Draufgeschaut: Coneheads


Die Coneheads versuchen, möglichst unauffällig auf der Erde zu leben.

Die Coneheads versuchen, möglichst unauffällig auf der Erde zu leben.

Film Coneheads
Produktionsland USA
Jahr 1993
Spielzeit 87 Minuten
Regie Steve Barron
Hauptdarsteller Dan Aykroyd, Jane Curtin, Michelle Burke, Michael McKean, Chris Farley, Michael McKean, David Spade
Bewertung *****

Worum geht’s?

Mit dem Ziel, die Erde zu unterwerfen, sind Beldar und Prymaat vom Planeten Remulak aufgebrochen. Doch sie legen eine Bruchlandung hin und es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als erst einmal auf der Erde zu bleiben und sich hier möglichst unauffällig zu verhalten, bis von ihrem Heimatplaneten ein Rettungsraumschiff geschickt wird, um sie wieder nach Hause zu bringen. Die Tarnung als Erdenbürger fällt den Coneheads keinesfalls leicht: Sie haben riesige Eierköpfe, enormen Hunger – und schon bald die Einwanderungsbehörde am Hals.

Das sagt shitesite:

Coneheads mag wirken wie ein alberner Kinderfilm mit lustigen Eierköpfen, ist aber in Wirklichkeit eine wunderbare Persiflage sowohl auf Science-Fiction-Fantasien als auch auf amerikanische Beschränktheit. Als die beiden Außerirdischen versuchen, sich auf der Erde zu assimilieren, wagt es kein Mensch, ihre riesigen Köpfe oder gar ihr seltsames Verhalten (sie benutzen Reinigungsmittel als Mundspray oder rauchen 20 Zigaretten zugleich) anzusprechen – das ist eine famose Überzeichnung von politischer Korrektheit und überzogener Toleranz. Zugleich entlarven die Coneheads reihenweise Floskeln und Höflichkeitsformeln als leeres Gewäsch, weil sie jeden Satz der Menschen für bare Münze nehmen. Der Übereifer, mit dem die Coneheads sich anpassen wollen, macht sie schnell zu den ultimativen amerikanischen Spießbürgern – und zeigt damit, wie engstirnig und schablonenhaft das Leben in den Vorstadtsiedlungen ist, wenn man darauf aus sein muss, keine Konventionen zu brechen.

Dazu kommt eine herrliche Verballhornung von Science-Fiction-Sprache, indem die Coneheads alles verwissenschaftlichen. Aus einem Barbecue wird so das Anbräunen von Tierkadavern, was die Menschen als „Fotografieren“ kennen, ist für Beldar und Prymaat ein klarer Fall von chemischer Ablichtungsemulsifizierung. Allein in dieser erfundenen Sprache von Coneheads steckt mehr Kreativität als manche andere Alien-Filme in einer ganzen Trilogie vorzuweisen haben.

Nicht zuletzt entwickelt Coneheads, neben reichlich Gags auf dem ganzen Spektrum von platt bis doppelbödig, einen beträchtlichen Charme. Dass die Außerirdischen sich auf der Erde schnell mit dem Menschlich-Allzumenschlichen herumplagen müssen wie Ehekrach, gegenseitigem Verfluchen bei der Geburt ihrer Tochter oder dann dem vorprogrammierten Ärger mit dem Teenager-Mädchen, verleiht dem Film eine wunderbare Wärme, die gemeinsam mit der fantasievollen Ausstattung ein tolles Ganzes ergibt. Die Coneheads würden wohl sagen: „Ein großer Hochgenuss.“

Bestes Zitat:

“Ich bin kein Kleinkegel mehr, schon gemerkt, Dad?”

Der Trailer zum Film:

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