Draufgeschaut: Ratatouille


Mit der Hilfe der Ratte Rémy wird Linguini zum Meisterkoch.

Mit der Hilfe der Ratte Rémy wird Linguini zum Meisterkoch.

Film Ratatouille
Produktionsland USA
Jahr 2007
Spielzeit 111 Minuten
Regie Brad Bird, Jan Pinkava
Sprecher Axel Malzacher, Donald Arthur, Stefan Günther, Harald Dietl, Gudo Hoegel, Elisabeth von Koch, Tim Mälzer
Bewertung

Worum geht’s?

Mit seiner Bewunderung für den Meisterkoch Auguste Gusteau steht Rémy in seiner Familie ziemlich alleine da: Die anderen Ratten wollen sich einfach bloß den Bauch vollschlagen – egal, wie es schmeckt. Als Rémy von seiner Familie getrennt wird und mit viel Glück eine Odyssee durch die Kanalisation überlebt, landet er ausgerechnet in Paris unter dem Feinschmecker-Restaurant von Gusteau. Zuerst stellt er fest, dass sein großer Held längst verstorben ist. Dann macht er sich dort heimlich in der Küche an den Gerichten zu schaffen, und nachdem er Hand angelegt hat, schmeckt es den Gästen ganz ausgezeichnet. Als der Tellerwäscher Linguini der kleinen Ratte auf die Schliche kommt, schmieden die beiden einen Pakt: Linguini versteckt Rémy und sorgt dafür, dass er in der Küche des Sterne-Restaurants seine kulinarischen Gelüste ausleben kann. Rémy zaubert derweil einen Leckerbissen nach dem nächsten, weshalb der ehemalige Tellerwäscher, den alle hinter diesen Kreationen vermuten, zum Chefkoch aufsteigt. Aber kann dieser Schwindel gut gehen? Der bisherige Küchenchef Skinner und der Restaurantkritiker Anton Ego trauen dem Braten jedenfalls nicht.

Das sagt shitesite:

Die Flucht aus dem bisherigen Zuhause, der Crash-Kurs, in dem Linguini von Rémy, der unter seiner Kochmütze sitzt, ferngesteuert wird, oder die Verfolgungsjagd durch Paris, um ein wichtiges Dokument in die Hände zu bekommen – all das sind atemberaubend tolle Szenen, die Maßstäbe in puncto Animationskunst setzen. Auch jenseits davon besticht die Optik von Ratatouille, vor allem durch eine große Liebe fürs Detail. Dass hier tatsächlich eine Ratte in der Küche eines Sternerestaurants den Kochlöffel schwingt, das ist so perfekt umgesetzt, dass man es schon bald kein bisschen unrealistisch findet.

Dazu kommt eine Geschichte, die im Zentrum die Frage behandelt, ob unsere Herkunft uns Grenzen setzt oder Flügel verleiht, inklusiver einiger Dialoge, die in ihrem Anspruch, ein Thema wirklich tiefgründig zu erfassen, mitunter shakespear’sche Dimensionen haben. Loyalitätskonflikte, Verrat, Liebe – all das gibt es in Ratatouille, garniert mit einer Liebeserklärung an das gute Essen. Ein Leckerbissen, nicht nur für Kinder.

Bestes Zitat:

„Ich hasse falsche Bescheidenheit. Das ist nur eine andere Art zu lügen.“

Der Trailer zum Film:

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