Draufgeschaut: Verrückt nach dir


Erin (Drew Barrymore) und Garrett (Justin Long) verzweifeln an ihrer Fernbeziehung.

Erin (Drew Barrymore) und Garrett (Justin Long) verzweifeln an ihrer Fernbeziehung.

Film Verrückt nach dir
Originaltitel Going The Distance
Produktionsland USA
Jahr 2010
Spielzeit 102 Minuten
Regie Nanette Burstein
Hauptdarsteller Drew Barrymore, Justin Long, Charlie Day, Jason Sudeikis, Christina Applegate
Bewertung

Worum geht’s?

Erin und Garrett lernen sich in einer Bar kennen, flirten, knutschen und beschließen: Daraus soll keine große Sache werden. Garrett wurde gerade von seiner Freundin verlassen und hält sich nun für beziehungsunfähig, Erin ist nur noch für sechs Wochen in New York, dann endet ihr Praktikum und sie muss zurück an die Westküste zum Studieren. Am Ende eines unbeschwerten Sommers mit viel Spaß, viel Sex und wenig Verbindlichkeit merken beide: Sie sind ineinander verliebt. Also versuchen sie sich an einer Fernbeziehung. Doch Sehnsucht und Eifersucht sind auf Dauer schwer zu ertragen – und noch schwerer wird es, als Erin einen Job in San Francisco angeboten bekommt, der sie endgültig dort binden würde.

Das sagt shitesite:

Man kann Verrückt nach dir nicht unterstellen, dass es eine lieblose RomCom ist. Der Film will optisch betont originell sein und er erlaubt sich gelegentlich povokante Dialoge (und ebenfalls ein paar sehr prollige und sprücheklopfende Mitbewohner), die in ihrer politischen Unkorrektheit an Wie beim ersten Mal erinnern. Dazu kommt ein sehr amüsanter Auftritt von Christina Applegate als Erins große Schwester, die ihr Dasein als frustrierte Terror-Hausfrau fristet. Und nicht zuletzt die überraschende Idee, trotz der halbwegs glamourösen Jobs von Garrett und Erin (er arbeitet bei einer Plattenfirma und wir dann später Manager von The Boxer Rebellion, sie will Journalistin werden) diese Geschichte mitten im Leben ganz normaler Leute anzusiedeln.

Trotzdem funktioniert Verrückt nach dir nicht. Das liegt vor allem daran, dass es zwischen den Hauptdarstellern Drew Barrymore und Justin Long keinerlei Chemie gibt (was umso schockierender ist, wenn man bedenkt, dass die beiden auch mal im echten Leben ein Paar waren). Ein weiteres Problem: Neben platten Pointen über Telefonsex, Hitler oder Pannen im Solarium sollen hier auch ernste Themen wie die Vereinbarkeit von Karriere und Beziehung, der nicht ganz unbedeutende Unterschied zwischen romantischer Verliebtheit und der intensiven Arbeit am dauerhaften Miteinander oder die prekären Beschäftigungsverhältnisse in den sogenannten kreativen Berufen angesprochen werden. Das sorgt leider nicht für den womöglich angestrebten Tiefgang, sondern nur dafür, dass der Film ausfasert.

Bestes Zitat:

„Ich habe es so satt, dich vermissen zu müssen.“

Der Trailer zum Film:

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