Draufgeschaut: Im Bann des Jade-Skorpions


Film Im Bann des Jade-Skorpions

Im Bann des Jade-Skorpions Kritik Rezension

C.W. Briggs (Woody Allen) und Betty Ann Fitzgerald (Helen Hunt) wurden hypnotisiert.

Produktionsland USA
Jahr 2001
Spielzeit 97 Minuten
Regie Woody Allen
Hauptdarsteller Woody Allen, Helen Hunt, Dan Aykroyd, Charlize Theron, David Ogden Stiers
Bewertung

Worum geht’s?

C.W. Briggs deckt für eine Versicherung in New York heikle Fälle auf, bei denen nicht klar ist, ob seine Firma vielleicht von den Kunden geprellt wurde. Er ist beliebt bei seinen Kollegen und den Chefs und geht voll in seinem Detektiv-Job auf. Neuerdings wird ihm allerdings das Leben schwer gemacht: Die Versicherung hat mit Betty Fitzgerald eine Managerin eingestellt, die Abläufe und Zuständigkeiten in der Firma modernisieren soll. Der Gedanke, nach den Vorgaben einer Frau arbeiten zu müssen, passt C.W. überhaupt nicht. Bald bekommt die Beziehung der beiden Kollegen aber auf magische Weise eine besondere Komponente: Bei einer Firmenfeier werden sie beide hypnotisiert und in Trance dazu gebracht, sich ihre gegenseitige Liebe zu gestehen. Als sie aus der Hypnose erwacht sind, hassen sie sich zwar wieder wie zuvor, werden aber schon bald in einen besonders kniffligen Fall verwickelt: In der Stadt verschwinden bei mehreren spektakulären Einbrüchen wertvolle Juwelen aus gut gesicherten Tresoren, und das kostet die Versicherung enorme Summen. Statt die Diebstahlsserie aufklären zu können, gerät C.W. selbst unter Verdacht. Bald ahnt er, dass es einen Zusammenhang mit der Hypnose gibt, und auch seine Kollegin Fitzgerald scheint eine besondere Rolle zu spielen.

Das sagt shitesite:
Drehbuch, Regie und Hauptrolle: Nicht nur auf dem Papier ist alles in dieser Komödie auf Woody Allen zugeschnitten. Im Bann des Jade-Skorpions erweist sich als ideale Spielwiese für seine Talente. Als Schauspieler bringt er die beiden gegensätzlichen Facetten von C.W. Briggs – scharfsinniger Schnüffler und zugleich kompletter Tollpatsch – wunderbar rüber. Als Regisseur arbeitet er mit sehr detailverliebter Requisite. Am meisten glänzt er jedoch als Drehbuchautor: Die Dialoge mit sehr scharfsinnigen Pointen und vor allem ausgesuchten Gemeinheiten sind das Beste an diesem Film.

Zwar wechselt die Atmosphäre von Im Bann des Jade-Skorpions ein bisschen zu häufig zwischen gefällig und mutig, ohne dabei eine rechte Balance zu finden. Dafür gefallen der meisterhafte Einsatz von Selbstironie und die sehr kenntnisreiche Persiflage von Gauner- und Detektivklassikern. Nicht zuletzt bietet das erste Drittel des Films einen spannenden Nebenschauplatz: Die Frage, wie Männer in bestimmten Branchen damit klar kommen, wenn ihr Boss plötzlich eine Frau ist, ist heute so aktuell wie in den 1940er Jahren.

Bestes Zitat:

„Vielleicht bin ich ja ein schäbiger Mistkäfer. Aber ich bin ein ehrlicher schäbiger Mistkäfer.“

Der Trailer zum Film.

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