Monatliche Archive: September 2014


New York, I Love You

In zehn Episoden formuliert „New York, I Love You“ eine Liebeserklärung an die Stadt, die niemals schläft. Formal gelungen, hochklassig besetzt und mit beträchtlichem Charme.

Jacob (Shia LaBeouf) begrüßt Isabelle (Julie Christie) im Hotel seines Vaters.

Wie eine Zeitkapsel aus dem Jahr 1984 wirkt das Debüt von Ballet School.

Hingehört: Ballet School – „The Dew Lasts An Hour“

Aus Nordirland, Brasilien und England kommen die drei Mitglieder von Ballet School. Getroffen haben sie sich allerdings in Berlin. Und ihr Debütalbum „The Dew Lasts An Hour“ klingt, als kämen sie ohne Umweg aus dem Jahr 1984.


Draufgeschaut: Resturlaub

In Buchform mag Tommy Jaud noch amüsant sein, auf der Leinwand werden aus seinen Romanen allerdings Rohrkrepierer. Das galt schon bei „Vollidiot“, und es gilt jetzt – in weitaus schlimmerer Weise – auch für „Resturlaub“.

Pitschi (Maximilian Brückner) will der Spießigkeit entfliehen.

Zu wenig Individualität ist das größte Problem von "Auf alles was bleibt".

Hingehört: Taama – „Auf alles was bleibt“

Tamara Unterhuber hat mal in einer Band (namens: Von Luft und Liebe) gesungen, jetzt ist sie als Taama solo unterwegs. Wieso?, fragt man sich allerdings angesichts des Debüts „Auf alles was bleibt“.


Durchgelesen: Lothar Matthäus – „Ganz oder gar nicht“

Falls es einen deutschen Comedy-Preis in der Kategorie „Autobiografie“ geben sollte, dann hätte Lothar Matthäus gute Gewinnchancen. Seine Lebensgeschichte „Ganz oder gar nicht“ ist der Versuch, sein Image aufzupolieren, zeigt aber bloß: Auf dem Fußballplatz hatte Matthäus alles im Griff, abseits davon ist er verloren.

Lothar Matthäus will sein Image aufbessern, ist aber bloß unfreiwillig komisch.

Lisa Kränzler – „Lichtfang“

Lilith hasst sich selbst, Rufus hasst alle anderen – das ist die Konstellation im zweiten Roman von Lisa Kränzler. „Blickfang“ wird eine sehr authentische Geschichte über die Liebe zweier Außenseiter.

Weltschmerz eint die beiden Hauptfiguren in "Lichtfang".

Erfreulich: Bei den Hippies von Goat wird auch mal Pogo getanzt.

Goat – „Commune“

Sie verraten ihre Namen nicht. Sie tragen Masken. Sie kommen aus Schweden – aber sie klingen wie aus einer anderen Welt. Goat versuchen mit ihrem zweiten Album „Commune“ erstaunlich gewitzt, den Hippie in dir zu wecken.


Gefällig, aber kaum wirklich mitreißend: Clueso fehlt diesmal die Dynamik.

Hingehört: Clueso – „Stadtrandlichter“

Selbst produziert, auf eigenem Label herausgebracht: Auf seinem sechsten Album „Stadtrandlichter“ treibt Clueso die musikalische Autonomie auf die Spitze. Besser wäre es allerdings gewesen, er hätte einen Mitstreiter gehabt, der ihm ein bisschen Feuer unterm Hintern macht.


Dave Eggers – „Der Circle“

„Der Circle“ ist vielleicht nicht „das ‚1984‘ fürs Internet-Zeitalter“, wie Zeit Online gemeint hat. Aber Dave Eggers neuer Roman ist in jedem Fall eine enorm wichtige Reflexion, ein sehr spannendes Buch und eine Zukunftsvision, die gerade deshalb so schockierend ist, weil sie so plausibel wirkt.

Eine allmächtige Internet-Firma steht im Zentrum des neuen Romans von Dave Eggers.

Rüdiger (Til Schweiger, links) und Gerd (Detlev Buck) winkt Hafturlaub.

Männerpension

Im Jahr 1996 war „Männerpension“ ein Riesenerfolg in Deutschland. Heute zeigt der Film vor allem, wie lange 1996 schon her ist. Und dürfte den meisten Beteiligten mittlerweile peinlich sein.


Lia Ices – „Ices“

Zwischen Kalifornien und New York sind die Lieder für das dritte Album von Lia Ices entstanden. „Ices“ klingt allerdings nicht unbedingt amerikanisch, sondern wie nicht von dieser Welt.

In einem Zwischenzustand befindet sich das dritte Album von Lia Ices.

Elizabeth (Norah Jones) wird zur Stammkundin bei Jeremy (Jude Law).

Draufgeschaut: My Blueberry Nights

Norah Jones hat in „My Blueberry Nights“ ihren ersten Auftritt als Schauspielerin. Der wahre Star des Films ist allerdings ein anderer: Die Kneipe als ein Ort, an dem man nicht allein sein muss mit seiner Einsamkeit.


Hingehört: Phox – „Phox“

Aus dem Mittleren Westen kommen Phox, sechs Freunde die sich zu einer WG zusammengeschlossen haben. Ihr Debütalbum ist ein Traum – erhaben, fantasievoll und mit Opulenz und Drive im genau richtigen Moment. So schön kann die Provinz sein.

Aus der Provinz von Wisconsin dürften es Phox schnell in eine Menge Herzen schaffen.