Draufgeschaut: Oblivion


Film Oblivion

Filmkritik Oblivion Rezension

Jack Harper (Tom Cruise) hat Sehnsucht nach der Erde.

Produktionsland USA
Jahr 2013
Spielzeit 125 Minuten
Regie Joseph Kosinski
Hauptdarsteller Tom Cruise, Andrea Riseborough, Morgan Freeman, Olga Kurylenko
Bewertung

Worum geht’s?

Jack Harper und Vika Olsen sind die einzigen Bewohner einer Weltraum-Plattform im Jahr 2077. Große Teile der Erde sind zerstört, seit sich die Menschheit in einem Krieg gegen Außerirdische durchsetzen musste und nur durch den Einsatz von Atombomben den Sieg erringen konnte. Die verbliebenen Menschen leben in der riesigen Raumstation TED auf dem Saturnmond Titan, auf die auch Jack und Vika bald umziehen dürfen, wenn sie bis dahin ihre Aufgabe gut erledigen: Sie sollen die Energieversorgung von TED sicherstellen und dazu die Kraftwerke beschützen, die mit Meerwassser auf der Erde betrieben und zusätzlich von bewaffneten Drohnen geschützt werden. Denn ein paar der außerirdischen Invasoren sind noch auf der Erde geblieben und führen nun einen Guerilla-Krieg gegen die Menschen. Als Jack bei einem Einsatz von ihnen beinahe gefangengenommen wird, entstehen bei ihm allerdings Zweifel an seiner Mission. Zudem schleichen sich Fetzen von Erinnerungen in seinen Kopf, die mit seinem früheren Leben auf der Erde zu tun haben, sodass er sich schließlich fragt, ob ein Leben mit Vika auf TED wirklich das ist, was er sich erhofft.

Das sagt shitesite:

Ästhetisch ist Oblivion äußerst gelungen: eine postapokalyptische Landschaft wie aus dem Bilderbuch (Regisseur Joseph Kosinski hat früher Werbespots gedreht), Raumschiffe wie aus dem Apple-Designstudio und ein spektakulärer Sound, bei dem erstmals eine neue Surround-Technik eingesetzt wurde.

Emotional will dieses Science-Fiction-Spektakel aber einfach nicht zünden. Während man sich noch fragt, ob das vielleicht an Tom Cruise liegt (Bei jedem seiner Filme sollte man streng prüfen: Würde ich das sympathischer finden, wenn Matt Damon oder Ewan McGregor die Hauptrolle spielen würden?), wird klar: Oblivion hat erstens nur Abziehbilder von Charakteren zu bieten und verheddert sich zweitens in seiner eigenen Handlung.

Viele zentrale Fragen werden am Ende nicht aufgeklärt, die Motivation von Jack bleibt schleierhaft, die von Vika völlig rätselhaft und die von Maria bloß ein einziges Klischee. Dafür gibt es Pseudo-Philosophie (Merke: Der Superbowl ist wichtig! Antike Literatur aber auch! Und eine Hütte am Strand!) und vor allem sehr viele Anspielungen auf Science-Fiction- und Post-Apokalypse-Klassiker wie Total Recall, Mad Max, die Matrix-Trilogie oder 2001 – Odyssee im Weltram. Einen eigenen Wert, der diesen Vorbildern auch nur annähernd ebenbürtig wäre, findet Oblivion manchmal in seinem Look, auf inhaltlicher Ebene aber zu keinem Zeitpunkt.

Bestes Zitat:

„Wenn wir eine Seele haben, besteht sie aus der Liebe, die wir teilen.“

Der Trailer zum Film.

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