Draufgeschaut: Kim Novak badete nie im See von Genezareth


Erik und Edmund freunden sich in den Sommerferien an.

Erik und Edmund freunden sich in den Sommerferien an.

Film Kim Novak badete nie im See von Genezareth
Produktionsland Schweden
Jahr 2005
Spielzeit 88 Minuten
Regie Martin Asphaug
Hauptdarsteller Anton Lundqvist, Jesper Adefelt, Jonas Karlsson, Helena af Sandeberg, Anders Berg
Bewertung ***

Worum geht’s?

Erik und Edmund sind Schulfreunde. Den Sommer wollen sie gemeinsam mit Eriks älterem Bruder Henry in einem Ferienhaus am See verbringen. Es wird ein malerischer Sommer, der die beiden immer enger zusammen bringt. Aber als Henry eine Affäre mit der Aushilfslehrerin Eva beginnt, für die auch die beiden Teenager schwärmen, legt sich ein dunkler Schatten über das Idyll.

Das sagt shitesite:

Kim Novak badete nie im See von Genezareth ist so etwas wie die schwedische Version von Stand By Me: eine Geschichte von erster Liebe und tiefer Freundschaft, wie sie für Erwachsene vielleicht gar nicht mehr möglich ist – und die Geschichte von einem Mord. Der Film funktioniert auch deshalb so gut, weil es ganz wenige Dialoge gibt. Wie sehr Erik und Edmund ihre Freundschaft und ihre Sommerferien genießen, das dürfen die Bilder erzählen. Auch die Effekte, die dabei immer wieder eingesetzt werden (ein Kleid, das plötzlich seine Farbe verändert; Szenen, die rückwärts laufen; ein Tagtraum, der zu Staub zerfällt) sind dabei keineswegs prätentiös, sondern entsprechen der verwirrenden und verspielten Stimmung, in der die beiden Hauptfiguren sind. Dazu passt auch, dass die Lösung des Rätsels um den mysteriösen Mord nicht ausgesprochen, sondern nur angedeutet wird. Als Krimi taugt Kim Novak badete nie im See von Genezareth deshalb kaum, dafür umso mehr als sehr poetisches Coming-Of-Age-Kino.

Der Trailer zum Film:

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