Hingehört: The Clash – “The Story Of The Clash, Vol. 1″
| Künstler | Clash |
| Album | The Story Of The Clash, Vol. 1 |
| Label | Columbia |
| Erscheinungsjahr | 1999 |
| Bewertung | ***1/2 |
Muss eine wilde Zeit gewesen sein. Das Ende der Siebziger, der Beginn des Punk. Aufregend und schnell. “Punk was like an earthquake. People were screaming and shouting, it was blazing hot inside in the middle of winter”, sagt einer, der es wissen muss: Albert Transom, Roadie von The Clash, von Anfang an. Der Mann hat eine Menge miterlebt (etwa ein Konzert in Bangkok “with all these blokes in turbans doing the Pogo”) und erzählt in seinen Liner-Notes nun The Story Of The Clash, Volume One. Darin macht er einen Teil der punk explosion nachvollziehbar. Den anderen Teil erklären die hier versammelten 28 Stücke. Live muss die Band eine Naturgewalt gewesen sein. Und auch auf Platte kommt noch genug von ihrer Wucht und Energie rüber.
The Clash waren Sozialisten, Underdogs, Klassenkämpfer. Mindestens. Das verlieh ihren Texten gelegentlich eine peinliche Naivität und kaum mehr zu ertragende Verkrampftheit. Andererseits speiste sich aus diesem Sendungsbewusstsein auch die nötige Aggressivität und Kondition, die Clash-Songs so mitreißend macht. Ihr zweiter großer Vorteil war die musikalische Kompetenz. The Clash nutzten das Studio eben nicht nur, um Drei-Akkorde-Songs im Polka-Rhythmus auf Vinyl zu bolzen.
Gleich sechs Songs sind ihrem Meisterwerk London Calling entnommen. Daneben liefert vor allem CD 1 weitere Highlights: das komplexe The Magnificent Steven, das funkige Rock The Casbah, den posthum-Klassiker Should I Stay Or Should I Go oder das hymnische I Fought The Law.
Auf der zweiten Scheibe geht es weniger distinguiert zu. London´s Burning, White Riot, Clash City Rockers und English Civil War heißen die Stücke. Dieser Aufruhr ist auch für unmittelbar Beteiligte wie den Clash-Roadie nur noch schwer nachzuvollziehen. “I live in Florida since the band broke up and I bet no-one round here still fights street battles solely over haircuts, clothing and music. It was pretty mental.” Die Revolte hat sich erledigt. Die Musik bleibt.
So gehen Hymnen: Das Video zu I Fought The Law:
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