The Counselor


Film The Counselor

The Counselor Film Kritik Rezension

Reiner (Javier Bardem) schlägt dem Counselor (Michael Fassbender, links) ein Geschäft vor.

Produktionsland USA
Jahr 2013
Spielzeit 117 Minuten
Regie Ridley Scott
Hauptdarsteller Michael Fassbender, Penélope Cruz, Cameron Diaz, Javier Bardem, Brad Pitt, Goran Višnjic
Bewertung

Worum geht’s?

Es ist nicht so sehr die Gier, die den Counselor zu einem riskanten Geschäft treibt. Eher hat er Geldsorgen auf hohem Niveau, außerdem will er Laura, der er gerade einen Heiratsantrag gemacht hat, einen ansprechenden Lebensstandard garantieren. Da können 20 Millionen Dollar Reingewinn schon ein wenig verlockend werden. Doch der vermeintlich lukrative Deal mit der mexikanischen Drogenmafia, den einer seiner Mandanten eingefädelt hat, bringt ihn schnell in die Bredouille. Zuerst muss der Counselor dabei nur um seinen tadellosen Ruf fürchten, dann um sein Geld – und schließlich um alles, was er hat.

Das sagt shitesite:

Man weiß nicht so recht, wer genau bei The Counselor versagt hat. Das Drehbuch stammt vom gefeierten Schriftsteller Cormac McCarthy (No Country For Old Men), die Regie hat der noch angesehenere Ridley Scott übernommen, im Ensemble tummeln sich einige der besten Schauspieler der Gegenwart. Sie alle legen für sich genommen eine mindestens ordentliche Performance hin. Trotzdem will dieser Film nicht richtig gelingen – weil die Balance zwischen Plot, Inszenierung und Charakteren nicht stimmt.

Die schönen Bilder aus der Welt der Reichen und Schönen, die nicht so recht zu einem düsteren, in einigen Szenen sogar äußerst brutalen Thriller zu passen scheinen, sind da noch das geringste Problem. Auch dass schnell klar ist, dass The Counselor kein gutes Ende nehmen wird, fällt nicht so sehr ins Gewicht – über das Wie dieser Geschichte hätte man diesen Aspekt locker in den Hintergrund drängen können. Viel eher missfällt das Zusammenspiel von Spannungs- und Action-Elementen auf der einen Seite und dem Ringen der Figuren um ihre Identität mittels philosophischer Dialogen auf der anderen. Ersteres steht einem konsequent tiefgründigen Film im Wege, Letzteres verhindert, dass The Counseler in einem mitreißenden Sinne spannend wird.

Potenzial für beide Extreme wäre da gewesen: Der Film ist geprägt von einer beängstigenden Unerbittlichkeit, die hier nicht nur die Gangster an den Tag legen, sondern jeder, der an diesem Geschäft beteiligt ist und meint, ein ganz besonderes Anrecht auf sein persönliches Stück vom Glück zu haben. Und er hat in der namenlosen Titelfigur einen von Michael Fassbender wunderbar verkörperten Fixpunkt, der so etwas wie den Rest von Seriosität und Moral in einer völlig verkommenen Welt darstellt. Welches dieser Extreme der Film dabei lieber glorifizieren möchte, bleibt allerdings ärgerlich unklar.

Bestes Zitat:

„Leben ist, mit dir im Bett zu sein. Alles andere ist nur warten.“

Der Trailer zum Film.

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