Hingehört: Ash – “Trailer”
| Künstler | Ash |
| Album | Trailer |
| Label | Infectious Records |
| Erscheinungsjahr | 1994 |
| Bewertung | *** |
“Guaranteed teenagers” steht unter einem Bild von einem Kleinkind auf CD und Cover, und tatsächlich waren die drei bei Veröffentlichung dieses Debüt-Mini-Albums erst 17 Jahre alt. Das man hört dem Werk auch an.
Schon nach einer Sekunde ist klar: Hier geht es zur Sache, und zwar ohne Rücksicht auf Verluste. Das ist die Wucht der Sex Pistols und die Wut von Nirvana. Dank dieses in den Himmel ragenden Energielevels lassen sich auch schwächere Songs ertragen, von denen es hier einige gibt.
Zu ihnen zählt auch der Opener, Season, dessen bester Moment es ist, wenn nach dem Punk-Intro die Milchbubi-Stimme von Tim Wheeler einsetzt. Der Sound bleibt garagig, der Bass klingt metallisch, die Gitarren sind laut, überall scheppert die offene Hi-hat.
Alle Instrumente werden hier mit einer Freude bedient, als hätten die Musiker sie nach jahrelangem Warten kurz vor der Aufnahme zu Weihnachten geschenkt bekommen. Spaß rocks. Spaßig sind auch die Songtitel, etwa Intense Thing und Obscure Thing oder natürlich Hulk Hogan Bubblebath.
In den besseren Momenten schimmern schon alle Qualitäten durch, die Ash später auszeichnen sollten. Jack Names The Planets lässt das Talent zur großen Melodie erkennen, Uncle Pat hat schon die Klasse von den 1977-Stücken.
Auch die Wandlungsfähigkeit von Tim Wheelers Stimme wird angedeutet: Man möchte kaum glauben, dass diese zuckersüße Stimme aus Uncle Pat auch das Geschrei auf Get Out verursacht hat. Die hohen Gitarrentöne bei Petrol haben auch einige Stücke auf Nu-Clear Sounds veredelt.
Auch die Texte haben schon dieselben Vorzüge: Teenager-Lyrik, unpeinliche Variante. Season, Uncle Pat, Different Today etwa. Und natürlich die unglaubliche Geschichte beim ansonsten schwachen Rausschmeißer Day Of The Triffids. Da erobern Aliens die Erde. Der Ich-Erzähler flieht mit Dr. No, Fu-Man-Chu und weiteren Gestalten zunächst nach Zaire und dann nach Planet Radio. Beim Blick zurück zur Erde sehen sie den Globus explodieren. Und die letzten Worte passen auch als Resümee. “And I swear I laughed. Congratulations you guys.”
Sie spielen es noch heute gerne live, aber so sahen sie 1994 aus: Das Video zu Uncle Pat.
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[...] verdichten sich auf dieser Platte die Talente von Ash zu wahrlich großer Musik. Am nächsten am ungezügelten Sound aus Trailer-Zeiten ist das grandiose Innocent Smile. You turned it all around, it only took your smile. Dann scheint [...]
[...] der Tat war eine Menge los mit Ash in den zehn Jahren seit Jack Names The Planets. Sie haben den Rausch und den Kater erlebt, sind mit dem famosen Free All Angels auferstanden und [...]
[...] im herrlich melancholischen Da oben im Wald, das auch wegen des leicht metallischen Bass-Sounds an frühe Stücke von Ash erinnert. Das trifft auch auf Momentan mit Disco-Hi-Hat und der ersten ganz großen Textzeile zu: “Die [...]
[...] Darin steckt so viel Zuversicht, Hoffnung und unverschämte Jugendlichkeit wie das sonst etwa nur Tim Wheeler von Ash, Evan Dando von den Lemonheads oder Ben Kweller hinbekommen, an den man bei diesem sehr eingängigen [...]