Männersache


Film Männersache

Szene aus dem Film "Männersache" mit Dieter Tappert und Mario Barth

Paul (Mario Barth, rechts) und Hotte (Dieter Tappert) verkrachen sich.

Produktionsland Deutschland
Jahr 2009
Spielzeit 95 Minuten
Regie Gernot Roll
Hauptdarsteller Mario Barth, Dieter Tappert, Michael Gwisdek, Anja Kling, Jürgen Vogel, Leander Haußmann, Florentine Lahme, Thomas Thieme
Bewertung

Worum geht’s?

Paul Schawbonski arbeitet in einer Zoohandlung, träumt aber von einer Karriere als Comedian. Seine Auftritte auf Kleinkunstbühnen sind allerdings stets Rohrkrepierer – bis er anfängt, Anekdoten über seinen besten Freund Hotte in sein Programm einzubauen. Er erzählt von Hottes peinlichen Momenten, von seinen unbrauchbaren Lebensweisheiten und vor allem vom Ärger mit seiner spießigen Freundin Susi. Plötzlich erntet er reichlich Lacher, darf in größeren Sälen auftreten und hat bald sogar einen eigenen Manager. Hotte kann sich allerdings kein bisschen darüber freuen. Er will mit Paul, nach zwanzig Jahren unverbrüchlicher Treue, nichts mehr zu tun haben. Paul muss sich entscheiden, ob ihm die Glitzerwelt wichtiger ist als diese einmalige Freundschaft.

Das sagt shitesite:

Gleich zu Beginn, als das allseits bekannte Intro von Constantin Film über die Leinwand flimmert, gibt es den ersten Gag: Das Intro gerät ins Stocken, Mario Barth und Dieter Tappert diagnostizieren einen Kurzschluss, den sie umgehend beheben, und dann kann der Vorspann von Männersache ungestört weiterlaufen.

Das Problem am ersten Kinofilm von Mario Barth lautet: In den 95 Minuten danach kommt kein einziger weiterer Gag mehr. Es gibt zwar sicher Stellen, die im Drehbuch (aus der Feder der beiden Hauptdarsteller) als Pointen markiert sind. Aber keine davon zündet. Es gibt kein Timing, keinen Charme, nicht einmal die Art von leutseliger Frechheit, die Mario Barth so gerne als sein Markenzeichen betrachtet. Nichts, aber auch gar nichts an dieser angeblichen Komödie ist unterhaltsam.

Was Leute wie Michael Gwisdek und Jürgen Vogel (neben einer sicherlich nicht ganz unerheblichen Gage) bewegt hat, sich dafür herzugeben, ist schleierhaft. Das Berlinern wirkt selbst bei Mario Barth (und erst recht bei den anderen Darstellern) gekünstelt, die Handlung ist hanebüchen, das Ausmaß an Selbstgefälligkeit kaum zu ertragen, so etwas wie Anspruch sollte man erst gar nicht suchen. Damit ist keineswegs die Abneigung des Feuilletons gegen den Massengeschmack gemeint. Natürlich darf es Humor ohne Abitur geben. Aber dieser Film hat nicht nur kein Niveau, er hat auch keinen Humor.

Hat man diese Kalauerparade endlich überstanden, möchte man unbedingt zwei Warnungen aussprechen. 1.) Liebe Frauen: Männersache zeigt nicht, wie Männer wirklich sind, wenn sie unter sich sind. Ehrenwort: Sie sind bei weitem nicht so debil, oberflächlich und schmierig wie Mario Barth sie hier zeichnet. 2.) Liebe Menschheit, bitte schau nicht diesen Film.

Bestes Zitat:

„Sieh‘ es als Investition. Das Geld ist nicht weg – das hat jetzt nur ein anderer.“

Der Trailer zum Film.

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