James Woodall – „John Lennon und Yoko Ono“ 4


Autor James Woodall

„John Lennon und Yoko Ono“: die totale Symbiose.

Titel John Lennon und Yoko Ono
Verlag RoRoRo
Erscheinungsjahr 1997
Bewertung

Als die Beatles ihre erste Single herausbrachten, war James Woodall gerade drei Jahre alt. Deshalb ist er so gut geeignet, ein Buch über dieses Paar zu schreiben: Er ist ein Beatles-Fan, aber ein Nachgeborener. Er liebt die Musik, aber er ist zu jung, um die Fab Four zu ideologisieren. Darum unternimmt er hier erst gar nicht den Versuch, Yoko Ono die Schuld am Auseinandergehen von John, Paul, George und Ringo zu geben.

Woodall betrachtet Lennon wohlwollend, Ono zumindest fasziniert. Er zeigt dabei auch Ungereimheiten und dunkle Seiten auf. Wo die Recherche zu Widersprüchen führt, spinnt er keine Legende, sondern macht deutlich, dass die Fakten nicht ganz klar sind. So gelingt es ihm, ein eindrucksvolles Bild dieser Persönlichkeiten, die die Welt verändert haben, zu zeichnen. Ihre Kunst, ihr Weltbild und ihre Manipulation der Medien werden gekonnt und detailliert vor Augen geführt. Dazu gibt es eine sehr hilfreiche Chronologie und einen kompetenten Überblick über die einschlägige Literatur.

Nur eines gelingt leider nicht: Die seltsame Beziehung dieses Paares zwischen totaler Symbiose und Lost Weekend zu erklären. Dazu hätte Woodall wohl mit Lennon und Ono sprechen müssen. Doch die eine wollte nicht. Und der andere kann nicht mehr.


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