Durchgelesen (schon wieder): Benjamin von Stuckrad-Barre – „Soloalbum“ 1


„Soloalbum“ ist eine Hölle von einem Debüt.

Autor Benjamin von Stuckrad-Barre
Titel Soloalbum
Verlag KiWi
Erscheinungsjahr 1998
Bewertung *****

Es ist vielleicht wie bei Bands: Das erste Album bleibt irgendwie immer das beste, weil es den Entdeckungs- und Überraschungsfaktor hat. Benjamin von Stuckrad-Barre haut hier jedenfalls ein Höllen-Debüt raus.

Erst durch dieses Buch habe ich überhaupt wieder angefangen zu lesen. Hin und wieder mal krame ich es nochmal hervor und kann mich jedesmal neu daran erfreuen. Was dann auffällt: Zynismus, Wut und Arroganz sind in der Rezeption vollkommen überbewertet worden. Denn erstens richten sie sich meist gegen die Medien (und sind dann fast immer angebracht), zweitens stehen Zynismus, Wut und Arroganz der Jugend zu.

Was man oft vergisst, ist, wie viel Wahrheit über Jugend und natürlich vor allem über Liebeskummer in diesem Buch steckt, wie angreifbar und verletzlich der Erzähler dadurch auch ist. Deshalb ein Klassiker.

Beste Stelle: „Sie war es, das war es.“


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