Monatliche Archive: August 2014


My First Band – „Corazon“

Sunrise Avenue haben ja schon genug Mist verzapft. Jetzt ist ihr Sänger auch noch Musikmanager. Seine erste Entdeckung heißt My First Band und ist der ekelhafteste Finnland-Export mindestens seit The Rasmus.

Mit "Corazon" wollen My First Band international durchstarten.

Marie (Charlotte Gainsbourg) muss sich zwischen Paul (Yvan Attal, links) und Antoine (Thomas Langmann) entscheiden.

Draufgeschaut: Amoureuse – Liebe zu dritt

Marie ist 19 und sie will unbedingt ein Kind. Blöd ist nur: Ihr Freund Antoine hat keine Lust darauf. Paul wäre gerne der Vater ihres Kindes, doch sie will keinen Seitensprung. Das ist der Stoff von „Liebe zu dritt“ – manchmal hart an der Grenze des guten Geschmacks.


Hingehört: Angus & Julia Stone – „Angus & Julia Stone“

Eigentlich wollten Angus & Julia Stone sich als Solokünstler etablieren. Jetzt sind die Geschwister aus Australien wieder vereint und haben ein drittes gemeinsames Album gemacht. Der Grund ist in jeder Hinsicht respekteinflößend: Er heißt Rick Rubin.

Nach den Soloplatten hat Rick Rubin aus Angus und Julia Stone wieder ein Duo gemacht.

Schmidt (Jonah Hill, links) und Jenko (Channing Tatum) sind als verdeckte Ermittler im Einsatz.

21 Jump Street

Die Serie „21 Jump Street“ verhalf Johnny Depp einst zum Durchbruch, doch er hasste seine Rolle darin. In der Kinoadaption spielt er trotzdem mit. Kein Wunder: Die Komödie ist erstaunlich gut geworden.


Blondie – „Blondie 4(0) Ever“

Noch ein „Best Of“ von Blondie: Zum 40. Jubiläum hat die Band um Debbie Harry einige ihrer größten Hits neu aufgenommen. Dazu gibt es mit „Ghosts Of Download“ auch ein komplett neues Album – das leider zeigt, wie schwer die Messlatte von einst zu erreichen ist.

Ein Best Of und ein neues Album kombinieren Blondie zum 40. Jubiläum.

Marianne (Lena Endre) und David (Krister Henriksson) beginnen eine Affäre.

Draufgeschaut: Die Treulosen

Szenen einer Ehe: Marianne betrügt ihren Mann mit David, dem besten Freund der Familie. Der Clou in „Die Treulosen“, nach einem Drehbuch von Ingmar Bergman von Liv Ullmann verfilmt, ist dabei: Sie alle sind nur Produkte der Fantasie.


Bosse – „Kraniche – Live in Hamburg“

Den Höhepunkt ihrer Karriere feiern Bosse mit „Kraniche – live in Hamburg“, dem Mitschnitt vom Abschlusskonzert ihrer jüngsten Tournee. Der Sound ist zwar mies, aber dafür hat die Live-DVD drei andere Dinge im Übermaß zu bieten: Schweiß, Gefühl und Miteinander.

Reichlich Freunde haben Bosse zum krönenden Abschluss ihrer Kraniche-Tour eingeladen.

Erschütternd und engagiert: "Die globale Überwachung" erzählt die Chronik der NSA-Affäre.

Durchgelesen: Gleen Greenwald – „Die globale Überwachung“ 1

In einem Satz könnte man dieses Buch zusammenfassen: Alles und jeder wird im Internet von der NSA durchleuchtet. „Die globale Überwachung“ sollte man dennoch unbedingt lesen. Denn Glenn Greenwald zeigt darin nicht nur auf, wie wichtig Privatsphäre für eine funktionierende Demokratie ist. Er wirft auch ein dunkles Licht auf die Regierung Obama.


Hingehört: Mazzy Star – „Seasons Of Your Day“

Hope Sandoval und David Roback legen nach 17 Jahren endlich wieder eine Platte als Mazzy Star vor. An „Seasons Of Your Day“ haben sie so gelange gebastelt, das nun sogar zwei Tote darauf zu hören sind.

Keine Hektik - das gilt bei "Seasons Of Your Day" gleich in mehrfacher Hinsicht.

Draufgeschaut: Salt

Viel Action, wenig Logik – „Salt“ punktet in erster Linie durch hohen Unterhaltungsfaktor. Bietet aber immerhin eine Titelfigur, die das Zeug zur Ikone hat.


Hingehört: Sin Cos Tan – „Blown Away“

Er war mal ein Ehemann mit einem Bürojob. Dann beschließt Michael Burana, lieber als Drogenkurier in Südamerika zu arbeiten. Diese fiktive Geschichte bildet den Rahmen für das dritte Album von Sin Cos Tan – und fluffigen Synthiepop.

Die Geschichte eines Drogenkuriers erzählen Sin Cos Tan in "Blown Away".

Elvis Presley (Jonathan Rhys Meyers) stellt die Musikwelt auf den Kopf.

Elvis

Das Leben von Elvis Presley im Schnelldurchlauf: Der zweiteilige TV-Film „Elvis“ hat einen guten Blick für die entscheidenden Momente, wichtigen Wegbegleiter und zentralen Konflikte in der Karriere des „King Of Rock’N’Roll“. Und mit Jonathan Rhys Meyers einen erstaunlichen Hauptdarsteller.


Hingehört: Jeff Beadle – „The Huntings End“

Als Jeff Beadle noch ein Poolboy in Toronto war, hat er seine Songideen in sein Handy gesungen. Jetzt ist daraus mit „The Huntings End“ ein richtiges Album geworden – das die Sonnenseiten des Lebens weitgehend ignoriert.

Clorschwaden haben tatsächlich das Debüt von Jeff Beadle beeinflusst.

"Über Pop-Musik" ist nicht amüsante Fan-Lektüre, sondern faszinierende Wissenschaft.

Durchgelesen: Diedrich Diederichsen – „Über Pop-Musik“

Sein Opus Magnum legt Diedrich Diederichsen mit „Über Pop-Musik“ vor. Er erweist sich als historischer Kenner, leidenschaftlicher Fan und filigraner Theoretiker. Und er deutet an, dass Pop-Musik, wie wir sie kennen, möglicherweise am Ende ihrer Entwicklung angekommen ist.


Hingehört: Woman’s Hour – „Conversations“

Woman’s Hour liefern auf ihrem Debütalbum genau den Sound, für den einst jemand das Wort „Dream-Pop“ erfunden hat. Das beweist ein famoses Gespür für Stilistik und ist mindestens so süß wie Katzenbabys.

Für Musik wie "Conversations" wurde der Begriff "Dream-Pop" erfunden.