Durchgelesen: Burkhard Spinnen – „Der Reservetorwart“


 

Burkhard Spinnen ist ein Autor mit tausend Augen.

Autor Burkhard Spinnen
Titel Der Reservetorwart
Verlag Schöffling
Erscheinungsjahr 2004
Bewertung ***1/2

Burkhard Spinnen, selbst Jahrgang 1956, wirft hier nicht bloß einen Blick auf das Leben von Fourtysomethings. Er scheint tausend Augen zu haben. Und so sind seine angenehm kurzen Erzählungen tatsächlich gelegentlich „atemberaubende Offenbarungen“, wie der NDR befand.

Das ist gerade deshalb überraschend, weil Spinnens Sprache eine manchmal schon blöde Alltäglichkeit hat, deren Kehrseite natürlich Echtheit ist. Gerade deshalb entwirft er in wenigen Absätzen Personen und Schicksale, die lebendiger kaum sein könnten.

Wie diese Protagonisten, längst nicht mehr jung und noch lange nicht alt, auf den absonderlichsten Wegen nach etwas außergewöhnlichem, aufregendem, anderem suchen, ist hoch anregender Lesestoff. Und richtig rührend, wenn sie nicht nur aus der Tristesse, sondern aus der Einsamkeit ausbrechen wollen.

Beste Geschichten: Glatze, Der Witwer, Die Krankheit, Der Voyeur, Training, Ehebruch, Nobelpreisträger, Attentäter

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