Draufgeschaut: Arachnophobia


James Atherton (Julian Sands, links) und Ross Jennings (Jeff Daniels) sind tödlichen Spinnen auf der Spur.

James Atherton (Julian Sands, links) und Ross Jennings (Jeff Daniels) sind tödlichen Spinnen auf der Spur.

Film Arachnophobia
Produktionsland USA
Jahr 1990
Spielzeit 83 Minuten
Regie Frank Marshall
Hauptdarsteller Jeff Daniels, Harley Jane Kozak, John Goodman, Julian Sands
Bewertung

Worum geht’s?

Im Urwald von Venezuela ist der Forscher James Atherton auf der Suche nach bisher unbekannten Spezies. Er stößt unter anderem auf große, sehr aggressive Spinnen. Warum die Ureinwohner solche Angst vor diesen Achtbeinern haben, dass sie sich nicht in deren Nähe wagen, wird schnell klar: Der Fotograf des Teams stirbt plötzlich – und eine der gefährlichen Spinnen reist in seinem Sarg unbemerkt mit in die USA. Dort macht sie sich erst im Haus von Ross Jennings breit, der mit seiner Familie gerade aufs Land gezogen ist, um dort als Arzt zu arbeiten. Dann gibt es die ersten Todesfälle im kleinen Städtchen Canaima, und als Atherton erneut hinzugezogen wird, steht fest: Dem ganzen Land droht eine Invasion der Mörderspinnen, wenn das Nest nicht gefunden und vernichtet wird.

Das sagt shitesite:

Arachnophobia wahrt eine schöne Balance zwischen Humor und Grusel und schafft es so, weitgehend ohne Schockeffekte ein gelungener Horrorfilm zu werden. Die tödlichen Spinnen werden dabei erstaunlicherweise gar nicht allzu sehr stigmatisiert: In einer Szene erwähnt Dr. Atherton ihre Nützlichkeit für den Menschen, und als sonderlich eklig werden sie hier auch nicht inszeniert.

Der Thrill von Arachnophobia erwächst eher aus der Tatsache, dass der Bedrohung durch die Tiere, die selbst als die größten Exemplare ihrer Gattung noch so klein sind, dass man sie im Prinzip mit dem Schlag einer Zeitung töten könnte, kaum beizukommen ist. Sie kommen lautlos überall hin, sie spinnen heimtückische Netze, sie können überall lauern und dann sekundenschnell zubeißen.

Das ist eine angenehm zurückhaltende Herangehensweise, die sich auch im Umgang mit den Special Effects in Arachnophobia fortsetzt: Die Invasion der Killerspinnen sieht in jedem Moment galubwürdig aus, allerdings wurde dabei nicht in erster Linie auf Computertricks gesetzt, sondern auf echte Spinnen, die für den Einsatz im Film trainiert wurden.

Neben ein paar hübschen Gänsehautmomenten und amüsanten Randfiguren wie dem Angeber-Arzt Dr. Metcalf oder dem knallharten Kammerjäger Delbert McClintock (der seine Einsätze mit dem Schlachtruf „Rock’N’Roll!“ ankündigt) gefällt Arachnophobia auch als eine Parabel: Die Bewohner von Canaima wollen zunächst nicht an die Theorie von den tödlichen Spinnenbissen glauben und machen lieber den neuen Arzt in der Stadt, auf dem womöglich ein Fluch lastet, für die Häufung ungewöhnlicher Todesfälle verantwortlich. Dr. Jennings wiederum leidet selbst unter seiner Angst vor Spinnen, doch dann überwindet er sein Trauma, um seine Familie zu schützen. Das ist prototypisches Hollywood-Pathos – und eine nette Geschichte vom Sieg der Wissenschaft über den Aberglauben.

Bestes Zitat:

“Fangen Sie nicht an, Ihre Mitbürger auszugraben! Die haben sich ihre ewige Ruhe redlich verdient.”

Der Trailer zum Film:

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