Draufgeschaut: The Number 23


Film The Number 23

Number 23 Kritik Rezension

Walter Sparrow (Jim Carrey) ist von der Zahl 23 besessen.

Produktionsland USA
Jahr 2007
Spielzeit 99 Minuten
Regie Joel Schumacher
Hauptdarsteller Jim Carrey, Virginia Madsen, Logan Lerman, Danny Huston, Lynn Collins
Bewertung

Worum geht’s?

Walter Sparrow arbeitet als Hundefänger und lebt ein einigermaßen durschnittliches Leben mit seiner Frau Agatha und dem gemeinsamen Sohn. Zu seinem Geburtstag bekommt er von seiner Gattin ein Buch geschenkt, das ihm keine Ruhe mehr lässt. Es handelt von einem Detektiv namens Fingerling und einem mysteriösen Mord an einer jungen Frau. Walter ist gefesselt von der Lektüre und schon bald überzeugt, dasss die Geschichte nicht rein fiktiv ist, sondern etwas mit dem echten – sogar mit seinem eigenen – Leben zu tun hat. Klarster Beleg dafür ist die Zahl 23, die im Buch eine besondere Rolle einnimmt und Walter plötzlich auch im Alltag allerorten begegnet.

Das sagt shitesite:

Ein seltsamer Reiz geht von The Number 23 aus. Das ist eigentlich keine schlechte Eigenschaft für einen Thriller. Das Problem in diesem Fall: Der Reiz beruht nicht auf einem stimmigen, ausgetüftelten, perfiden Konzept, das den Zuschauer voll und ganz in seinen Bann zieht. Sondern eher auf der erzählerischen und visuellen Unausgegorenheit.

Der Film spielt mit der Pulp-Ästhetik von Detektivromanen (etwa den omnipräsenten Schatten oder der Stimme aus dem Off) ebenso wie mit Horror-Elementen (etwa bei der Spurensuche in einem nächtlichen Park oder einem verwahrlosten Forschungsinstitut), sieht manchmal aus wie Sieben, manchmal wie Das Schweigen der Lämmer, manchmal wie Blue Velvet. Auch der Plot hat einige Schwächen, insbesondere kann man The Number 23 vorwerfen, dass die Pointe viel zu früh erkennbar ist und das Ende viel zu versöhnlich gerät – erst recht für einen Film, der zuvor auf recht mutige Weise Themen wie Paranoia und Schizophrenie, Trauma und Verdrängung inszeniert hat.

Auch Jim Carrey scheint hier, drei Jahre nach seiner überraschenden Paraderolle in Vergiss mein nicht und ein Jahr vor seinem Standardauftritt in Der Ja-Sager, keineswegs in Bestform und förmlich zwischen den Stühlen, auf denen „manisch-melancholisch“ und „alberner Grimassenschneider“ steht. Weder den leidlich gelangweilten Ehemann noch den obsessiven Detektivroman-Fan oder gar den innerlich zerrissenen Patienten nimmt man ihm ab.

Bestes Zitat:

„There’s no such thing as destiny. There are only different choices.“

Der Trailer zum Film.

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