Draufgeschaut: Good Morning, Vietnam


Adrian Cronauer (Robin Williams) soll die Truppe bei Laune halten.

Adrian Cronauer (Robin Williams) soll die Truppe bei Laune halten.

Film Good Morning, Vietnam
Produktionsland USA
Jahr 1987
Spielzeit 121 Minuten
Regie Barry Levinson
Hauptdarsteller Robin Williams, Forest Whitaker, Tung Thanh Tran, Chintara Sukapatana, Bruno Kirby
Bewertung ****

Worum geht’s?

Saigon 1965: Aus Kreta kommt ein neuer DJ zur Radiostation der US-Streitkräfte. Adrian Cronauer ist ein Großmaul und eine Quasselstrippe, er spielt moderne Musik und hat keinen Respekt vor der Armeeführung. “Das Lexikon zeigt unter ‘Arschloch’ sein Bild”, witzelt er über einen Offizier, und aus den Lautsprechern tönen bei ihm James Brown und die Rolling Stones statt “musikalische Korrektheiten”, die man beim Sender wünscht. Mit dieser Masche wird er schnell ein Star in der Truppe. Als er aber versucht, die Wahrheit über den Krieg in Vietnam zu berichten, machen ihm seine Vorgesetzten einen Strich durch die Rechnung.

Das sagt shitesite:

Die größte Stärke von Good Morning, Vietnam (neben dem genialen Soundtrack): Im sicheren Mikrokosmos der Sprecherkabine schafft es die Hauptfigur, die ganze Absurdität des Vietnamkriegs deutlich zu machen. So wird Good Morning, Vietnam, das auf einer wahren Geschichte beruht, zu einem Film übers Radio, über das Militär und über den Humor – vor allem aber über die Suche nach der Wahrheit und den Wunsch, ihr zumindest mit den Ohren mal für ein paar Minuten entfliehen zu können.

Cronauer ist ein Verrückter – nicht nur nach den strengen moralischen Maßstäben der damaligen Zeit – und Robin Williams zieht nicht nur stimmlich alle Register und blüht sichtlich auf in dieser Rolle. Nichts nimmt er ernst, nicht einmal den Krieg, der ihn umgibt. Bis er plötzlich mittendrin steckt und merkt, dass sich Eskapismus und Journalismus auf Dauer nun einmal ausschließen. Der Mann, der eigentlich bloß Party machen wollte, wird dann plötzlich politisch. Seine Gegner sind in Good Morning, Vietnam aber immer dieselben: Langeweile und Konformismus.

Bestes Zitat:

“Military intelligence? Das ist ein Widerspruch in sich.”

Der Trailer zum Film:

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