John McCain will es noch einmal wissen
Alle reden von Obama. Er ist der Hoffnungsträger, der Messias, der Shootingstar – und in jedem Fall der medienwirksamere der beiden Kandidaten im Rennen um die US-Präsidentschaft. Doch wer ist eigentlich sein Gegner? «Ich bin älter als Dreck und habe mehr Narben als Frankenstein», sagt John McCain über sich selbst. Und das ist nicht das einzig Erstaunliche am Veteran, der im Rentenalter noch das Weiße Haus erobern will.
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Interview mit Albrecht Hagemann
Nelson Mandela feiert seinen 90. Geburtstag. Ich habe mit seinem Biographen Albrecht Hagemann gesprochen – über die Geburtstagsparty, die Probleme in Südafrika und die Chancen und Herausforderungen, die durch die Fußball-WM 2010 auf das Land zukommen.
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Durchgelesen: Albrecht Hagemann – “Nelson Mandela”
| Autor | Albrecht Hagemann |
| Titel | Nelson Mandela |
| Verlag | RoRoRo |
| Erscheinungsjahr | 1995 |
| Bewertung | **** |
90 Jahre passen kaum auf 155 Seiten. Erst recht nicht, wenn es sich um ein Leben handelt, das so bewegend und bedeutend war wie das von Nelson Mandela. Südafrika-Experte Albrecht Hagemann schafft es trotzdem. Er zeichnet in seiner Biographie ein faszinierendes Bild des Friedensnobelpreisträgers. Es gelingt ihm sogar, die Wurzeln von Mandelas Herkunft und Charakter und die historischen Begleitumstände von Apartheid und Freiheitskampf zu zeigen. Eine gekonnte Verbindung von Kompaktheit und Tiefe.
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“Ich war dabei”
Hildegad Zumach hat für Nelson Mandela gekämpft. Mit Orangen. Die ehemalige Generalsekretärin der Evangelischen Frauenarbeit hat Ende der 1970er Jahre dafür gesorgt, dass in Deutschland überhaupt eine nachhaltige Debatte über das Thema Apartheid einsetzte. Und mit einem Früchte-Boykott hat sie Druck auf das Regime in Südafrika ausgeübt. Als Nelson Mandela endlich frei war, war auch sie ein bisschen stolz. Inzwischen bangt sie aber um die Zukunft Südafrikas.
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Rebell und Versöhner
Nelson Mandela wird 90 – und die ganze Welt scheint mit ihm zu feiern. Er war einst der berühmteste Gefangene der Welt und ist heute die Ikone Afrikas. Ein Blick auf das Leben von Mandela zeigt eine erstaunliche Wandlung vom stolzen Adligen zum wütenden Untergrundkämpfer und dann zum besonnenen Staatsmann. Und offenbart vor allem einen erstaunlichen Charakter, der ein strahlendes Vorbild an Integrität und Toleranz ist.
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Durchgelesen: Maya Rasker – “Wenn Du eine Landschaft wärst”
| Autor | Maya Rasker |
| Titel | Wenn Du eine Landschaft wärst |
| Verlag | Luchterhand |
| Erscheinungsjahr | 2005 |
| Bewertung | **** |
Der Montsec, auf dem der größte Teil der Handlung dieses Romans spielt, muss ein gewaltiger Berg sein. Schroff, imposant, gefährlich – wie viele Gipfel in den spanischen Pyrenäen. Doch er kann nicht halb so gewaltig sein wie die Sprache von Maya Rasker.
Der dritte Roman der niederländischen Erfolgsautorin erzählt die Geschichte des Geologen Abel, der auf dem Montsec ein Leben beinahe als Eremit führt. Bis er Xenia trifft. Die Forscherin fasziniert ihn noch mehr als Geröll-Lawinen, Schnee und Sturm. Doch Abel hat auch ebenso viel Angst vor einer Beziehung mit ihr wie vor den unberechenbaren Kräften der Natur.
Mit beeindruckendem Scharfsinn verfolgt die Autorin diese Parallele zwischen Geologie und Zwischenmenschlichem weiter: Maya Rasker begegnet den Menschen mit einem alles durchdringenden Blick. Wie es der Forscher an einem Berg erkennt, so sieht sie das Ewige in ihnen, aber auch das Individuelle.
Das Ergebnis ist ein Roman, der so voller Witz und Weisheit steckt, das man ständig aus ihm zitieren möchte. Und ein virtuoses Spiel mit Perspektivwechseln, das unser Bild von Beziehungen ebenso in Frage stellt wie das Selbstverständnis der Geschlechter.
Beste Stelle: “Und ich denke: Könnte es sein, dass ich mich zum zweitenmal verliebe? Oder war da nie Verliebtheit, war diese erste Episode in unserem Leben lediglich ein Versuch, auf den ich hauptsächlich meine eigenen Bedürfnisse projizierte, ohne darauf zu achten, wer sie war?”
Geboren als Opfer
Deutschland feiert 50 Jahre Gleichberechtigung und lobt sich für die erreichte Emanzipation. Dass dabei hierzulande noch vieles im Argen liegt, ist unbestritten. Doch ein Blick über die Grenzen hinaus zeigt: Anderswo ist es um die Rechte von Frauen noch viel schlimmer bestellt. In vielen Regionen der Welt sind sie nach wie vor Menschen zweiter Klasse, von Geburt an. Zwangsheirat, Gewalt oder Diskriminierung sind nur einige der Probleme.


