Draufgeschaut: Lara Croft: Tomb Raider


Film Lara Croft: Tomb Raider

Lara Croft (Angelina Jolie) will die Macht über die Zeit erlangen.

Lara Croft (Angelina Jolie) will die Macht über die Zeit erlangen.

Produktionsland USA, Deutschland,
UK, Japan
Jahr 2001
Spielzeit 100 Minuten
Regie Simon West
Hauptdarsteller Angelina Jolie, Jon Voight, Iain Glen, Noah Taylor, Daniel Craig
Bewertung

Worum geht’s?

Wenn man Lara Croft nach ihrem Beruf fragt, behauptet sie, Fotografin zu sein. Doch in Wirklichkeit ist sie Grabräuberin. Als sie in ihrem riesigen Haus eines Nachts vom Ticken einer Uhr geweckt wird, ist sie einem ganz besonderen Schatz auf der Spur: Quelle des Geräuschs ist eine besondere Uhr, in der das „Dreieck des Lichts“ versteckt ist. Sie erinnert sich, dass ihr Vater ihr einst von den magischen Kräften erzählt hat, die dieses Symbol mit sich bringt – allerdings nur, wenn man bei einer ganz bestimmten astronomischen Konstellation, die nur alle 5000 Jahre auftritt, die eine Hälfte des Dreiecks mit der zweiten Hälfte vereint. Da die Linearkonstellation, bei der alle Planeten eine Linie bilden, unmittelbar bevorsteht, macht sie sich auf der Suche nach der zweiten Hälfte. Doch auch der skrupellose Anwalt Manfred Powell und ihr alter Konkurrent Alex West sind hinter dem Dreieck her. Kein Wunder: Aus einem Brief ihres verstorbenen Vaters erfährt Lara das Geheimnis des Dreiecks – wer es besitzt, wird zum Herrscher über die Zeit.

Das sagt shitesite:

Dass Kinofilme wie Computerspiele wirken, kommt in Zeiten, in denen in die Special Effects ein Vielfaches der Anstrengung gesteckt wird, die zuvor für den Plot aufgewandt wurde, ja leider häufig vor. Doch selbst solche Machwerke haben im Vergleich zu Lara Croft: Tomb Raider in der Regel wenigstens eine halbwegs brauchbare Geschichte zu bieten. Hier gibt es nichts dergleichen. Ein paar Indiana-Jones-Anleihen, ein bisschen Dan-Brown-Hokuspokus und ganz viel Street-Fighter-Attitüde – kaum zu fassen, dass jemand tatsächlich bereit war, für diese absurde Mischung 115 Millionen Dollar auszugeben.

Angelina Jolie wirkt hier wie ein Sargnagel für die Idee, dass auch Frauen die Helden in Actionfilmen sein können: Ihre Blicke, ihre Sprüche und ihre Stunts sind einfach nur anstrengend aufgesetzt. Die exotischen Schauplätze verhelfen dem Film ebenso wenig zu einer stimmigen Atmosphäre oder gar einer eigenen Ästhetik wie die bombastischen Special Effects; von Anfang bis Ende bleibt Lara Croft: Tomb Raider eine hohle Materialschlacht.

Am ärgerlichsten ist, für wie dumm der Film sein Publikum hält: Der Plot ist nichts weniger als absurd, es wimmelt von Logikfehlern und pseudo-bedeutenden Anspielungen, bei denen sich keiner die Mühe macht, sie aufzulösen. Immerhin beweist Lara Croft: Tomb Raider: Um massenhaft pubertierende Gamer ins Kino zu locken, reicht es manchmal schon, wenn man nichts anderes bietet als zwei deformierte, penetrant hüpfende Brüste.

Bestes Zitat:

„Die Zukunft gehört jetzt dir, Lara.“

Der Trailer zum Film:

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