Beach Boys |
| Album | Pet Sounds |
| Label | Capitol |
| Erscheinungsjahr | 1966 |
| Bewertung | ***** |
Ein Meisterwerk. Natürlich. Ein Meilenstein der Popgeschichte. Zweifelsohne. “Doch warum nur, warum?”, fragt sich der Spätgeborene. So richtig bin ich immer noch nicht dahintergestiegen, was nun genau so großartig ist an diesem Album. Natürlich ist hier alles perfekt. Doch wie epochal diese Platte tatsächlich war, lässt sich über 30 Jahre nach Erscheinen wohl nur noch erahnen.
Denn natürlich hat Pet Sounds tausende von Bands beeinflusst, die Ideen wurden nachgeahmt, die Produktionsweise wurde Gemeingut. Der ganze historische Wert wird mir also wohl ewig verborgen bleiben. Aber immerhin bleibt mir noch eine perfekte Pop-Platte.
Es bleiben Kompositionen, die wohl tatsächlich noch auf Notenblätter geschrieben worden und die nicht anders als klassisch zu nennen sind. Es bleibt das phänomenale Miteinander von Bass und Stimmen in Wouldn´t It Be Nice. Es bleiben die himmlischen Harmonies in You Still Believe In Me. Es bleibt das musikalisch wie textlich herrlich naive That´s Not Me. Es bleiben dieser Herzschlag-Bass und die Streicher von Don´t Talk (Put Your Head On My Shoulder). Es bleiben die Flöten und der Drive am Schluss des hoffnungsvollen I´m Waiting For The Day.
Es bleiben das großartige Vibraphon und der grandiose Schlagzeug-Sound in Let´s Go Away For Awhile. Es bleibt der unerreichte a-capella-Teil und der fast schon punkige Bass am Schluss von Sloop John B. Es bleibt das von Carl Wilson brillant gesungene God Only Knows. Es bleiben die Bläser und Pauken auf I Know There´s An Answer. Es bleiben die virtuosen Harmoniewechsel in Here Today. Es bleibt der hemmungslos ehrliche Text von I Just Wasn´t Made For These Times. Es bleiben die völlig abgefahrenen Percussions in Pet Sounds. Es bleibt die verschlafene Atmosphäre von Caroline, No. Eine ganze Menge.
Ein Video (nunja, jedenfalls zeitgenössische Filmaufnahmen, man beachte die Mütze!) zu God Only Knows:
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5 Responses to “Hingehört: The Beach Boys – “Pet Sounds””
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[...] Wilson war (wie alle Welt) von den Socken und machte sich an die Arbeit für Pet Sounds. Nur der Anfang einer langen Entwicklung. Ohne Rubber Soul würde die Welt heute anders [...]
[...] finden, der gerne herausfinden möchte, wie es wohl geklungen hätte, wenn The Who bei den Smile-Sessions von Brian Wilson mitgemacht hätten. Mit dessen Musik haben die Stücke auf The American Adventure nicht nur die Hingabe an die Melodie [...]
[...] Marbles vor. Und gleich zwei Lieder drehen sich da um die Sonne. Das wunderhübsche Hello Sun ruft die Beach Boys (wen sonst?) auf den Plan und bedankt sich artig für (was sonst?) Licht und Wärme. Move On nimmt die Sonne dann als Vorbild [...]
[...] 2. Die Musik. Auch hier geht es oft um Nostalgie, ums Erinnern. Mit zwölfsaitiger Seligkeit reicht der Titelsong (ausgerechnet) an die besten Radiohits der Band heran. Die orchestrierte Verträumtheit von Dreamville gemahnt an Simon & Garfunkel. Mit Klavier und plakativen Harmonies erinnert Like A Diamond an die Beach Boys. [...]
[...] hat einen klassischen Shuffle-Beat, ein schickes Orgelriff, die Wärme und melodische Unschuld eines Beach-Boys-Songs und die Milchbubi-Sanftheit von Spandau Ballet. Aber der Bass ist böse verzerrt, die Streicher [...]