300


Film 300

Leonidas (Gerard Butler) muss Sparta gegen Xerxes verteidigen.

Leonidas (Gerard Butler) muss Sparta gegen Xerxes verteidigen.

Produktionsland USA
Jahr 2007
Spielzeit 116 Minuten
Regie Zack Snyder
Hauptdarsteller Gerard Butler, Lena Headey, Vincent Regan, David Wenham, Michael Fassbender, Rodrigo Santoro
Bewertung

Worum geht’s?

Sparta rühmt sich seiner tüchtigen und tapferen Krieger, doch jetzt steht das Reich vor einer besonderen Bewährungsprobe: Der persisiche König Xerxes will Sparta mit einem riesigen Heer zur Unterwerfung zwingen. Spartas König Leonidas will sich dem Kampf stellen, doch das Orakel spricht sich dagegen aus und die Gesetze Spartas verbieten wegen eines hohen Feiertags einen Feldzug. Also zieht Leonidas mit nur 300 Kämpfern in die Schlacht und hofft, dass die taktische Überlegenheit und die Tapferkeit seiner Truppe reicht, um Sparta zu retten.

Das sagt shitesite:

Die Verfilmung des Comicromans von Frank Miller hat einigen ästhetischen Reiz, erweist sich ansonsten aber als dämlich. Schnell drängt sich die Frage auf, warum man 300 – jenseits der Begeisterung für Digital-Backlot-Spielereien – überhaupt machen wollte oder anschauen sollte.

Ist der Film spannend? Nein – seit ungefähr 2500 Jahren ist bekannt, wie es ausgeht. Ist 300 eine sehenswerte Wiedergabe eines wichtigen Kapitels der antiken Geschichte? Nein – schon die Comicvorlage war nicht historisch korrekt. Ist das Ganze unterhaltsam? – Nein – wenn man nicht gerade eine ungesunde Fixierung auf Blut und Waschbrettbäuche hat.

Die angedeuteten Konflikte (Aberglaube vs. Rationalität, Asien vs. Europa, Sklaven vs. freie Männer, Kleingeist vs. Heldenmut) könnten kaum oberflächlicher inszeniert werden. Das Ärgerlichste ist aber die Botschaft von 300, die dadurch umso gefährlicher wird, dass man gemeinhin ja annimmt, man könne Lehren aus der Geschichte für die Gegenwart ziehen. Der Film zelebriert vollkommen perverse Werte wie Kraft, Ehre, Treue und Härte, selbst die Ästhetik ist besoffen von einem hohlen Männlichkeitskult. Es gibt in Sparta keine Angst und keinen Schmerz und kein Aufgeben, aber das bedeutet auch: keine Widerrede gegen die geltende Ordnung, keine Individualität und erst recht keine Menschlichkeit.

Immerhin: Blickt man auf die Berge von Leichen, auf Flüsse von Blut, auf abgetrennte Köpfe und Gliedmaßen und auf skurrile Monster, die es in 300 reichlich gibt, kann man zumindest auf die Idee kommen, dass so wohl ein Film ausgesehen hätte, bei dem der auch nicht gerade zimperliche Herodot mit den Mitteln der heutigen Technik selbst Regie geführt hätte.

Bestes Zitat:

„Schenkt ihnen nichts, aber nehmt ihnen alles!“

Der Trailer zum Film:

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