Draufgeschaut: Einer flog über das Kuckucksnest 1


R.P. McMurphy (Jack Nicholson, links) will dem Häuptling (Sill Sampson) wieder Mut machen.

R.P. McMurphy (Jack Nicholson, links) will dem Häuptling (Sill Sampson) wieder Mut machen.

Film Einer flog über das Kuckucksnest
Produktionsland USA
Jahr 1975
Spielzeit 133 Minuten
Regie Milos Forman
Hauptdarsteller Jack Nicholson, Louise Fletcher, Brad Dourif, Danny DeVito, Christopher Lloyd, Will Sampson
Bewertung ****

Worum geht’s?

Weil er in seiner Strafanstalt als aufsässig, gewalttätig und faul gilt, wird Randall Patrick McMurphy in die Psychiatrie verlegt. Dort sollen die Ärzte herausfinden, ob er geistig gesund ist – oder ob er sein seltsames Verhalten vielleicht bloß vortäuscht, um der Haft zu entgehen. Als er die Patienten und Prinzipien der Nervenheilanstalt kennen lernt, muss er sich schon bald fragen: Sollen die Patienten dort geheilt werden – oder gebrochen?

Das sagt shitesite:

Neben einem unfassbar guten Jack Nicholson, der es hier sichtlich zu genießen scheint, dass er sich auch vor der Kamera nach allen Regeln der Kunst daneben benehmen darf, ist die enorm beklemmende Atmosphäre die größte Stärke von Einer flog über das Kuckucksnest. Genau sie ist es, die McMurphy von Beginn an rasend macht und dafür sorgt, dass der Machtkampf des Neulings mit der Stationsschwester schon bald von der persönlichen auf die universelle Ebene wechselt: McMurphy hinterfragt den Sinn von Disziplin, Unterdrückung und Norm – vor allem, weil er diese Mechanismen auch außerhalb der Mauern der Psychiatrie nicht als gottgegeben akzeptiert.

Neben dieser politischen Ebene hält Einer flog über das Kuckucksnest aber auch den damals etablierten medizinischen Methoden im Umgang mit dem Nicht-Normalen einen Spiegel vor. Das führt zu beeindruckenden Szenen wie den Elektroschocks für McMurphy oder dem Bootsausflug der Psychiatrie-Insassen. Es macht aber auch deutlich, dass das Leben (und zwar: jedes Leben) seine Würde auch dadurch erhält, dass es gefährlich ist, dass es Enttäuschung und Traumatisierung bedeuten kann, und dass es trotzdem aktiv und mit Selbstvertrauen angegangen werden sollte. McMurphy ist in dieser Hinsicht zugleich dringliche Mahnung und leuchtendes Beispiel.

Bestes Zitat:

“Herrgott nochmal! Ihr alle redet unentwegt davon, wie scheußlich und unerträglich ihr es hier findet. Und dann habt ihr nicht die Courage, einfach abzuhauen? Was glaubt ihr denn, was ihr seid, verdammt nochmal? Verrückt oder so etwas? Ihr seid es nicht!”

Der Trailer zum Film:


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ein Gedanke zu “Draufgeschaut: Einer flog über das Kuckucksnest

  • Peter Hoffmann

    Einer flog über das Kuckucksnest
    Produktionsland USA
    Jahr 1975
    Spielzeit 133 Minuten
    Regie bitte!
    Ich wüsste gerne in welcher Szene die Schwester Nora Jones zu einem Insassen sagt. Du bist hier nicht eingesargt .
    Und wann sagt sie: wenn du nicht unterschreibst, dann bleibst du eben auf ewig hier. ?
    Wer hat den Filmnoch im Kopf nd kannn evtl. weiterhelfen ?