Draufgeschaut: Fluch der Karibik 3


Elizabeth Swann (Keira Knightley), Captain Hector Barbossa (Geoffrey Rush) und Captain Jack Sparrow (Johnny Depp, von links) wollen sich zusammenschließen.

Elizabeth Swann (Keira Knightley), Captain Hector Barbossa (Geoffrey Rush) und Captain Jack Sparrow (Johnny Depp, von links) wollen sich zusammenschließen.

Film Pirates Of The Caribbean – Am Ende der Welt
Produktionsland USA
Jahr 2007
Spielzeit 162 Minuten
Regie Gore Verbinski
Hauptdarsteller Johnny Depp, Orlando Bloom, Tom Hollander, Geoffrey Rush, Bill Nighy, Keira Knightley, Kevin R. McNally,Stellan Skarsgård, Naomie Harris, Keith Richards
Bewertung **1/2

Worum geht’s?

Die East India Trading Company führt den Kampf gegen die Piraterie immer rigoroser. Die Piratenfürsten sehen nur einen Ausweg: Sie wollen den Hohen Rat zusammenrufen und die Meeresgöttin Calypso wieder befreien, die ihren Gegnern dann gehörig zusetzen soll. Doch dafür müssen sie erst einmal Captain Jack Sparrow und seine „Black Pearl“ vom Grund des Meeres zurückholen. Und nicht zuletzt haben auch die britischen Handelsleute ein sehr mächtiges Faustpfand: das Herz von Davy Jones.

Das sagt shitesite:

Als Fluch der Karibik – Am Ende der Welt in die Kinos kam, war es der teuerste Film aller Zeiten. Das sieht man dem Spektakel auch an: Es gibt tolle Bilder und famose Effekte. Am Beginn steht eine eindrucksvoll opulente Szene, die an ein Musical erinnert und mit ihrem Gefangenenchor zu einem eindrucksvollen Bild des Aufbegehrens gegen Unterdrückung wird. Am Ende gibt es eine halbe Stunde Action der absoluten Spitzenklasse.

Beim Kinostart 2007 galt Fluch der Karibik 3 aber auch noch als Abschluss der Reihe, und leider vergisst der Film die wichtigsten Trilogie-Regeln: Es gibt hier weder ein schlüssiges, befriedigendes Finale (weil die Macher da wahrscheinlich schon an Teil 4 dachten) noch die Möglichkeit – und das wiegt weitaus schwerer – sich erst jetzt noch in die Handlung einklinken zu können. Fluch der Karibik – Am Ende der Welt hat mehr Verstrickungen und Querverweise als ein Politthriller. Überall lauert ein Geheimnis, ein Fluch, die ewige Verdammnis. Diese Komplexität schadet dem Kinovergnügen nicht nur dann, wenn man die Vorgänger nicht kennt. Auch Kinder (immerhin beruht die Handlung auf der Thematik einer Achterbahn in Disneyland) dürften sich hier erst überfordert und dann verloren fühlen.

Immerhin hat Fluch der Karibik 3 aber endlich auch einen Gastauftritt von Keith Richards zu bieten, der den schönen Satz sagen darf: „Es geht nicht nur darum, ewig zu leben, Jacky. Der Trick ist, ewig mit sich selbst leben zu können.“ Und Gott sei Dank gibt es hier nach wie vor Captain Jack Sparrow. Er ist zwar in den ersten 32 Minuten gar nicht zu sehen, dafür gibt es dann eine ganze Schiffsbesatzung voll. Die Szene mit seiner Halluzination hat fast die Bildstärke von Dantes Inferno, und auch sein Lavieren durch die Kämpfe danach sind pures Vergnügen. Es ist nach wie vor seine Figur, die diese Reihe, und mit Einschränkungen auch diesen Film, zusammenhält: die Ambivalenz zwischen Mut und Feigheit, Treue und Verrat, Held und Hanswurst.

Bestes Zitat:

“Keine Hoffnung ist trügerisch, solange es auch nur einen Narren gibt, der dafür kämpft.”

Der Trailer zum Film:

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