Draufgeschaut: Das A-Team


Das A-Team wird bei einer Mission im Irak reingelegt.

Das A-Team wird bei einer Mission im Irak reingelegt.

Film Das A-Team
Produktionsland USA
Jahr 2010
Spielzeit 117 Minuten
Regie Joe Carnahan
Hauptdarsteller Liam Neeson, Bradley Cooper, Quinton Jackson, Sharlto Copley, Jessica Biel
Bewertung *1/2

Worum geht’s?

Ehemalige Anhänger von Saddam Hussein haben im Irak wertvolle Druckplatten gestohlen. Wenn sie nicht gestoppt werden, können sie bald selbst US-Dollar drucken und so ihren Terror finanzieren. Das US-Militär schickt das A-Team, eine Spezialeinheit aus unkonventionellen Airborne Rangers, um die Platten wieder zu beschaffen. Doch am Ende des gefährlichen Einsatzes geht alles schief. Die A-Team-Mitglieder werden ins Militärgefängnis gesteckt und unehrenhaft entlassen. Sie wissen, dass sie Opfer einer Verschwörung geworden sind. Mit Hilfe des Geheimdienstes bekommen sie die Chance, sich zu rehabilitieren – und die Hintermänner zur Rechenschaft zu ziehen.

Das sagt shitesite:

Mehr Sprüche, mehr Action, weniger Charme – auf diese einfache Formel könnte man die Kinoversion von Das A-Team bringen, wenn man sie mit der Fernsehserie vergleicht.

Ärgerlich sind zunächst handwerkliche Fehler: Der Ton ist schlecht, die Dialoge sind vor lauter Krawall im Hintergrund mitunter kaum zu verstehen, auch die Untertitel und Einblendungen der Orte, an denen sich das Geschehen jeweils abspielt, rauschen viel zu schnell durch.

Ganze Handlungsstränge sind von Anfang an überflüssig. Die aufwendige Einführung der Figuren in Mexiko hat nichts mit dem eigentlichen Plot zu tun, die Überwachung des A-Teams durch Captain Charisa Sosa soll offensichtlich nur dazu dienen, das hübsche Gesicht von Jessica Biel in diesen Film zu quetschen. All das macht den Film genauso unausgegoren, aufgeblasen und unübersichtlich wie die meisten Stuntszenen, die so monströs sind, dass sie teilweise ihrer eigenen Wirkung im Weg stehen, weil der Zuschauer gar keine Zeit hat, beeindruckt zu sein.

Dazu kommt die seltsame Besetzung: Liam Neeson ist viel zu wenig Elder Statesman, um einen überzeugenden Hannibal zu geben. Bradley Cooper mag einen stattlichen Oberkörper haben, aber nichts von der verschmitzten Hinterhältigkeit, die Face auszeichnet. Immerhin: Sharlto Copley (zuvor eher als Drehbuchautor in Erscheinung getreten) und Quinton Jackson (zuvor eher als Martial-Arts-Kämpfer im Einsatz) geben einen brauchbaren Murdock respektive B.A. ab, sind aber eben nur die beiden unwichtigeren Figuren im A-Team.

Dazu kommt die unangenehme Eigenschaft, dass der Kinofilm in keiner Weise zum Geist der TV-Serie passt. Das A-Team hatte dort nicht nur einen wunderbaren Sinn für Ironie, sondern kämpfte in seinen Einsätzen auch fast immer für die Rechte von hilflosen Normalos, für die Gerechtigkeit, für Unterprivilegierte. Hier sollen sie plötzlich das Vaterland retten, samt Militär und Geheimdienst – so eine Idee würde vielleicht zu James Bond passen, aber nicht zu gesetzlosen Idealisten, die sich wohl eher in der Tradition von Robin Hood sehen. Das Ergebnis ist reichlich Bombast – und man muss kein Fan der TV-Serie gewesen sein, um von dieser hanebüchenen Kino-Adaption enttäuscht zu sein.

Bestes Zitat:

“Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.”

Der Trailer zum Film:

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