Draufgeschaut: True Romance


Clarence (Christian Slater) und Alabama (Patricia Arquette) wollen einen Koffer voller Drogen loswerden.

Clarence (Christian Slater) und Alabama (Patricia Arquette) wollen einen Koffer voller Drogen loswerden.

Film True Romance
Produktionsland USA
Jahr 1993
Spielzeit 115 Minuten
Regie Tony Scott
Hauptdarsteller Christian Slater, Patricia Arquette, Dennis Hopper, Val Kilmer, Gary Oldman, Brad Pitt, Christopher Walken, Samuel L. Jackson, Saul Rubinek
Bewertung ****1/2

Worum geht’s?

Clarence arbeitet in einem Comicladen, schwärmt für Elvis und lernt an seinem Geburtstag seine große Liebe kennen, als er im Kino Kung-Fu-Filme anschaut: Alabama ist blond und bezaubernd und ebenfalls sofort hin und weg, als sie Lawrence trifft. Doch die Begegnung im Kino war für sie eigentlich nur ein Job: Sie arbeitet als Callgirl, und der Boss von Clarence hatte sie als Überraschung für seinen Mitarbeiter gebucht. Clarence macht diese Nachricht zunächst nichts aus, doch dann wird er doch eifersüchtig und vor allem sauer auf Alabamas brutalen Zuhälter. Er macht sich auf, um ihn zu töten – und gelangt so aus Versehen an einen Koffer voller Kokain. Für ihn ist das die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Doch die Beute bringt das Paar auch ins Visier knallharter Gangster.

Das sagt shitesite:

„Es wird schon alles gut für uns. Wir haben es verdient.“ Dieser Satz von Clarence zeigt die eine Hälfte des Reizes von True Romance: Der Film von Tony Scott (Top Gun, Staatsfeind Nr. 1) nach einem Drehbuch von Quentin Tarantino erzählt die Geschichte einer Liebe, die so bedingungslos und doch so alltäglich ist, dass sie sofort fesselt.

Die andere Hälfte ist die Feier der Trash-Kultur. Die Killer sind nicht nur eiskalt, sondern antarktisch, die Gewalt kennt kein Erbarmen und True Romance wimmelt zudem vor popkulturellen Anspielungen (wie dem Elvis-Traumbild, das Clarence immer wieder als Berater und Orakel begegnet). Wenn die Figuren essen, dann gibt es Junk-Food, wenn sie fernsehen, dann gibt es Trash-TV und wenn sie einen Drogendeal besprechen wollen, dann verabreden sie sich in der Achterbahn. Trotz dieser erbarmungslosen Gewalt und des allgegenwärtigen Zynismus ist hier Raum für Humor, der bis in die Besetzung hinein reicht (famos: Brad Pitt als dauerbenebelter Kiffer, Gary Oldman als knallharter Zuhälter mit Dreadlocks). Das Prinzip Pulp Fiction gilt definitiv auch hier, und True Romance ist in unfassbarer Konsequenz davon durchtränkt – und das sogar schon ein Jahr vor Pulp Fiction.

Bestes Zitat:

“In Jailhouse Rock he was everything rockabilly’s about. I mean, he is rockabilly. Mean, surly, nasty, rude. In that movie he couldn’t give a fuck about nothing except rockin‘ and rollin‘, living fast, dying young and leaving a good-looking corpse.”

Der Trailer zum Film:

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