Evolution


Film Evolution

Evolution Filmkritik Review

Ira Kane (David Duchovny, rechts) und Harry Block (Orlando Jones) untersuchen einen Meteoriten.

Produktionsland USA
Jahr 2001
Spielzeit 97 Minuten
Regie Ivan Reitman
Hauptdarsteller David Duchovny, Julianne Moore, Orlando Jones, Seann William Scott, Dan Aykroyd
Bewertung

Worum geht’s?

In der Wüste von Arizona schlägt ein Meteorit ein. Der Biologe Dr. Ira Kane und der Geologe Prof. Harry Block von der benachbarten Universität schauen sich das Objekt aus dem All an und nehmen einige Proben. Als sie darin Mikroorganismen entdecken, ahnen sie, dass sie damit einen Nobelpreis-verdächtigen wissenschaftlichen Coup landen könnten, schließlich haben sie außerirdisches Leben entdeckt. Erst recht gilt das, als sie erkennen, wie schnell sich die zuerst als Einzeller identifizierten Organismen weiterentwickeln: Als sie tags darauf wieder zur Stelle des Meteoriteneinschlags kommen, finden sie dort bereits höhere Lebensformen vor. Rund um den Meteoriten scheint sich innerhalb weniger Stunden eine Entwicklung abzuspielen, die auf unserem Planeten mehrere Erdzeitalter gebraucht hat. Allerdings ist mittlerweile auch das Militär auf den Fundort aufmerksam geworden, sperrt alles ab und reißt die weiteren Untersuchungen an sich. Kane und Block sind nicht nur in ihrer Eitelkeit gekränkt, sondern wollen auch deshalb weiter forschen, weil die rasante Entwicklung des außerirdischen Lebens mehr und mehr als Bedrohung erscheint und die Armee nicht in der Lage ist, die Situation unter Kontrolle zu halten. Bald tauchen die immer klüger, stärker und gefährlicher werdenden Aliens nicht nur im abgeriegelten Krater, sondern im beschaulichen Städtchen Glen Canyon auf – und es ist klar, dass sie die Welt erobern und die Menschen ausrotten werden, wenn Kane und Block keine Möglichkeit finden, sie zu stoppen.

Das sagt shitesite:

In der ersten Szene von Evolution sieht man Seann William Scott (bekannt als einer der besonders debilen Typen aus der an debilen Typen nicht gerade armen American Pie-Reihe) mit einer Gummipuppe unter dem Arm. Das ist ein wichtiges Indiz für diesen Film, denn in der Tat bringt dieser Schauspieler ein Element von Zoten, Stumpfsinn und Pennäler-Humor in diesen Film, das man hier immer wieder findet. Scotts Figur bekommt wenig später einen Feuerwehrschlauch in die Weichteile, in einer anderen Szene erfreut er sich mit geiferndem Blick an einer jungen Frau, die in einem Café beinahe einen Striptease hinlegt. Die beiden Hauptfiguren Dr. Ira Kane und Prof. Harry Block liefern sich immer wieder Dialoge voller Anzüglichkeiten, Letzterer darf/muss sogar sein Rektum in den Mittelpunkt einer zentralen Stelle des Films stellen. In einer anderen Sequenz reagieren die Studierenden der Hochschule, an der die beiden Wissenschaftler tätig sind, auf den drohenden Weltuntergang mit einer ausgelassenen Party, ein Mädchen hebt dabei ein Schild in die Höhe mit den Hinweis, dass sie nicht als Jungfrau sterben will. Auch diese Idee passt besser zu Teenie-Klamauk à la Road Trip oder Ey Mann, wo is‘ mein Auto als zu einem üblichen Science-Fiction- oder Action-Film.

Dieser Genre-Mix geht nicht vollends auf. Man merkt in einigen Momenten, dass Evolution ursprünglich als reiner Action- bzw. Weltuntergangsfilm gedacht war, bevor auf Anregung von Regisseur Ivan Reitman die komödiantischen Elemente hinzukamen. Man ahnt auch, dass Reitman hier der Leichtigkeit und Coolness seines eigenen Klassikers Ghostbusters nacheifern will, vielleicht auch dem skurrilen Effekt von Mars Attacks, an den unter anderem eine Gesangseinlage Scotts und vor allem das herrlich schräge Ende erinnern. Das hat aber in Summe den Effekt, dass der Film eher zwischen allen Stühlen landet als dass die Möglichkeiten der verschiedenen Ansätze sich hier gegenseitig verstärken würden. Auch die Tatsache, dass die Handlung am Ende den Versuch, wissenschaftlich halbwegs plausibel zu bleiben, vollends über Bord wirft, tut dem Ergebnis nicht gut.

Trotzdem bleibt festzustellen: Evolution hat seine Momente und ist in jedem Fall unterhaltsam. Die mit klasse Special Effects sehr liebevoll gestalteten Aliens tragen dazu ebenso bei wie die hochkarätige Besetzung, bei der einige der Stars offensichtlich richtig Lust haben, einmal etwas bewusst Ungewöhnliches zu machen.

Bestes Zitat:

„There is always time for lubricant.“

Der Trailer zum Film.

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