Draufgeschaut: Prozac Nation


Elizabeth (Christina Ricci) leidet an einer Schreibblockade.

Elizabeth (Christina Ricci) leidet an einer Schreibblockade.

Film Prozac Nation
Produktionsland USA
Jahr 2001
Spielzeit 99 Minuten
Regie Erik Skjoldbjaerg
Hauptdarsteller Christina Ricci, Jason Biggs, Anne Heche, Michelle Williams, Jonathan Rhys-Meyers, Jessica Lange, Lou Reed
Bewertung ***

Worum geht’s?

Elisabeth ist kurz davor, ihr Journalistik-Studium in Harvard zu beginnen. Ihre Mutter ist mächtig stolz auf die Tochter, und zunächst scheint auch alles großartig zu laufen: Elisabeth findet schnell Freunde, gewinnt einen Preis für eine Konzert-Rezension und soll für den Rolling Stone arbeiten. Doch dann wird sie immer mehr von Zweifeln geplagt. Schließlich kann sie gar nicht mehr schreiben – und sucht einen Ausweg, um die Geister der Vergangenheit zu besiegen.

Das sagt shitesite:

Als Psychogramm hätte Prozac Nation, das auf einer wahren Geschichte beruht, sicher besser funktioniert denn als Anklage gegen eine ganze Gesellschaft. Wie eine junge Studentin hier zerbricht angesichts des Drucks, den ihre eigenen Träume und die Erwartungen ihres Umfelds ihr aufbürden, wird schonungslos seziert. Eine Mutter, die nicht damit klar kommt, dass ihre Tochter erwachsen wird. Ein Vater, der sich aus der Verantwortung stiehlt und trotzdem der angehimmelte Daddy bleiben will. Eine Elite-Uni, an der es Mitte der 1980er Jahre nur um Drogen und Sex geht – all das ist gut geeignet, um den Protagonisten den Spiegel vorzuhalten. Niemand hat in Prozac Nation den Mut oder die Mittel, dem eigenen Versagen ins Gesicht zu blicken. All das ist leider aber auch ein bisschen zu prototypisch, um zu bewegen statt nur zu deprimieren.

Der Trailer zum Film:

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