Draufgeschaut: Die Besucherin


Agnes (Sylvana Krappatsch) betrügt ihren Ehemann Walter (Samuel Fintzi).

Agnes (Sylvana Krappatsch) betrügt ihren Ehemann Walter (Samuel Fintzi).

Film Die Besucherin
Produktionsland Deutschland
Jahr 2008
Spielzeit 102 Minuten
Regie Lola Randl
Hauptdarsteller Sylvana Krappatsch, André Jung, Samuel Finzi, Jule Böwe
Bewertung ***1/2

Worum geht’s?

Von ihrer Schwester bekommt Agnes den Schlüssel zu einer leerstehenden Wohnung. Die Bewohner sind für längere Zeit weg – und Agnes soll dort die Blumen gießen, den Briefkasten leeren, nach dem Rechten sehen. Zunächst übernimmt sie die Aufgabe nur unwillig. Doch schnell wird die Wohnung zu einem Zufluchtsort, wohin sich Agnes zurückzieht, wenn sie Ärger mit ihrer pubertierenden Tochter, ihrem arg häuslichen Ehemann oder dem Job als Neuro-Wissenschaftlerin hat. Als sie durch Briefe und Nachrichten auf dem Anrufbeantworter entdeckt, dass die Wohnung zudem das Geheimnis einer verhängnisvollen Affäre hütet, wird die fremde Wohnung für sie noch faszinierender. Bis plötzlich Bruno zurückkehrt, dem die Wohnung gehört – und mit Agnes eine verschrobene Beziehung aufbaut.

Das sagt shitesite:

Beinahe beiläufig wird in Die Besucherin die Geschichte von vier Menschen erzählt, die schon lange erwachsen, aber noch immer auf der Suche nach sicht selbst sind. Der Widerstreit zwischen Trieb und Egoismus sowie Pflichtgefühl und Pietät auf der anderen Seite wird in Die Besucherin gerade dadurch bedrückend, dass er niemals explizit artikuliert wird. Wie hier in den verschiedensten Beziehung mit Druck, Misstrauen und Vorwürfen gearbeitet wird und wie über all dem doch ein feiner Schleier aus Sympathie und Verbundenheit schwebt, das ist sehr gut beobachtet und noch besser gespielt.

Der Trailer zum Film:

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