Hingehört: Sunrise Avenue – “Out Of Style”
| Künstler | Sunrise Avenue |
| Album | Out Of Style |
| Label | Emi |
| Erscheinungsjahr | 2011 |
| Bewertung | ** |
Manchmal ist die echte Welt noch schöner als das schönste Klischee. Die Musik von Sunrise Avenue erinnert mich an die legendären Jukka Brothers, wollte ich eigentlich schreiben. Die symbolisierten einst als Werbefiguren von MTV das gängige Bild vom finnischen Hinterwäldler. Und nun stelle ich fest: Die Produzenten von Out Of Style, dem dritten Studioalbum von Sunrise Avenue, heißen tatsächlich Jukka Backlund und Jukka Immonen. Yippieh: Jukka!
Ersterer bringt die Referenz mit, dass er dem Quartett bereits bei den ersten beiden Werken zur Seite stand, die sich insgesamt immerhin mehr als 500.000 Mal verkauft haben. Letzterer hat laut Presse-Info „in den vergangenen Jahren eine Vielzahl erfolgreicher Pop-Alben in Finnland produziert“.
Und genau das ist das Problem an Out Of Style, das kaum treffender betitelt sein könnte: Die Platte klingt unsagbar finnisch. Und da wir nicht von Tango, Mobiltelefonen oder Wodka reden, bedeutet das: unsagbar provinziell.
Vor allem in der ersten Hälfte erinnern Sunrise Avenue schmerzlich daran, dass ihr Heimatland mit The Rasmus und HIM noch zwei weitere Rock-Todsünden hervorgebracht hat. Auch Samu Haber, Leadsänger und Chef-Songwriter von Sunrise Avenue, neigt zu Pseudo-Düsternis, großer Theatralik und weinerlichen Texten, die selbst für den durchschnittlichen Bravo-Leser zu banal sein dürften.
Der Opener Hollywood Hills, zugleich die erste Single, ist nichts anderes als Kitsch – ein Schlager mit E-Gitarre. Damn Silence weckt schlimme Erinnerungen an Erasure und die Gott sei Dank verblichenen Reamonn. Somebody Help Me zeigt, dass es definitiv keine gute Idee wäre, Billy Idol irgendwann einmal Balladen singen zu lassen. Und I Don’t Dance schickt die Killers in die Dorfdisco.
Viel schlimmer kein ein erstes Drittel einer CD nicht sein. Doch man muss Sunrise Avenue auch zugestehen: Danach wird es besser. I Gotta Go ist das erste Stück hier, das in sich einigermaßen schlüssig ist. Sex & Cigarettes und Angels On A Rampage bietet mindestens soliden MOR-Rock, wie ihn die Radiomacher in Amerika lieben – auch wenn ihnen der Titel des Stücks sicher missfallen dürfte. Stormy End verströmt einen putzigen Weltschmerz.
Gelegentlich wird Out Of Style dann sogar ein bisschen mehr als erträglich. Das vergleichsweise erwachsene Kiss Goodbye hat ein paar feine Details zu bieten. The Right One lenkt das typische Pathos von Sunrise Avenue in die richtigen Bahnen. Und Out Of Tune will zwar ein wenig zu zwanghaft modern sein, wird aber durchaus zackig. Vor allem aber zeigt der Rausschmeißer Sweet Symphony, dass hier irgendwo ein paar gute Lieder schlummern könnten, wenn irgendjemand Sunrise Avenue endlich einmal von dem Irrglauben befreien würde, sie hätten etwas mit Hardrock zu tun.
Unterm Strich bleibt trotzdem nur das Urteil, das auch dem jüngsten der Jukka Brothers immer zuteil wurde: kein bisschen cool.
So düster und verstaubt wie im Video zu Hollywood Hills sah es zuhause bei den Jukka Brothers auch immer aus:
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9 Responses to “Hingehört: Sunrise Avenue – “Out Of Style””
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[...] den Originalbeitrag weiterlesen: Hingehört: Sunrise Avenue – “Out Of Style” : shitesite Medien zum Thema Medien by [...]
Mal abgesehen davon, das Sunrise Avenue sich niemals in eine Schublade gesteckt haben und höchstens in eine gesteckt wurden : Sunrise Avenue ist KEINE Metal- Band, was aber anhand dieser Kritik so scheint, als würde dies erwartet!
Ich hab auch den Eindruck, dass die Kritiker hier nicht hingehört haben. Und was soll uns dieser Satz eigentlich sagen: “Und I Don’t Dance schickt die Killers in die Dorfdisco.”? Is das jetzt gegen die Killers oder gegen Sunrise?
Die kritiker habem echt nicht hingehört, sonst könnte die kritik nicht zustande gekommen sein. ich finde das album out of style richtig gut, so !!!!! Fuck of critics the fans rulez !!!!!
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die …… halten!
HALLO?! WTF?!
Das waren so meine ersten Gedanken zu diesem Artikel. Ich meine, hat der Autor sich das Album überhaupt mal angehört?
>>Auch Samu Haber, Leadsänger und Chef-Songwriter von Sunrise Avenue, neigt zu Pseudo-Düsternis, großer Theatralik und weinerlichen Texten, die selbst für den durchschnittlichen Bravo-Leser zu banal sein dürften.<<
Hallo?! Was soll der Scheiss? Schreib doch selbst erst mal bessere Texte! Und welche Theatralik und Pseudo-Düsternis bitte schön? Samu Haber benimmt sich völlig NORMAL!!!
Und Sunrise Avenue selbst wollen sich ja gerade in KEINE Schublade stecken lassen und das finde ich auch gut!!
Und was ist an Sunrise Avenue "provinziell"???
Und das Album hat PLATIN in Deutschland bekommen, da kann es nicht "kein bisschen cool sein.", Schätzchen!
AAAAHH, ich könnte mich so über diesen Autor aufregen!!!
Wer keine Ahnung hat, sollte einfach DIE FRESSE HALTEN!!
Sunrise Avenue erträglich? Wieviel muss man trinken, um ein derart kulturindustrielles Produkt erträglich zu finden? Ansonsten guter Beitrag.
[...] hätte gewarnt sein sollen. Schließlich heißt diese Platte Out Of Style. Schließlich wusste ich schon, dass sie sehr, sehr schlecht ist. Schließlich ist diese DVD zur dazugehörigen Tour von Sunrise Avenue erst ab 6 Jahren freigegeben [...]
Sie sind ein Vollpfosten!!!
Wie schön, dass das Album in mehreren Ländern mit Platin ausgezeichnet wurde!!!
Und Sunrise Ave haben nie gesagt, dass sie eine Rockband sind! Schon blöd, wenn man sich nicht auskennt!!!
Und zur Info: Samu Haber schreibt Texte, die jeder versteht und mit denen sich jeder identifizieren kann!!
Wie wäre es, wenn Sie die Band sich nicht mehr anhören, wenn Sie kein bisschen Ahnung haben! Denn wer keine Ahnung und null Hintergrundwissen hat, sollte einfach sein Maul halten!