Draufgeschaut: Harry Potter und der Orden des Phönix


Harry Potter (Daniel Radcliffe, Mitte) muss seine Mitschüler selbst unterrichten.

Harry Potter (Daniel Radcliffe, Mitte) muss seine Mitschüler selbst unterrichten.

Film Harry Potter und der Orden des Phönix
Produktionsland USA/Großbritannien
Jahr 2007
Spielzeit 133 Minuten
Regie David Yates
Hauptdarsteller Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, Michael Gambon, Imelda Staunton, Gary Oldman, Robbie Coltrane, Alan Rickman, Ralph Fiennes, David Thewlis, Helena Bonham Carter, Emma Thompson, Maggie Smith, Brendan Gleeson
Bewertung

Worum geht’s?

Harry Potter droht ein Verweis von der Zauberschule Hogwarts, denn er hat seine magischen Kräfte verbotenerweise außerhalb der Schule eingesetzt. Bei einer Anhörung im zuständigen Ministerium beteuert Harry, dies sei nur zur Selbstverteidigung geschehen. Denn der finstere Lord Voldemort habe offensichtlich wieder eine starke Anhängerschaft gewonnen und es darauf abgesehen, den Mächten des Bösen zum Triumph zu verhelfen und Harry zu töten. Doch das Ministerium glaubt ihm nicht, will von einer Rückkehr des gefürchteten Voldemorts nichts wissen und stellt Harry als Lügner hin. Der Verweis wird zwar zurückgezogen und er darf zum Beginn des neuen Schuljahrs wieder nach Hogwarts. Aber auch da ignorieren alle die Bedrohung. Das Ministerium schafft sogar das Training von Zaubertricks ab, erlaubt nur noch theoretischen Unterricht und hat eine neue Großinquisitorin an die Schule geschickt. Auch der Orden des Phönix, ein Geheimbund, dem auch Harrys Pate Sirius Black angehört, bleibt weitgehend passiv. Harry Potter erkennt: Wenn er sich Lord Voldemort ernsthaft entgegen stellen will, muss er eine eigene Armee aufbauen.

Das sagt shitesite:

Der fünfte Teil der Harry-Potter-Reihe hat viele der Stärken, die auch die vorangehenden Verfilmungen auszeichnete: Die tolle Ausstattung und sehr kreative Spezialeffekte machen Harry Potter und der Orden des Phönix zu einem Augenschmaus. Geheime Wege, verborgene Räume und exotische Kreaturen sind zudem das ideale Futter für die kindliche Fantasie, auf die hier abgezielt wird, auch wenn der Film letztlich zu düster und komplex ist, um wirklich als Kinderfilm taugen zu können.

Allerdings macht sich auch dieser Film, wie schon die Vorgänger, leider nicht die Mühe, den Zuschauer in die Vorgeschichte einzuweihen. Das macht Harry Potter und der Orden des Phönix für alle Novizen ungeeignet. Selbst Kenner des Stoffs dürften eine Weile brauchen, um sich wieder wirklich heimisch in Harrys Welt zu fühlen. Man kann das arrogant finden, nicht nur, weil andere mehrteilige Reihen das deutlich besser hinbekommen (von Zurück in die Zukunft bis Star Wars), sondern auch, weil dieser Effekt diesmal auch am Ende des Films eintritt. Im Prinzip könnte der Orden des Phönix auch – wie schon die drei vorangegangenen Filme – Harry Potter wartet mehr als zwei Stunden lang auf seinen entscheidenden Kampf gegen Lord Voldemort, den es dann aber doch nicht gibt heißen. Dass ein Kinofilm, auch wenn das natürlich der Buchvorlage von Joanne K. Rowling geschuldet ist, mit einem Cliffhanger endet, ist jedenfalls gewöhnungsbedürftig.

Was Harry Potter und der Orden des Phönix ausmacht, ist die Konzentration auf die Titelfigur. Seit dem Stein der Weisen hat Harry Potter nicht mehr so stark im Mittelpunkt gestanden wie hier. Er ringt mit sich, mit seiner dunklen Seite, mit Visionen und Alpträumen, die auf eine mysteriöse Verbindung zu Lord Voldemort hindeuten. Und nicht zuletzt mit seiner Isolation, als er vor der Gefahr warnt und fast alle in Hogwards ihn für einen Hochstapler halten. Darin steckt letztlich die durchaus pädagogisch wertvolle Botschaft des Films: Wenn man sich wehren und behaupten oder sich gar gegen Propaganda, Konformität und Autoritäten auflehnen will, hilft letztlich nur Eigeninitiative.

Bestes Zitat:

„Sich anzustrengen, ist wichtig. Aber es gibt etwas, das noch wichtiger ist: Ihr müsst an euch glauben.“

Der Trailer zum Film:

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