Neue Dimension

August 28, 2007 · Posted in Kommentare, Weltgeschehen · Comment 

Auf den Aufschrei hätte man wetten können. Reflexartig meldeten sich auch gestern die Empörten, weil Verteidigungsminister Franz Josef Jung plant, künftig Tapferkeitsorden an Bundeswehrsoldaten zu verleihen. Zugegeben: Das Land hat wichtigere Probleme – und die Bundeswehr auch. Doch warum sollte es solche Medaillen nicht geben? Fast alle Nato-Partner verteilen sie an ihre Truppen. Und Ehrenzeichen werden vielerorts inflationär vergeben – allein das Bundesverdienstkreuz 40 Mal pro Woche.

Deutschland braucht tapfere Soldaten, die Demokratie und Frieden sichern. Die Männer in Afghanistan, auf dem Balkan oder im Kongo riskieren ihr Leben dafür. Diese Leistung sollte es wert sein, auch symbolisch stärker anerkannt zu werden.

Der Verweis auf Parallelen zur Instrumentalisierung der Wehrmacht im Dritten Reich darf nicht in den Wind geschlagen werden. Die Bundeswehr hat eine historisch besondere Rolle und eine entsprechende Verantwortung. Das erfordert eine hohe Sensibilität – nicht nur bei der Entscheidung über die Aufgaben der Armee, sondern gerade auch bei Äußerlichkeiten wie Uniformen und Orden. Doch eine demokratisch legitimierte Verteidigungsarmee wegen eines Stücks Blech in die Nähe der Wehrmacht zu rücken, ist abwegig.

Jung passt die Bundeswehr nach und nach der neuen Dimension der Aufgaben, auch der neuen Dimension der Gefährdung an. Die Idee der Medaillen passt dazu, weckt aber auch böse Vorahnungen: Nicht nur die Rufe nach einer Ausweitung des Isaf-Einsatzes in Afghanistan deuten darauf hin, dass Jung seine Orden vielleicht bald auf Särge legen muss.

Durchgelesen: Günter Köhler und Friedhold Birnstiel – “Historische Gasthöfe in Thüringen”

August 28, 2007 · Posted in Bücher, Bücherregal · Comment 

Das Buch liefert nicht nur Raststätten, sondern auch Anekdoten.

Autor Günter Köhler und Friedhold Birnstiel
Titel Historische Gasthöfe in Thüringen
Verlag Edition Q
Erscheinungsjahr 2005
Bewertung ***

Wer rastet, der rostet? Von wegen! Günter Köhler und Friedhold Birnstein machen klar, dass es in Thüringen nicht nur viel zu entdecken gibt, sondern auch reichlich Möglichkeit zur stilvollen Einkehr.

Von Arnstadt bis Zeulenroda, von edel bis rustikal stellen sie mehr als 60 historische Gasthöfe vor. Kompetent und amüsant widmen sie sich nicht nur der Speisekarte und Beherbergung, sondern auch der Geschichte der Häuser. Beispielsweise durch interessante Anekdoten zur Namensgebung erfährt man so auch einiges über die Historie des Bundeslandes, das mehr Gäste als Einwohner hat (nämlich über drei Millionen pro Jahr).

Nicht zu Unrecht sprechen sie von einem harmonischen Dreikland aus Geschichte, Gastlichkeit und Gaumenfreuden. Das macht Lust aufs Reisen. Und rasten.

Hingehört: The Electric Soft Parade – “No Need To Be Downhearted”

August 19, 2007 · Posted in CD-Regal, Musik · 1 Comment 

The Electric Soft Parade sind wieder unterwegs in den Grenzgebieten des Pop.

Künstler Electric Soft Parade
Album No Need To Be Downhearted
Label Truck Records
Erscheinungsjahr 2007
Bewertung ***1/2

Vor Überzeugungstätern sollte man sich in Zeiten wie diesen ja vorsehen. Die Brüder Tom und Alex White aus Brighton sind da eine Ausnahme.
Seit Jahren erkunden sie unermüdlich und mit faszinierenden Ergebnissen die Grenzgebiete des Pops. Bei den Brakes mischen sie mit, angeblich haben sie die Finger bei den bezaubernden Pipettes im Spiel. Und als Electric Soft Parade legen sie nun ihr drittes Album vor.

No Need To Be Downhearted beeindruckt nicht nur, weil hier jeder Ton von einem der beiden Whites erzeugt wurde. Die Platte schafft es auch, ihre Experimentierfreude mit der nie ganz verschwindenden Melancholie im Gesang und einem spannenden roten Faden zu verbinden.

Selten wird es zackig, Hits sind wie immer gut versteckt. Aber es gibt wenig Musik, die so nah ans Herz kommt und so lange da bleibt.

Scheint verdammt kalt zu sein, dort im Proberaum: Der Clip zu If That’s The Case, Then I Don’t Know:

The Electric Soft Parade bei MySpace.

Blanker Unsinn

August 11, 2007 · Posted in Kommentare, Weltgeschehen · Comment 

Keine Frage: Armut ist auch in Deutschland längst kein Problem von Minderheiten mehr. Sie erreicht Bevölkerungsschichten, die sich noch vor 15 oder 20 Jahren ihres Auskommens sicher sein konnten. Plötzliche Arbeitslosigkeit kann heute fast jeden treffen – mit allen Folgen für den Lebensstandard. Und Hartz IV mag für einige ehemalige Sozialhilfeempfänger eine Chance sein. Doch für 2,5 Millionen Langzeitarbeitslose ist es ein Schicksal.

Dennoch muss man sich verwundert die Augen reiben, wenn angesichts der gestiegenen Preise für Milch und Milchprodukte eine prompte Anpassung der Hartz-IV-Sätze gefordert wird. Scheinbar laktosesüchtige Chinesen und demnächst angeblich in Saus und Braus lebende Bauern haben ganz offensichtlich eine Hysterie ausgelöst, der im Sommerloch auch einige Politiker zum Opfer gefallen sind.

Doch es gilt, die volkswirtschaftliche Kirche im Dorf zu lassen. Selbst wenn Milch, Käse und Joghurt tatsächlich dauerhaft um 20 Prozent teurer werden sollten – was angesichts des harten Konkurrenzkampfes im Handel keineswegs sicher ist -, würde das allgemeine Preisniveau gerade einmal um 0,2 Prozentpunkte steigen.

Vor allem aber sollten Politiker wie Ottmar Schreiner und Dieter Althaus ihre eigenen Gesetze lesen, bevor sie blanken Unsinn in die Welt posaunen. Denn es gibt bereits Anpassungsmechanismen für die Hartz-IV-Sätze. Die Höhe ist – ebenso wie die Renten – an die jährliche Lohnentwicklung gekoppelt. Und das ist auch der einzig vernünftige Bezugspunkt. Erst im Juli wurde der Grundbetrag um zwei Euro erhöht. Freilich ist es noch immer kein Zuckerschlecken, mit nun 347 Euro im Monat auszukommen. Doch zwei Euro mehr entsprechen einer Anhebung um 0,54 Prozent – das reicht zweieinhalbmal, um die höheren Milchpreise auszugleichen. Auch der Hinweis auf gestiegene Energiepreise ist irreführend. Denn zumindest die Kosten für Heizung bekommen Hartz-IV-Empfänger neben der Miete ohnehin schon erstattet.

Vor allem aber wird bei den Forderungen vergessen, dass auch vielen Menschen, die jeden Tag zur Arbeit gehen, kaum mehr zum Leben bleibt als Hartz-IV-Empfängern. Statt üppiger Lohnerhöhungen standen und stehen in vielen Unternehmen Kürzungen und Überstunden auf dem Programm. Strom, Sprit und Milch müssen trotzdem bezahlt werden. Und die Reallohneinbußen der Arbeitnehmer werden nirgends per Gesetz automatisch ausgeglichen. Obwohl sie mit ihren Beiträgen erst Hartz IV finanzieren.

Hingehört: Ryan Adams – “Easy Tiger”

August 11, 2007 · Posted in CD-Regal, Musik · 1 Comment 

Auch auf "Easy Tiger" gibt es viel Talent - und viel Beliebigkeit.

Künstler Ryan Adams
Album Easy Tiger
Label Lost Highway
Erscheinungsjahr 2007
Bewertung ***

Es gibt wenige Künstler, von denen man sich ein Konzeptalbum wünscht. Aber Ryan Adams ist so einer. Denn nach einem grandiosen Karriere-Start mit Heartbreaker hat er sich zuletzt allzu oft in Beliebigkeit verzettelt.

Auch Easy Tiger ist wieder so eine Platte: Jeden Jungspund würde man für diese Lieder lieben. Aber Ryan Adams hatte einst Anlass zu der Hoffnung gegeben, dass man von ihm das ganz Besondere erwarten darf. Er hat die Messlatte selbst sehr hoch gelegt, und er reißt sie erneut.

Auch diesmal bietet der mittlerweile 32-Jährige wieder feine Klänge für alle, die sich das Herz von Americana nach Nashville zurückwünschen. Neal Casal und seine Cardinals sind die Begleitmusiker, und sie schicken den Sound nicht nur bei Tears Of Gold noch ein bisschen mehr in Richtung lupenreinen Country. Everybody Knows hat eine angenehme Nonchalance. Auf The Sun Also Sets oder dem Rausschmeißer I Told Myself How To Grow Old barmt Adams wunderbar wie einst auf den Love Is Hell-EPs. Two, Rip Off oder das frappierend entlarvend betitelte Oh My God, Whatever, Etc. sind sehr hübsch. Doch zwingend wie einst auf Gold oder Love Is Hell wird es selten.

Manche Songs (Off Broadway, Pearls On A String) können den Eindruck nicht widerlegen, dass sie zwar nicht ohne Motivation, aber eben nicht richtig ausgearbeitet sind. Klarer Fall: Zu viel Talent, zu wenig Fokus.

Für den Radiosender KCRW hat Ryan Adams The Sun Also Sets noch einmal eingespielt:

Ryan Adams bei MySpace.

Hingehört: Tent – “Excuso”

August 6, 2007 · Posted in CD-Regal, Musik · Comment 

Tent liefern auf "Excuso" ganz viel Pracht aus der Provinz.

Künstler Tent
Album Excuso
Label Records & Me
Erscheinungsjahr 2007
Bewertung ****

Besonders spektakulär klingt das auf dem Papier nicht. Drei Jungs aus Hessen nennen sich “Zelt” und machen Indie-Rock. Aber wie groß klingt das auf Platte! Tent liefern mit Excuso ein famoses Debüt ab. Das lärmt und quietscht in bester Pixies-Tradition. Das hat gelegentlich die hormonelle Wucht von Queens Of The Stone Age. Und überall schimmert eine Liebe zum Pop durch, wie man sie von Weezer kennt.

Es gibt hier all die kleinen Episoden (Lucy oder On Wrong) und großen Tragödien (Enough) aus dem Leben junger Menschen. Do The Robot, Tomorrow und das schon von der gleichnamigen EP bekannte Do Something sind Hits. Helpless könnte sich auch auf einer B-Seite der Strokes oder dem, jawohl, White Album finden. The Kids ist so schlau und spinnert; Hard To Stop so bitterbös und gitarrenverliebt, dass man an Graham Coxon denken muss.

Vieles von dem ist Alexander Eß zu verdanken. Er präsentiert sich als kreativer Gitarrist, origineller Sänger und begnadeter Songwriter. Man kann kaum fassen, dass ein solches Talent um die Ecke wohnt. Als würde Ronaldinho bei der SG Kleinlüder spielen.

Das (oder muss man sagen: die?) wundervolle Lucy, live in Duisburg:

Tent bei MySpace.

Hingehört: Sportfreunde Stiller – “La Bum”

August 5, 2007 · Posted in CD-Regal, Musik · 1 Comment 

Statt sich Gedanken machen die Sportfreunde Stiller auf "La Bum" einfach weiter.

Künstler Sportfreunde Stiller
Album La Bum
Label Universal
Erscheinungsjahr 2007
Bewertung ***1/2

Wenn die Nacht sich dem Ende neigt, dann trifft man ständig und überall Leute, die sich damit brüsten, “die Sportis zu kennen, noch von früher”. Erstaunlicherweise trifft man nie frühe Wegbegleiter der Beatsteaks oder von Wir Sind Helden, obwohl diese Bands ungefähr denselben Status haben.

Es ist auch nicht schwer zu erklären, woran das liegt: Erstens verlassen die Münchner in Scharen und zu Recht ihre Stadt. Und zweitens sind die Sportfreunde Stiller der Inbegriff der Bodenständigkeit. Sie wissen, dass sie keine Rockstars geworden sind, weil sie schon immer dazu auserkorene Genies und Ausnahmetalente waren, sondern weil sie Glück gehabt haben.

Mit klaren Worten erzählen sie vom Leben, das nicht nur ihres ist, sondern auch das ihrer Fans. Es geht hier nicht darum, sich abzugrenzen, sondern möglichst viele einzuschließen und mitzunehmen, solange es um die gute Sache geht. Nichts ist hier ausgefeilt, verklausuliert oder zynisch. Die Sportfreunde Stiller sind die Anti-Tocotronic.

Deshalb machen sie sich auch keine Gedanken, sondern sie machen einfach weiter. Trotz des WM-Sommermärchens und dem dazugehörigen Nummer-1-Hit ist La Bum einfach ein weiteres Sportfreunde-Album. 54, 74, 90, 2006 spielt das Trio auch bei Konzerten nicht mehr und Fußball kommt auf dieser Platte nirgends vor. Nur Ping-Pong (im bezaubernden In unmittelbarer Ferne) und Surfen (in 995er Tief über Island, das so etwas wie ihr persönliches Westerland ist).

Es gibt unwiderstehlich heitere Hits wie die Single Alles Roger. Es gibt diese Liebeslieder wie Ohne Liebe bliebe nichts, die eigentlich etwas plump sind, aber plötzlich völlig unpeinlich klingen, sobald man selbst verliebt ist. Es gibt Hymnen wie Mo(nu)ment, wo womöglich der eigene Auftritt auf der Fanmeile verewigt wird. Und Kracher wie Sodom mit so viel Energie und Leichtigkeit, wie man es sonst nur von Newcomer-Bands kennt.

Im Prinzip ist bei Peter, Flo und Rüde alles so wie immer. Fast. “Wir haben mehr auf die Feinheiten geachtet”, sagt Schlagzeuger Flo, und das hat ihrem Sound durchaus gut getan. Das elektronisch angehauchte, grandiose Eine gute Nacht dürfte sogar dem Major Tom feuchte Augen machen. Und der zunächst akustische Rausschmeißer Legenden ist einer der Songs, die mit einem Bier in der Hand und ein paar Tausend (Sport)Freunden um einen herum unvergesslich werden können.

“Ich liebe mein Leben, so ist es eben”, singen sie an einer Stelle. Und was soll man auch sonst tun? Nicht wahr, Tocotronic?

Einfach mal machen war offenbar auch das Konzept beim extrem charmanten Video von Alles Roger:

Die Sportfreunde Stiller bei MySpace.

Rudolf Diesel, Casanova

August 4, 2007 · Posted in Artikel, Weltgeschehen · Comment 
Italienische Eleganz: Der Spider ist atemberaubend schön. Foto: Alfa Romeo

Italienische Eleganz: Der Spider ist atemberaubend schön. Foto: Alfa Romeo

Alfa Spider ist Unvernunft. Niemand hat das so deutlich gemacht wie Benjamin Braddock, der in der oscarprämierten Reifeprüfung in diesem Wagen zur Hochzeit seiner Liebsten raste. Von allen guten Geistern verlassen, alle Ratschläge in den Wind schlagend, der ihm um die Ohren wehte. Den Blick immer auf das Objekt seiner Begierde gerichtet, den Fuß stur auf dem Gaspedal, bis der Sprit alle war und er die letzten Meter zur Kapelle rennen musste, um die Braut vom Traualtar hinweg in eine bessere Zukunft zu entführen.

So viel Leidenschaft, so viel Temperament! Ein Diesel-Motor will dazu scheinbar gar nicht passen. Glaubt man Fiat-Deutschland-Chef Werner Frey, war es auch denkbar schwierig, die Macher von Alfa Romeo vom deutschesten aller Antriebe zu überzeugen. Wie wenig Deutsch und Alfa zueinander passen, macht auch der Warnhinweis auf der Sonnenblende im Spider auf etwas peinliche Weise klar: “Nicht lehmen Handen an der Ablage wahrend der Bewegung des Capote”, steht dort geschrieben. Doch trotz solcher Sprach- und Mentalitätsbarrieren setzte Frey sich durch – und so gibt es den Alfa Spider 40 Jahre nach der Reifeprüfung nun erstmals mit einem Selbstzünder.

Natürlich bietet der Spider auch als Turbodiesel all die Vorzüge, die den legendären Roadster in der sechsten Generation auszeichnen. Da ist an allererster Stelle das Design: Ein aufregenderes Auto kann man sich kaum vorstellen. Der Alfa strotzt vor Attraktivität, ist dabei aber kein glatter Beau, sondern ein gerissener Verführer vom Schlage Giacomo Casanovas. Die Materialien sind exquisit, die Verarbeitung bestens. Dazu kommt eine beachtliche Ausstattung und eine gegenüber dem Vorgänger enorm verbesserte Karosseriesteifigkeit.

Die beiden letzten Punkte gehen allerdings auf Kosten des Gewichts. Stattliche 1750 Kilogramm bringt der Spider auf die Waage. Und damit haben die 200 PS zumindest bei niedrigen Drehzahlen etwas zu kämpfen. Doch ab 2000 Touren liegt das volle Drehmoment von 400 Newtonmetern an der Vorderachse – und dann geht die Party los. Werden die Gänge ausgefahren, klingt der Wagen wie ein ziemlich bedrohlicher Grizzly-Bär. Und er hat auch dessen Kraft: Bei Vollgas stürmt er wild nach vorn.

Zum Fahr-Genuss tragen auch das sehr sportliche Fahrwerk und die famose Schaltung bei. Vor allem bei hohem Tempo liegt der Spider zudem enorm souverän auf der Straße. Und schließlich erweist sich der Diesel vor allem auf Autobahnfahrten beim Verbrauch als echter Gewinn. Und so viel Vernunft darf dann sogar in diesem Wagen sein.

Hingehört: New Year’s Day – “My Dear”

August 3, 2007 · Posted in CD-Regal, Musik · Comment 

New Year's Day bahnen sich auf "My Dear" den Weg direkt ins Ohr - mit aller Wucht.

Künstler New Years Day
Album My Dear
Label TVT Records
Erscheinungsjahr 2007
Bewertung **1/2

Es ist eine dieser Platten. Man erwartet nicht viel. Der erste Eindruck ist nicht berauschend. Doch dann wird sie immer besser – je öfter man sie hört. Und je lauter.
New Years Day haben mit My Dear ein erstaunliches Debüt hingelegt.

Wären die Texte nicht so unbekümmert bis infantil, könnte man kaum glauben, dass hier Newcomer am Werk sind, die diese Platte auch noch komplett selbst finanziert und produziert haben. Im Stil von Blink 182 schickt das US-Quintett alles mit Wucht sofort ins Ohr.

Der Opener I Was Right ist dafür der beste Beleg, auch der ungemein eingängige Titelsong oder Part Time Lover mit seinem stürmischen Refrain.

Wer Gwen Stefani am besten leiden konnte, als sie noch bei No Doubt gesungen hat (an die hier My Sweet Unvalentine am meisten erinnert) oder wer schon immer wissen wollte, wie Jimmy Eat World mit Avril Lavigne als Frontfrau klingen würden, der wird hier fündig.

Backstage! New Year’s Day spielen My Dear bei der Warped-Tour. Man kann nur hoffen, dass vor der Bühne mehr Zuschauer sind:

New Year’s Day bei MySpace.