Draufgeschaut: Sin City


John Hartigan (Bruce Willis) hat Nancy Callahan (Jessica Alba) das Leben gerettet.

John Hartigan (Bruce Willis) hat Nancy Callahan (Jessica Alba) das Leben gerettet.

Film Sin City (Recut)
Produktionsland USA
Jahr 2005
Spielzeit 119 Minuten
Regie Robert Rodriguez, Frank Miller, Quentin Tarantino
Hauptdarsteller Bruce Willis, Clive Owen, Elijah Wood, Mickey Rourke, Benicio del Toro, Jaime King, Rutger Hauer, Rosario Dawson, Alexis Bledel, Devon Aoki, Patricia Vonne, Brittany Murphy, Jessica Alba
Bewertung ****1/2

Worum geht’s?

An seinem letzten Arbeitstag als Police Officer will John Hartigan die 11-jährige Nancy aus den Fängen eines Kinderschänders retten. Es gelingt ihm, doch dann fällt ihm plötzlich sein Partner in den Rücken und stellt Hartigan als den Täter dar. Denn der echte Kinderschänder ist der Sohn des Senators, und der setzt alles in Bewegung, um sich an Hartigan zu rächen und zum Schweigen zu bringen. So kommt der Polizist in Haft. Nancy, die als einzige zu ihm steht, weil sie die Wahrheit kennt, schreibt ihm regelmäßig Briefe ins Gefängnis. Als die plötzlich ausbleiben, ahnt Hartigan, dass das Mädchen erneut in Gefahr ist. Er macht sich auf die Suche nach ihr, und tritt damit eine Lawine von Verbrechen und Rachefeldzügen in Sin City los.

Das sagt shitesite:

Viel besser hätte man die Härte und Kompromisslosigkeit der Comics von Frank Miller nicht verfilmen können. Sin City ist ästhetisch ein Meisterwerk, das nicht nur die Schwarz-Weiß-Bildsprache, sondern auch die Endzeit-Atmosphäre der Vorlage kongenial auf die Leinwand bringt.

Die einzelnen Episoden werden in diesem Recut hintereinander dargestellt, trotzdem sind jeweils bereits Andeutungen auf die anderen Handlungsstränge integriert und vor allem entsteht auch bei dieser Erzählweise ein rundes Bild von Sin City. Es gibt hier keine Skrupel, keine Werte und keine Loyalität. Alle Institutionen, die so etwas wie Moral verkörpern könnten, sind in Sin City ebenfalls knietief im Morast aus Korruption, Gewalt und Perversion versunken, von der Polizei über die Kirche bis hin zur Justiz.

John Hardigan, Marv oder Dwight McCarthy sind Helden, für die es kein Morgen gibt. Dem Tod wird ins Gesicht gelacht oder noch besser gleich in die Fresse geschlagen. Das Ganze ist ultrabrutal, wird aber durch ein bisschen Humor und ganz viel Überzeichnung erträglich. Und vor allem durch die großartigen Stimmen aus dem Off, die halb Film Noir und halb Groschenroman zu sein scheinen, und Sin City zugleich erden und einen philosophischen Überbau geben.

Bestes Zitat:

“Die Hölle ist, jeden verdammten Morgen aufzuwachen, und nicht zu wissen, warum man existiert.”

Der Trailer zum Film:

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