Draufgeschaut: Snatch


Mickey (Brad Pitt) soll Turkish (Jason Statham, links) und Tommy (Stephen Graham) aus der Klemme helfen.

Mickey (Brad Pitt) soll Turkish (Jason Statham, links) und Tommy (Stephen Graham) aus der Klemme helfen.

Film Snatch
Produktionsland Großbritannien
Jahr 2000
Spielzeit 99 Minuten
Regie Guy Ritchie
Hauptdarsteller Brad Pitt, Rade Šerbedžija, Jason Statham, Stephen Graham, Benicio del Toro, Dennis Farina, Mike Reid, Vinnie Jones
Bewertung

Worum geht’s?

Von langer Hand geplant und perfekt ausgeführt: Ein Diamantenraub in Antwerpen ist eindeutig das Werk von Profis. Als einer der Täter auf dem Rückweg nach New York, wo er die Beute abliefern soll, in London Station macht, bekommt die dortige Unterwelt Wind davon. Der Bote soll in eine Falle gelockt und dann seinerseits bestohlen werden. Schon bald steckt ein ganzes Dutzend Gangster mitten in dieser Geschichte. Turkish, der illegale Boxkämpfe organisiert, muss dringend Ersatz für einen Kämpfer finden, der unerwartet K.o. gegangen ist, und zudem hat er Schulden wegen eines Wohnwagen-Kaufs, bei dem er übers Ohr gehauen wurde. Brick Top, der seine Widersacher am liebsten an Schweine verfüttert, hat viel Geld auf den geplanten Kampf gesetzt und macht mächtig Druck, damit er auch über die Bühne geht. Boris, ein Ex-KGB-Agent und Londoner Botschafter der Russenmafia, versorgt die Gangster mit Waffen und bekommt dabei selbst Lust auf den riesigen Diamanten. Bald kreuzen sich ihre Wege – und keiner scheint so richtig zu wissen, worauf er sich da eingelassen hat.

Das sagt shitesite:

Quentin Tarantino plus Lad-Kultur plus pechschwarzer britischer Humor – mit dieser Formel könnte man Snatch auf den Punkt bringen. Der Guy-Ritchie-Film (übrigens mit Oasis und, ähm, Madonna im Soundtrack) ist ebenso brutal wie schrullig, ebenso rasant wie witzig.

Das Arsenal an schrägen Protagnonisten ist hier fast schon die halbe Miete. Turkish, der nach einer Airline benannt ist, Boris, der seinen mörderischen Manchenschaften beinahe tödlich gelangweilt nachzugehen scheint, und der nuschelnde Zigeuner Mickey sind dabei die Fixsterne. Noch beeindruckender ist, wie gekonnt die Handlungsstränge verwoben sind, sodass Snatch immer wieder neue Überraschungen zu bieten hat.

Das Beste ist aber die Coolness dieses Films, deren Machismo, Ästhetik und Sprüche im Gegensatz zu beispielsweise Pulp Fiction aber kaum Glamour kennen, sondern eher Bodenständigkeit. „Hau übers Ohr, wen immer du kannst – aber leg dich nicht mit den falschen an“ – diese Message wurde selten unterhaltsamer vermittelt als in Snatch.

Bestes Zitat:

“Also dann bist du der Pimmel hier, häh? Und diese beiden Figuren sind deine Eier?”

Der Trailer zum Film:

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