Jackass 2


Film Jackass Nummer zwei

Der kleine Johnny möchte von seinen Eltern im Kinderland abgeholt werden. Und er hat eine Python gefunden.

Der kleine Johnny möchte von seinen Eltern im Kinderland abgeholt werden. Und er hat eine Python gefunden.

Produktionsland USA
Jahr 2006
Spielzeit 95 Minuten
Regie Jeff Tremaine
Hauptdarsteller Johnny Knoxville, Bam Margera, Chris Pontius, Steve-O, Ryan Dunn, Dave England, Jason „Wee Man“ Acuña, Preston Lacy, Ehren McGhehey
Bewertung

Worum geht’s?

Die Jackass-Crew versucht gar nicht erst, eine Handlung für ihren zweiten Kinofilm vorzutäuschen, sondern vollführt einfach aneinandergereihte Stunts. Wie immer sind diverse Körperflüssigkeiten im Einsatz, Tiere werden zweckentfremdet und Geschlechtsteile haben besonders hart zu leiden.

Das sagt shitesite:

Das Einzige an Jackass 2, das halbwegs an einen gewöhnlichen Kinofilm erinnert, ist das Finale, das an Ein Käfig voller Narren angelehnt ist, eine bunte Revue und ein paar Insider-Gags bietet. Auch der pompöse Vorspann kommt zumindest nahe heran an Hoolywood-Konventionen: Da fliehen die Jackass-Jungs vor einer Herde Rinder. Einer nach dem anderen wird erwischt, bis sich als letzter schließlich Johnny Knoxville durch einen Sprung aus dem Fenster rettet.

Gerade dieser Auftakt von Jackass 2 ist hoch interessant, denn auf den Gesichtern zeigt sich in diesen paar Minuten das, worum es bei Jackass eigentlich immer geht, was aber sonst kaum im Bild ist: Angst. Auf der Flucht vor einem ausgewachsenen Bullen verliert sogar Steve-O seine Coolness und sieht einfach aus wie jemand, der die Hosen voll hat und sich nur noch irgendwie in Sicherheit bringen will.

Genau damit wird das eigentlich Grundprinzip der Show aufgehoben: Bei Jackass geht es darum, die Angst zu überwinden, und sei es bloß durch Leichtsinn, Gruppenzwang oder schiere Dummheit. Vollkommen absichtlich setzt man sich auch in Jackass 2 den irrsten, schmerzhaftesten und ekelhaftesten Situationen aus, nur um zu beweisen, dass man sie durchstehen kann. Jackass zeigt Draufgänger, die keinen Anspruch auf Heldentum haben, weil hinter ihrem Wagemut kein höheres Ziel steht als Neugier, Abenteuerlust und das Erproben der eigenen Grenzen.

Im Falle von Jackass 2 hat das kaum zu ertragende Szenen zur Folge wie die mit Steve-O, der sich einen Angelhaken durch die Wange jagt, um dann als lebender Köder für Haifisch baden zu gehen, oder der Versuch, einen Blutegel zum Zwecke des Entfernens schlechter Säfte ausgerechnet an einem Augapfel (wieder von Steve-O) anzusetzen.

Zu diesen beiden Horror-Momenten kommen viele hoch unterhaltsame Stunts und immer wieder parodistische Elemente im Stile von Sacha Baron Cohen. Als Rentner, der seinen minderjährigen Enkel seelenruhig trinken, rauchen und fluchen lässt, sorgt beispielsweise Johnny Knoxville für Empörung. Spike Jonze hat mit versteckter Kamera großartig entlarvende Auftritte als Oben-Ohne-Seniorin. All das ist nicht nur ein angenehmes Gegengewicht zu all den Penis-Witzen (kurze Auswahl: eine Schlange beißt in Jackass 2 einen Penis, der als Maus verkleidet ist; Bam Margera lässt sich ein Penis-Branding auf den Hintern verpassen; Christ Pontius trinkt Pferdesperma; Danger Ehren bekommt einen Bart, der aus den gesammelten Schamhaaren der Crew besteht). Es zeigt auch, dass in Jackass ein subversives Potenzial steckt, das über die Mutproben von Halbstarken hinausreicht.

Denn über das Wesen der Angst kann man in Jackass 2 tatsächlich eine Menge lernen. Wie leicht sie manchmal zu überwinden ist, wie verführerisch sie sein kann, wie irrational sie mitunter ist – und was sie über unsere Tabus verrät.

Bestes Zitat:

“Ich würde mir eher den Schwanz abschneiden und ihn wegwerfen bevor ich das noch einmal mache.”

Der Trailer zum Film:

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