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	<description>Manche nennen es Popkultur.</description>
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		<title>Draufgeschaut: Emmas Glück</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 21:21:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kraft</dc:creator>
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		<category><![CDATA[DVD-Regal]]></category>
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		<description><![CDATA[Film Emmas Glück Produktionsland Deutschland Jahr 2006 Spielzeit 99 Minuten Regie Sven Taddicken Hauptdarsteller Jördis Triebel, Jürgen Vogel, Hinnerk Schönemann, Martin Feifel, Nina Petri Bewertung Worum geht’s? Max ist Autoverkäufer, und das, was er für lästige Bauchschmerzen hält, entpuppt sich bei einer genaueren Untersuchung als Krebs. Er hat nur noch ein paar Wochen zu leben, [...]<div class='yarpp-related-rss'>

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</ol>
</div>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_15158" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.shitesite.de/wp-content/uploads/2013/06/movies_emmasgluck.jpg"><img class="size-full wp-image-15158" alt="Nach einem Unfall landet Max (Jürgen Vogel) auf dem Bauernhof von Emma (Jördis Triebel)." src="http://www.shitesite.de/wp-content/uploads/2013/06/movies_emmasgluck.jpg" width="200" height="142" /></a><p class="wp-caption-text">Nach einem Unfall landet Max (Jürgen Vogel) auf dem Bauernhof von Emma (Jördis Triebel).</p></div>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Film</td>
<td>Emmas Glück</td>
</tr>
<tr>
<td>Produktionsland</td>
<td>Deutschland</td>
</tr>
<tr>
<td>Jahr</td>
<td>2006</td>
</tr>
<tr>
<td>Spielzeit</td>
<td>99 Minuten</td>
</tr>
<tr>
<td>Regie</td>
<td>Sven Taddicken</td>
</tr>
<tr>
<td>Hauptdarsteller</td>
<td>Jördis Triebel, Jürgen Vogel, Hinnerk Schönemann, Martin Feifel, Nina Petri</td>
</tr>
<tr>
<td>Bewertung</td>
<td><img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Worum geht’s?</strong></p>
<p>Max ist Autoverkäufer, und das, was er für lästige Bauchschmerzen hält, entpuppt sich bei einer genaueren Untersuchung als Krebs. Er hat nur noch ein paar Wochen zu leben, sagt ihm der Arzt. Nach der schockierenden Diagnose räumt er den Safe im Autohaus leer und will sich aus dem Staub machen, um seine letzten Tage richtig genießen zu können. Doch bei einer Verfolgungsjagd mit seinem Chef, der ihn auf frischer Tat ertappt hat beim Ausräumen des Firmentresors, kommt er von der Straße ab und landet bewusstlos auf dem Bauernhof von Emma. Die päppelt ihn wieder auf, denn sie kann nicht nur einen Mann an ihrer Seite gebrauchen, sondern auch das Geld, das sie im Auto von Max gefunden und beiseite geschafft hat.</p>
<p><strong>Das sagt shitesite:</strong></p>
<p>Schon die erste Szene von <em>Emmas Glück</em> zeigt die ungewöhnliche Stärke dieses Films. Emma ist da beim innigen Schmusen mit einem Hausschwein zu sehen. Sie streichelt es, flüstert ihm ins Ohr, küsst es. Und dann schneidet sie ihm die Kehle durch. Es ist ein tolles Bild für die Thematik dieses Dramas und den ganz eigenen Umgang, den es dafür wählt: <em>Emmas Glück</em> ist ein Film über das Sterben, aber dennoch eine Komödie.</p>
<p>Es gibt viele skurrile Bilder, die nicht nur der ungewöhnlichen Umgebung geschuldet sind, sondern auch dem feinen Blick von Kamerafrau Daniela Knapp. Emmas Bauernhof steht vor der Zwangsversteigerung, und er hat mehr von einer Messie-Hölle als von ländlichem Idyll. Max landet in dieser Welt beinahe wie ein Alien, doch auch die ulkigen Figuren aus dem Dorf, die sich gelegentlich in Emmas Nähe wagen, unterstreichen, dass diese junge Frau in ihrer ganz eigenen Welt lebt.</p>
<p>Dass sich zwischen ihr und Max eine Liebesgeschichte entwickelt und Emma früh hinter das Geheimnis ihres todkranken Gastes kommt, ist absehbar, aber das stört keineswegs. Denn viel eher als eine Romanze ist <em>Emmas Glück</em> ein Film über das, was wirklich zählt im Leben: Zeit, Unabhängigkeit, Miteinander &#8211; aber auch Respekt vor dem Leben, zu dem Respekt vor der Natur gehört, und damit auch Respekt vor dem Tod.</p>
<p><strong>Bestes Zitat:</strong></p>
<p>“Schlimm ist die Angst vor dem Tod. Nicht der Tod selbst.”</p>
<p><strong>Der Trailer zum Film:</strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=g1hnh2k7DcI">http://www.youtube.com/watch?v=g1hnh2k7DcI</a></p>
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</ol></p>
</div>
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		<item>
		<title>Hingehört: Caro Emerald &#8211; &#8220;The Shocking Miss Emerald&#8221;</title>
		<link>http://www.shitesite.de/2013/06/17/hingehort-caro-emerald-the-shocking-miss-emerald/</link>
		<comments>http://www.shitesite.de/2013/06/17/hingehort-caro-emerald-the-shocking-miss-emerald/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 20:44:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kraft</dc:creator>
				<category><![CDATA[CD-Regal]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[All Saints]]></category>
		<category><![CDATA[Caro Emerald]]></category>
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		<category><![CDATA[Kylie Minogue]]></category>
		<category><![CDATA[Lena]]></category>
		<category><![CDATA[The Shocking Miss Emerald]]></category>

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		<description><![CDATA[Künstler Caro Emerald Album The Shocking Miss Emerald Label Universal Erscheinungsjahr 2013 Bewertung Wenn sie ein neues Album planen, dann kümmern sich viele Künstler erst einmal um brauchbare Demos. Manche suchen zuerst nach einem geeigneten Produzenten, manche legen erst fest, in welchem Studio diesmal gearbeitet werden soll. Bei Caro Emerald darf man sicher sein: Sie [...]<div class='yarpp-related-rss'>

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<li><a href='http://www.shitesite.de/2001/04/15/hingehort-all-saints-under-the-bridgelady-marmelade/' rel='bookmark' title='Hingehört: All Saints &#8211; &#8220;Under The Bridge/Lady Marmelade&#8221;'>Hingehört: All Saints &#8211; &#8220;Under The Bridge/Lady Marmelade&#8221;</a> <small>Künstler All Saints Single Under The Bridge / Lady Marmelade...</small></li>
<li><a href='http://www.shitesite.de/2011/02/01/hingehort-adele-21/' rel='bookmark' title='Hingehört: Adele &#8211; &#8220;21&#8243;'>Hingehört: Adele &#8211; &#8220;21&#8243;</a> <small>Künstler Adele Album 21 Label XL Erscheinungsjahr 2011 Bewertung ***1/2...</small></li>
</ol>
</div>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_15153" class="wp-caption alignright" style="width: 110px"><a href="http://www.shitesite.de/wp-content/uploads/2013/06/covers_theshockingmissemerald.jpg"><img class="size-full wp-image-15153" alt="Caro Emerald fantasiert sich diesmal nicht nach Hollywood, sondern nach Paris." src="http://www.shitesite.de/wp-content/uploads/2013/06/covers_theshockingmissemerald.jpg" width="100" height="100" /></a><p class="wp-caption-text">Caro Emerald fantasiert sich diesmal nicht nach Hollywood, sondern nach Paris.</p></div>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="100">Künstler</td>
<td>Caro Emerald</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Album</td>
<td>The Shocking Miss Emerald</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Label</td>
<td>Universal</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Erscheinungsjahr</td>
<td>2013</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Bewertung</td>
<td><img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.5.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Wenn sie ein neues Album planen, dann kümmern sich viele Künstler erst einmal um brauchbare Demos. Manche suchen zuerst nach einem geeigneten Produzenten, manche legen erst fest, in welchem Studio diesmal gearbeitet werden soll. Bei Caro Emerald darf man sicher sein: Sie sucht zuerst die Klamotten aus.</p>
<p>Schon auf ihrem mega-erfolgreichen 2009er Debüt <em>Deleted Scenes From The Cutting Room Floor</em> (weltweit zwei Millionen Mal verkauft, länger in den holländischen Albumcharts als <em>Thriller</em> von Michael Jackson) war unüberhörbar, wie wichtig Stil und Eleganz für diese Sängerin sind. Auf dem nun erschienenen Nachfolger<em> The Shocking Miss Emerald</em> macht die 32-Jährige aus Amsterdam erst recht klar, wie liebend gerne sie mit Bildern, Kulissen und Figuren spielt. Ihr zweites Album ist, beinahe noch mehr als das Debüt, das sich immerhin inmitten des Hollywood der glamourösen 1940er und 1950er Jahre platzierte, eine sehr filmische Platte geworden.</p>
<p>Diese Lieder sind wie Fotos, die irgendwann einmal privaten Charakter hatten, aber nun Jahrzehnte später auf dem Flohmarkt verkauft werden, einfach um ihres ästhetischen Werts wegen. Sie sind wie Groschenromane, die in eine andere Welt entführen. Und sie sind vor allem wie Filme aus einer Ära, in der selbst die Statisten auf der Leinwand eleganter wirkten als die heutigen Hollywood-Stars.</p>
<p>Im Paris der 1940er und 1950er Jahre hat Caro Emerald ihre neuen Lieder angesiedelt. So gibt es ein paar Chanson-Einflüsse, Verweise auf Jazz und Swing, gelegentlich auch ein paar Latin-Rhythmen wie im heißen <em>My 2 Cents.</em> In <em>Pack Up The Louie</em> (einer Hymne an einen Koffer aus dem Hause Louis Vuitton) werden Scratching und Balkansounds vermählt, am Ende von <em>The Maestro</em> ist tatsächlich ein bisschen Spruchweisheit von Karl Lagerfeld gesamplet. Alles ist opulent, todschick, mondän – durchweg agiert die Sängerin mit einem echten Orchester, dirigiert von Jules Buckley (<a title="Hingehört: Arctic Monkeys – “Suck It And See”" href="http://www.shitesite.de/2011/06/04/hingehort-arctic-monkeys-suck-it-and-see/">Arctic Monkeys,</a> <a title="Hingehört: Professor Green – “At Your Inconvenience”" href="http://www.shitesite.de/2012/01/22/hingehort-professor-green-at-your-inconvenience/">Professor Green</a>) und aufgenommen in den Abbey-Road-Studios.</p>
<p><em>One Day</em> ist sonnig und leicht, Caro Emerald (die in der Passkontrolle und von ihrer Mutter womöglich noch immer Caroline Esmeralda van der Leeuw genannt wird) wirkt darin wie eine waschechte Diva, die sich aber ihre Freundlichkeit bewahrt hat. Das sinnliche <em>Coming Back As A Man</em> unterstreicht ihre Lust auf Verkleidung, Versteckspiel und das subtile Kräftemessen der Geschlechter.</p>
<p><em>Completely</em> hat viel Fourties-Flair, würde mit seinem koketten Charakter aber erstaunlicherweise auch gut zu <a title="Hingehört: Lena – “Stardust”" href="http://www.shitesite.de/2012/10/24/hingehort-lena-stardust/">Lena</a> oder <a title="Hingehört: Katy Perry – “Teenage Dream”" href="http://www.shitesite.de/2012/04/21/hingehort-katy-perry-teenage-dream/">Katy Perry</a> passen. <em>Black Valentine</em> mit seinen schwülen Streichern hätte man sich gut <a title="Hingehört: Kylie Minogue – “The Abbey Road Sessions”" href="http://www.shitesite.de/2012/10/26/hingehort-kylie-minogue-the-abbey-road-sessions/">auf dem letzten Album von Kylie</a> vorstellen können. Sowohl an einen James-Bond-Titelsong (falls 007 jemals einen Einsatz in Mexiko zu bestreiten hätte) als auch an <a title="Hingehört: Amy Winehouse – “Live At The BBC”" href="http://www.shitesite.de/2012/11/23/hingehort-amy-winehouse-live-at-the-bbc/">Amy Winehouse</a> erinnert <em>I Belong To You,</em> mit einem sehr wirkungsvollen Trompetensolo im tollen Refrain.</p>
<p>So ähnlich wie die Single <em>Tangled Up</em> hätten <a title="Hingehört: All Saints – “Studio 1″" href="http://www.shitesite.de/2006/12/11/hingehort-all-saints-studio-1/">All Saints</a> vielleicht geklungen, wenn sie Französinnen wären. „Das Stück handelt davon, sich in Beziehungen zu zwei verschiedenen Männern zu verstricken. Die Protagonistin weiß nicht, wie sie sich entscheiden soll“, sagt Caro Emerald. „Ich denke, die Lyrics auf dem neuen Album sind im Vergleich zu <em>Deleted Scenes&#8230;</em> ein bisschen verruchter, ungezogener. Ich mache noch einen Schritt weiter und präsentiere mich als Miss Emerald von einer bisher vielleicht noch nicht so bekannten Seite. Nachdem man mich als elegantes, liebeswürdiges Fräulein kennen gelernt hat, präsentiere ich jetzt auch meine Schattenseiten&#8230;“</p>
<p><em>Liquid Lunch</em> ist ein Beispiel dafür, in dem der Kater vom Vorabend einfach weggetanzt wird. Auch <em>Excuse My French</em> passt in diese Kategorie, denn die Idee, für immer an der Seite des gleichen Mannes zu bleiben, klingt hier wie ein Trauermarsch. Ganz am Schluss zeigt sich Caro Emerald allerdings durch und durch verletzlich: Die Quasi-Ballade <em>The Wonderful In You</em> handelt von den unscheinbaren, schüchternen Herzensbrechern, die selbst am allerwenigsten ahnen, dass sie Herzensbrecher sind – und man darf sicher sein, dass Caro Emerald (oder die Figur, in deren Gestalt sie hier singt) an so einen geraten ist.</p>
<p><em>The Shocking Miss Emerald</em> beweist, wie gerne die Niederländerin in Rollen schlüpft, wie gerne sie sich in andere Menschen, Zeiten und Orte hineinfantasiert. Und das Outfit, das sie dafür wählt, ist bei ihr natürlich niemals eine Jogginghose. Sondern immer ein Abendkleid.</p>
<h4>Caro Emerald singt <em>Tangled Up.</em> Schockierenderweise nicht in Paris.</h4>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=VtfVkUhphCo">http://www.youtube.com/watch?v=VtfVkUhphCo</a></p>
<p><a href="http://www.caroemerald.com/" target="_blank">Homepage von Caro Emerald.</a></p>
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</ol></p>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Draufgeschaut: American Pie &#8211; Das Buch der Liebe</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Jun 2013 20:59:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kraft</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rosanna Arquette]]></category>

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		<description><![CDATA[Film American Pie präsentiert: Das Buch der Liebe Produktionsland USA Jahr 2009 Spielzeit 93 Minuten Regie John Putch Hauptdarsteller Bug Hall, Kevin M. Horton, Brandon Hardesty, Eugene Levy, Rosanna Arquette, Beth Behrs, Jennifer Holland, Melanie Papalia, John Patrick Jordan Bewertung Worum geht’s? Rob und Heidi sind schon ewig beste Freunde. Mit dem Ende der High-School-Zeit [...]<div class='yarpp-related-rss'>

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</ol>
</div>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_15148" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.shitesite.de/wp-content/uploads/2013/06/movies_buchderliebe.jpg"><img class="size-full wp-image-15148" alt="Im Buch der Liebe sind die Flirttipps von Generationen vereint." src="http://www.shitesite.de/wp-content/uploads/2013/06/movies_buchderliebe.jpg" width="200" height="111" /></a><p class="wp-caption-text">Im Buch der Liebe sind die Flirttipps von Generationen vereint.</p></div>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Film</td>
<td>American Pie präsentiert: Das Buch der Liebe</td>
</tr>
<tr>
<td>Produktionsland</td>
<td>USA</td>
</tr>
<tr>
<td>Jahr</td>
<td>2009</td>
</tr>
<tr>
<td>Spielzeit</td>
<td>93 Minuten</td>
</tr>
<tr>
<td>Regie</td>
<td>John Putch</td>
</tr>
<tr>
<td>Hauptdarsteller</td>
<td>Bug Hall, Kevin M. Horton, Brandon Hardesty, Eugene Levy, Rosanna Arquette, Beth Behrs, Jennifer Holland, Melanie Papalia, John Patrick Jordan</td>
</tr>
<tr>
<td>Bewertung</td>
<td><img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Worum geht’s?</strong></p>
<p>Rob und Heidi sind schon ewig beste Freunde. Mit dem Ende der High-School-Zeit treibt aber beide der Gedanke um, ob es nicht langsam Zeit wäre, seine Unschuld zu verlieren. Doch beide sind Single, und Rob traut sich nicht, Heidi zu gestehen, dass er in sie verliebt ist. Als er eine Strafarbeit aufgebrummt bekommt und die Schulbibliothek aufräumen muss, findet er allerdings ein unverhofftes Hilfsmittel: Unter einem Regal stöbert er ein Buch auf, in dem die früheren Generationen von Schülern ihre Liebesabenteuer notiert haben &#8211; und die besten Tricks, um endlich die lästige Jungfräulichkeit loszuwerden.</p>
<p><strong>Das sagt shitesite:</strong></p>
<p>Erstaunlicherweise hat John Putch erst in diesem Jahr seine erste Nominierung für eine Goldene Himbeere bekommen (für <em>Atlas Shrugged II</em>). Verdient gehabt hätte der Regisseur sie schon für diesen Film. <em>American Pie präsentiert: Das Buch der Liebe</em> zeigt in sagenhafter Eindringlichkeit, dass die Reihe nun wirklich bis auf den allerletzten Tropfen ausgequetscht ist.</p>
<p>Schon nach ein paar Minuten sind alle nötigen Klischees bedient, von peinlichen Internetvideos über züchtige Jungfrauen und notgeile Typen bis hin zum Nerd, der nichts im Kopf hat als feuchte Hochglanz-Tagträume. Auch ein Stifler ist wieder dabei, der allerdings noch nie so uncool war <a title="Draufgeschaut: American Pie – Jetzt wird geheiratet" href="http://www.shitesite.de/2010/02/06/draufgeschaut-american-pie-jetzt-wird-geheiratet/">wie in dieser Ausgabe der <em>American Pie</em>-Reihe.</a> Nach einer guten Stunde schafft es der Film dann endlich auch, den unverzichtbaren Eugene Levy ins Bild zu bekommen, der den hormonell geplagten Heranwachsenden erklärt, dass es natürlich um die wahre Liebe geht im Leben statt bloß um Sex, und der so etwas wie das Bindeglied zu der Zeit sein soll, als <em>American Pie</em> noch lustig war.</p>
<p>Hier ist nichts davon übrig. <em>Das Buch der Liebe</em> ist lediglich deutlich geschmackloser als alle Vorgänger (Sex gibt es hier mit Tieren, Leichen und dem Austausch völlig unerotischer Körperflüssigkeiten), ein gutes Stück nackter und zudem deutlich erfolgloser: Es ist der bisher einzige Teil der Reihe, der nicht seine (ohnehin überschaubaren) Produktionskosten einspielen konnte. Man kann nur hoffen, dass die Macher das als Wink mit dem Zaunpfahl begreifen.</p>
<p><strong>Bestes Zitat:</strong></p>
<p>“Mädchen sind klar im Vorteil. Weil Mädchen miteinander reden.”</p>
<p><strong>Der Trailer zum Film:</strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=SWYLgOrrsno">http://www.youtube.com/watch?v=SWYLgOrrsno</a></p>
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</ol></p>
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		<title>Hingehört: Chemical Brothers &#8211; &#8220;Don&#8217;t Think&#8221;</title>
		<link>http://www.shitesite.de/2013/06/15/hingehort-chemical-brothers-dont-think/</link>
		<comments>http://www.shitesite.de/2013/06/15/hingehort-chemical-brothers-dont-think/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 15 Jun 2013 14:03:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kraft</dc:creator>
				<category><![CDATA[CD-Regal]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Chemical Brothers]]></category>
		<category><![CDATA[Don't Think]]></category>

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		<description><![CDATA[Künstler Chemical Brothers DVD/Album Don&#8217;t Think Label Emi Erscheinungsjahr 2012 Bewertung Zuerst haben die Chemical Brothers bewiesen, dass man keine Gitarren braucht, um zu rocken wie niemand sonst. Mit Don’t Think beweisen sie, dass man keineswegs Sounds auf der Bühne erzeugen muss, um ein fantastisches Live-Erlebnis zu generieren. Der Mitschnitt ihres Auftritts beim FujiRock-Festival 2011 [...]<div class='yarpp-related-rss'>

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<table>
<tbody>
<tr>
<td width="100">Künstler</td>
<td>Chemical Brothers</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">DVD/Album</td>
<td>Don&#8217;t Think</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Label</td>
<td>Emi</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Erscheinungsjahr</td>
<td>2012</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Bewertung</td>
<td><img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.5.png" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Zuerst haben die Chemical Brothers bewiesen, dass man keine Gitarren braucht, <a title="Hingehört: The Chemical Brothers – “Dig Your Own Hole”" href="http://www.shitesite.de/2002/10/13/hingehort-the-chemical-brothers-dig-your-own-hole/">um zu rocken wie niemand sonst.</a> Mit <em>Don’t Think</em> beweisen sie, dass man keineswegs Sounds auf der Bühne erzeugen muss, um ein fantastisches Live-Erlebnis zu generieren. Der Mitschnitt ihres Auftritts beim FujiRock-Festival 2011 ist ein „erstaunlicher Blutrausch im Kopf“ (<em>Sunday Telegraph</em>), ein „psychedelischer Klassiker“ (<em>Mojo</em>). Der ultimative Rave.</p>
<p>Die 78 Minuten stehen dem, was andere Festival-Headliner üblicherweise mit Gitarre, Schlagzeug, Bass und Gesang auf die Bühne bringen, in nichts nach. Wie erstaunlich das ist, darf man sich gerne noch einmal in Erinnerung rufen. Die Idee des Live-Konzerts ist es ja, dass die Klänge, die das Publikum hört, von den Menschen auf der Bühne mit deren Instrumenten <i>erzeugt</i> werden. Hier sind alle Sounds schon fertig, sie werden von Ed Simons und Tom Rowlands lediglich live auf der Bühne <i>angeordnet</i>. Der Wirkung tut das freilich keinen Abbruch. <em>Don’t Think</em> ist ein phänomenales Dokument einer perfekten Performance.</p>
<p>Dass diese Show (mindestens) genauso gut funktioniert wie ein Rockkonzert, liegt zunächst schlicht und einfach an der Musik. Schöner als der Moment, wenn nach dem „Here we go“ in <em>Hey Boy Hey Girl</em> der Beat einsetzt, können die Erlösung, die Vergebung und das Paradies auch nicht sein. Der Sound der Chemical Brothers hat so viel Energie, dass er locker in der Lage ist, 100.000 Menschen zum Ausflippen zu bringen. Das gilt für <em>Setting Sun</em> und <em>Galvanize</em>, die extrem verändert werden, ebenso wie für <em>Hey Boy Hey Girl</em> und <em>Block Rockin’ Beats,</em> das die Chemical Brothers fast 1:1 wie auf Platte präsentieren. Diese Musik würde keinen Sinn machen, wenn keiner dazu tanzen würde. Aber hier wird getanzt. Und wie.</p>
<p>Es gibt viele der Effekte, die auch bei <a title="Hingehört: Coldplay – “Coldplay Live 2012″" href="http://www.shitesite.de/2012/12/06/hingehort-coldplay-coldplay-live-2012/">Coldplay</a> (die zwei Tage zuvor beim FujiRock gespielt hatten) oder Radiohead (die im Jahr darauf den Slot besetzten, den die Chemical Brothers 2011 inne hatten) zu beobachten wären: Die Fans kreischen, wenn sie einen Song erkennen (etwas wenn die Worte „Do it again“ erklingen, die ersten überhaupt, die man auf <em>Don’t Think</em> vernehmen kann). Einer hält ein Chemical-Brothers-Spruchband hoch, im beinahe orgiastischen <em>Believe</em> verfallen die Fans in rhythmisches Mitklatschen.</p>
<p>Es sind ihre Gesichter, aus denen am deutlichsten die Stärke dieser Musik spricht, und die Kamera fängt diese Momente entsprechend häufig ein: Man sieht Fans, die förmlich weggetreten sind, ohne Pupillen, hüpfend, als wogende Masse, schreiend vor Glück, fasziniert und ungläubig wie kleine Kinder, die von einem ganz besonderen Weihnachtsgeschenk überrascht werden. <em>Don’t Think</em> – dieses Motto darf man wörtlich nehmen, denn hier existiert nichts mehr außer der Musik. Immer wieder zeigt Regisseur Adam Smith die Menschen im Publikum mit geschlossenen Augen. Sie sehen aus, als kommen sie mit letzter Kraft nach Hause, nach einer Irrfahrt voller Schmerz und Erniedrigung.</p>
<p><em>Don’t Think</em> ist auch als Tondokument (sowohl der DVD als auch der Blu-Ray liegt jeweils eine Audio-CD bei) hoch interessant. Aber die CD verhält sich zur DVD wie das Genießen der Musik alleine mit Kopfhörern zum Erlebnis mitten in der Menge. Letzteres (also auch der Filmmitschnitt des Konzerts) eröffnet eine ganz neue Dimension.</p>
<p>Dazu trägt natürlich auch die meisterhafte Licht- und Videoshow bei. Die Animationen auf den großen Leinwänden thematisieren immer wieder Affekt, Instinkt und Trieb – also klassische Rock-Zutaten. Ein gespenstischer Clown ist zu sehen, ein Pferd als Symbol unbändiger Kraft, ein Mann auf der Flucht vor bewaffneten Verfolgern. Es gibt bei <em>Believe</em> eine Achterbahnfahrt durch einen animierten Fantasietempel, es gibt Tiger und Elefanten. Hoffnung und Verzweiflung stecken im Bild von Mann und Frau, die hintereinander her rennen und -schwimmen, sich aber doch nicht zu fassen bekommen.</p>
<p>Das Beeindruckendste an<em> Don’t Think</em> ist aber keineswegs die Computerkunst, die hier sagenhafte visuelle und akustische Reize hervorbringt. Sondern das in jeder Einstellung spürbare, sich mit jeder Sekunde verstärkende Gemeinschaftsgefühl. Wenn die Kamera über das Festivalgelände wandert, tauchen immer wieder Elemente aus der Videoshow auf, so als springe das Konzert von der Bühne und aus der Zeit mitten hinein in die Realität. Später hüpfen Ballons zwischen Bühne und Zuschauerraum hin und her, und die Körper im Publikum bilden die Leinwand für ein paar besonders originelle Licht-Projektionen.</p>
<p>Es gibt hier keine Stars, die sich in fein inszenierten Posen anhimmeln lassen, es gibt keine Soli und konsequenterweise auch keine Ansagen. Es gibt nur den Sound, der alles vereint. Für diesen Sound sind die Fans hier, und für diesen Sound sind die Chemical Brothers hier. Die Quelle der Musik verschwindet, die Bühne ist kaum mehr als solche wahrzunehmen, alles transzendiert in <em>Don’t Think</em> zu einem Gesamterlebnis. Das entwickelt eine solch rauschhafte Gewalt, dass man nur staunen kann. Dazu passt die letzte Szene von <em>Don’t Think:</em> Ed Simons nimmt den Finger vom Keyboard wie ein Alchemist, dem sein eigenes Werk zu gefährlich geworden ist.</p>
<h4>Japaner außer Rand und Band: Die gibt es auch während <em>Swoon</em> reichlich zu sehen.</h4>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=oqH3grPuI-s">http://www.youtube.com/watch?v=oqH3grPuI-s</a></p>
<p><a href="http://www.thechemicalbrothers.com/#p=home" target="_blank">Homepage der Chemical Brothers.</a></p>
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</ol></p>
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		</item>
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		<title>Durchgelesen: David B. Agus &#8211; &#8220;Leben ohne Krankheit&#8221;</title>
		<link>http://www.shitesite.de/2013/06/14/durchgelesen-david-b-agus-leben-ohne-krankheit/</link>
		<comments>http://www.shitesite.de/2013/06/14/durchgelesen-david-b-agus-leben-ohne-krankheit/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Jun 2013 20:56:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kraft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Bücherregal]]></category>
		<category><![CDATA[David B- Agus]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Leben ohne Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>

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<table>
<tbody>
<tr>
<td>Autor</td>
<td>David B. Agus</td>
</tr>
<tr>
<td>Titel</td>
<td>Leben ohne Krankheit</td>
</tr>
<tr>
<td>Verlag</td>
<td>Piper</td>
</tr>
<tr>
<td>Erscheinungsjahr</td>
<td>2012</td>
</tr>
<tr>
<td>Bewertung</td>
<td><img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Im Februar ist <em>Leben ohne Krankheit</em> von David B. Agus in der deutschen Übersetzung erschienen. Heute, knapp vier Monate später, rangiert das Buch noch immer unter den Top20 der <em>Spiegel</em>-Bestsellerliste. Das ist kein Wunder. Der Autor, einer der renommiertesten Krebsärzte Amerikas, verspricht zum einen die Erfüllung eines jahrhundertealten Traums: den Sieg über körperlichen Verfall, Siechtum und Schmerz. Und er ist zum anderen ein perfekter Verkäufer.</p>
<p>Diese Kombination macht <em>Leben ohne Krankheit,</em> zumal für deutsche Leser, zu einem sehr ungewöhnlichen Buch. Es ist zum einen Ratgeber, zum anderen Bestandsaufnahme aktueller Entwicklungen in der Medizin und nicht zuletzt die Prophezeiung einer goldenen Zukunft. Das sorgt für eine Lektüre, die gelegentlich zu Kopfschütteln, Zweifel und Widerspruch anregt, aber auch sehr unterhaltsam, inspirierend und nicht zuletzt anschaulich ist.</p>
<p>Das Buch bietet viele praktische Tipps für das persönliche Wohlbefinden, die ohne viel Aufwand umzusetzen sind: Sport und ein regelmäßiger Tagesablauf gehören zu den wichtigsten Empfehlungen. Wertvoll sind auch die Hinweise auf Methoden und Hilfsmittel, die nichts bringen oder sogar schädlich für die Gesundheit sind. „Ein Multivitaminpräparat ist genauso wenig eine Versicherungspolice wie eine Heiratsurkunde eine Garantie für eine glückliche Ehe ist“, schreibt Agus beispielsweise.</p>
<p>Dass er nicht nur von der Forschung berichtet, sondern auch von seiner eigenen Erfahrung als Arzt, ist eine der großen Stärken des Buchs. Er schildert Fälle aus seiner Praxis, liefert Anekdoten und Beispiele. Und er macht sofort klar, dass der Frust für ihn die entscheidende Motivation war, dieses Buch zu schreiben. Er beklagt die geringen Fortschritte in der Onkologie und die Ohnmacht, wenn ihm immer wieder Patienten unter der Hand wegsterben, ohne dass er etwas auszurichten vermag. Das Wehklagen über den Stillstand ist zwar etwas zweifelhaft, denn Agus blendet einige Innovationen in der Krebsmedizin aus, die es durchaus gab und gibt. Aber es ist nachvollziehbar, dass er sich nach mehr Tempo sehnt, nach einem echten Durchbruch.</p>
<p>Sein Ansatz, um dieses Ziel (und letztlich das <em>Leben ohne Krankheit</em>) zu erreichen, lautet in erster Linie: Prävention. Es ist sein bestes Argument: Vorsorge ist billiger, beeinträchtigt die Patienten weniger und ist oft erfolgreicher als eine Therapie – <a title="Durchgelesen: Karl Lauterbach – “Gesund im kranken System”" href="http://www.shitesite.de/2009/03/10/durchgelesen-karl-lauterbach-gesund-im-kranken-system/">darauf weisen viele Ärzte längst hin,</a> ohne dass sich diese Erkenntnis auch im Gesundheitssystem niederschlagen würde. „Ein Gramm Vorsorge ist mehr wert als ein Pfund Heilung“, schreibt er treffend.</p>
<p>Große Fortschritte verspricht sich Agus dabei vom Gebiet der Proteomik, also einer systematischen Messung der Proteine im Blut, die Rückschlüsse auf Stoffwechsel, Entzündungen oder Infektionen zulässt. „Ihr Gesamtbefinden kann theoretisch zu jedem beliebigen Zeitpunkt und an jeder beliebigen Körperstelle aus einer Blutprobe durch die Untersuchung der Proteine bestimmt werden“, erklärt Agus. Er schwärmt derart von den Möglichkeiten der Methode, dass sein Buch in einigen Passagen zu einer ziemlich unfangreichen Werbebroschüre <a href="http://www.appliedproteomics.com/" target="_blank">für seine Firma Applied Proteomics</a> wird. Ein Beispiel? „In zehn oder 20 Jahren braucht Ihr Arzt vielleicht nur noch einen Tropfen Blut, um eine sich anbahnende Krankheit, selbst Krebs, bereits im Frühstadium zu erkennen. Dieses Tröpfchen enthüllt vielleicht auch, welche Erbkrankheiten Sie möglicherweise im Laufe Ihres Lebens bekommen und welche Arzneimittel, maßgeschneidert für Ihre genetische Ausstattung und Ihre persönliche Physiologie, genau die richtigen für Sie sind.“</p>
<p>Es sind solche Passagen, die beweisen: Agus ist nicht nur ein kritischer Geist, der offen für neue Ideen ist. Er ist auch Optimist, Enthusiast und ein sehr guter Vermarkter. Als »Rockstar of Sience« hat ihn das Männermagazin <em>GQ</em> einmal bezeichnet, und solch einen Ehrentitel bekommt man nicht, wenn man nicht gelegentlich auch mal tüchtig auf den Putz hauen und sich vom eigenen Sendungsbewusstsein mitreißen lassen kann.</p>
<p>Agus tut das, und er tut es gerne. Der Arzt schwärmt in <em>Leben ohne Krankheit</em> von der Verschmelzung von Medizin, Biologie und Computertechnik. Er benutzt erstaunlich viele militärische Metaphern. Und im Eifer des Gefechts stellt er sich auch schon einmal als Revoluzzer dar, sogar als Prophet, der als einziger die Wahrheit kennt und sie nun mit uns teilt. „Genau wie ich bei meiner Tätigkeit bestimmte ‚Regeln’ durchbreche, um neue Theorien über Krebs zu überprüfen, bricht auch dieses Buch ‚Regeln’, und zwar mit demselben Ziel: um Leben vielleicht zu retten“, schreibt er. „Ich ahne schon, dass ich damit (…) eine Mischung aus Neugier, Unglauben, Staunen und manchmal Wut auslösen werde, tue es aber trotzdem, und zwar aus ebenso gutem Grund: um Ihr Leben zu verlängern, und damit Sie sich in jedem einzelnen Lebensjahr besser fühlen. Was Sie hier lesen, ist, kurz gesagt, etwas anderes als in jedem anderen Gesundheitsratgeber – oder überhaupt in jedem Ratgeber. Es ist einerseits ein Manifest, andererseits aber auch ein Lebensplan.“</p>
<p>Seinen fast missionarischen Einsatz merkt man Agus auch bei seinem Plädoyer für die personalisierte Medizin an, die zum dritten Heilsbringer dieses Buches – neben Prävention und Proteomik – wird. Der Hinweis auf die Potenziale (mitunter sogar die Notwendigkeit) dieser Methode ist sicherlich berechtigt, dann Agus verweist immer wieder überzeugend auf die Individualität jedes Patienten, die unterschiedlichen genetischen Ausstattungen, Lebensstile, Krankheitsverläufe. Zudem betrachtet er die Gesundheit und den  Körper ganzheitlich, als dynamisches System. „Krebs ist zum Beispiel nichts, was der Körper ‚hat’ oder ‚bekommt’, sondern etwas, das er <i>tut</i>“, betont er an einer Stelle. Daraus folgt seine These: Mediziner (und Patienten) können sich nicht auf Standardlösungen verlassen, denn dafür ist unser Organismus viel zu komplex.</p>
<p>Trotzdem macht Agus in <em>Leben ohne Krankheit</em> grundsätzliche Aussagen und gibt generelle Empfehlungen. Eigentlich hätte er für jeden Leser ein eigenes, individuell zugeschnittenes Buch schreiben müssen, wenn er seinem eigenen Ansatz hätte gerecht werden wollen. Immerhin erkennt er diesen Widerspruch: Im Vorwort zur überarbeiteten Auflage geht er auf dieses Problem ein und macht letztlich sogar einen Appell aus dem Manko: „Wenn ich dieses Buch in einem einzigen Satz zusammenfassen sollte, dann würde ich ihn so formulieren: Lernen Sie sich selbst kennen“, schreibt er.</p>
<p>So rät er dem Leser beispielsweise, eine persönliche Metrik für die wichtigsten Parameter seiner Gesundheit zu entwickeln und diese permanent zu kontrollieren. Der Körper soll „auf Gesundheit kalibriert“ werden. Agus geht mit gutem Beispiel voran und berichtet von seinen eigenen Erfahrungen. Er führt ein Schlaftagebuch und speichert alle seine medizinischen Daten in der Cloud.</p>
<p>Das Smartphone soll dabei in seiner Zukunftsvision zum Universalmessgerät werden, quasi der Generalschlüssel zum <em>Leben ohne Krankheit.</em> „Bald schon werden wir kleine Geräte bei uns tragen können, die uns jederzeit unsere körperlichen Dynamiken mitteilen können. Nicht, dass wir so etwas wirklich alle rund um die Uhr tragen möchten, aber sie könnten uns unglaublich dabei nützlich sein, die Werte unseres Normalzustands beizubehalten, und uns mitunter auch darauf trainieren, zu bemerken, wenn wir etwas ändern müssen.“</p>
<p>Dieses Szenario ist, neben dem gelegentlich ungezügelten Optimismus des Autors, die größte Schwäche des Buches. Wer permanent misst, überwacht und gegensteuert, setzt sich einem Gesundheitsterror aus, der selbst aus kerngesunden Menschen sofort Patienten macht (und umgekehrt aus denen, die doch krank werden, unfähige Vorsorgeversager). Prävention und Gesundheitsbewusstsein sind zweifelsohne wichtige Faktoren. Aber hier schlägt beides mitunter in Hysterie und Paranoia um. Für einen vernünftigen, aber entspannten Umgang mit der eigenen Gesundheit gibt es in der Welt von David B. Agus offensichtlich keinen Platz. Und er blendet noch eine wichtige Frage aus: Kann es gesund sein, wenn man ständig Angst vor Krankheit hat, also letztlich vor seinem eigenen Körper?</p>
<p><strong>Bestes Zitat:</strong> „Wenn es um den komplexen menschlichen Körper geht, kann man nicht einfach etwas Bestimmtes tun, um etwas anderes zu bewirken. Die Einnahme eines Medikaments verändert das gesamte System, nicht nur den Bereich, den man damit beeinflussen möchte.“</p>
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</ol></p>
</div>
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		<title>Draufgeschaut: Freigesprochen</title>
		<link>http://www.shitesite.de/2013/06/13/draufgeschaut-freigesprochen/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Jun 2013 17:38:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kraft</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alfred Dorfer]]></category>
		<category><![CDATA[Corinna Harfouch]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Giering]]></category>
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		<description><![CDATA[Film Freigesprochen Produktionsland Österreich Jahr 2007 Spielzeit 95 Minuten Regie Peter Payer Hauptdarsteller Frank Giering, Lavinia Wilson, Corinna Harfouch, Robert Stadlober, Alfred Dorfer Bewertung Worum geht’s? Bei der Österreichischen Bundesbahn herrscht Chaos. Nicht nur die üblichen Verspätungen &#8211; durch einen Streik sind viele Straßen gesperrt, die Bahn setzt deshalb Sonderzüge ein, entsprechend unübersichtlich ist die [...]<div class='yarpp-related-rss'>

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</ol>
</div>
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<table>
<tbody>
<tr>
<td>Film</td>
<td>Freigesprochen</td>
</tr>
<tr>
<td>Produktionsland</td>
<td>Österreich</td>
</tr>
<tr>
<td>Jahr</td>
<td>2007</td>
</tr>
<tr>
<td>Spielzeit</td>
<td>95 Minuten</td>
</tr>
<tr>
<td>Regie</td>
<td>Peter Payer</td>
</tr>
<tr>
<td>Hauptdarsteller</td>
<td>Frank Giering, Lavinia Wilson, Corinna Harfouch, Robert Stadlober, Alfred Dorfer</td>
</tr>
<tr>
<td>Bewertung</td>
<td><img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Worum geht’s?</strong></p>
<p>Bei der Österreichischen Bundesbahn herrscht Chaos. Nicht nur die üblichen Verspätungen &#8211; durch einen Streik sind viele Straßen gesperrt, die Bahn setzt deshalb Sonderzüge ein, entsprechend unübersichtlich ist die Lage. Thomas Hudetz soll als Fahrdienstleiter dafür sorgen, dass alle Signale und Weichen richtig gestellt sind. Doch als er Besuch von seiner alten Freundin Anna bekommt, sich auf einen kurzen Flirt und dann sogar auf einen leidenschaftlichen Kuss einlässt, verliert er seine Instrumententafel aus den Augen. Die Folgen sind fatal: Ein Zug kollidiert mit einem Lieferwagen, 22 Menschen sterben. Thomas wird angeklagt, doch man kann ihm keine Schuld nachweisen -  auch weil Anna und er vor Gericht den Kuss verschweigen. Das Wissen um die Verantwortung für die Katastrophe treibt die beiden dennoch aufeinander zu, und immer weiter weg von den Partnern, mit denen sie eigentlich zusammen sind.</p>
<p><strong>Das sagt shitesite:</strong></p>
<p>Beziehungen entgleisen, es gibt katastrophale Zusammenstöße und Verkettungen unglücklicher Umstände: <em>Freigesprochen</em> nutzt beinahe über die gesamte Spielzeit die Metapher des Zugunglücks, um sehr sensibel die Geschichte einer besonderen Beziehung zu erzählen.</p>
<p>Der Konflikt von <em>Freigesprochen</em> ist dabei gar nicht allzu originell, und gelegentlich neigt der Film auch zum etwas zu Offensichtlichen, dennoch gelingt es Regisseur und Drehbuchautor Peter Payer, daraus ein eindrucksvolles Drama zu machen. Die Diskrepanz zwischen juristischer und moralischer Verantwortung ist dabei ein wichtiger Ausgangspunkt: Niemand würde einen so unverfänglichen Kuss für bestrafenswert halten, und doch machte dieser einzige Moment all die Jahre der rechtschaffenen Aufmerksamkeit von Thomas kaputt. Er beteuert immer wieder seine Dienstbeflissenheit als Fahrdienstleister, als wolle er sich selbst davon überzeugen, dass er niemals zu Fahrlässigkeit fähig wäre. Und doch beweist ein Berg von Leichen das Gegenteil. Dass auch sein bester Freund Josef unter den Opfern ist und ihn fortan regelmäßig als Geist besucht, ist der quälendste Ausdruck dafür.</p>
<p>Noch spannender wird allerdings das Beziehungsgeflecht in <em>Freigesprochen</em>. Hanni, die Frau von Thomas (mit sagenhafter, beinaher beängstigender Kälte gespielt von Corinna Harfouch), kann nach dem Unglück nicht mehr zur Harmonie zurückkehren &#8211; nicht, weil sie Thomas seinen tödlichen Fehler vorwirft, sondern weil sie Augenzeuge des verräterischen Kusses war und ihrem Mann die Feigheit nicht verzeiht, den Kuss nicht nur vor Gericht, sondern auch ihr gegenüber zu leugnen. Sie entfernt sich immer mehr von Thomas und lässt ihn allein mit seinen Schuldgefühlen und dem Versuch, das Geschehene irgendwie zu verarbeiten.</p>
<p>Das macht den Weg frei für Anna, die schon immer für Thomas geschwärmt hat und nun eine makabre, morbide Verbundenheit nutzt, um ihm näher zu kommen. Sie wirkt fasziniert, beinahe belustigt von all dem Blut und Leid, das sie mit einem einzigen Kuss, zu dem sie Thomas hat verlocken können, ausgelöst hat, und darf sich doch nichts davon anmerken lassen. Ihr Verlobter Ferdi (dem Robert Stadlober ein herrlich unbedarftes Gesicht gibt) ahnt nichts von den Kämpfen, die Anna mit sich ausficht, und auch er kann deshalb nichts gegen das schleichende Ende der Beziehung unternehmen.</p>
<p>So werden Anna und Thomas zu einer schaurigen Schicksalsgemeinschaft und zu einem Paar, das erst Vergessen sucht, dann Reue, Nähe &#8211; und schließlich Sühne.</p>
<p><strong>Bestes Zitat:</strong></p>
<p>“Wir sind ein Geheimnis. Und nur deswegen sind wir. Ohne unser Geheimnis gäb&#8217;s uns gar nicht.”</p>
<p><strong>Der Trailer zum Film:</strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=m1nQwtkKNUE">http://www.youtube.com/watch?v=m1nQwtkKNUE</a></p>
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</ol></p>
</div>
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		<item>
		<title>Hingehört: Beady Eye &#8211; &#8220;BE&#8221;</title>
		<link>http://www.shitesite.de/2013/06/12/hingehort-beady-eye-be/</link>
		<comments>http://www.shitesite.de/2013/06/12/hingehort-beady-eye-be/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 Jun 2013 21:16:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kraft</dc:creator>
				<category><![CDATA[CD-Regal]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Be]]></category>
		<category><![CDATA[Beady Eye]]></category>
		<category><![CDATA[Kula Shaker]]></category>
		<category><![CDATA[Oasis]]></category>
		<category><![CDATA[The Beatles]]></category>
		<category><![CDATA[Yeah Yeah Yeahs]]></category>

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<table>
<tbody>
<tr>
<td width="100">Künstler</td>
<td>Beady Eye</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Album</td>
<td>BE</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Label</td>
<td>Sony</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Erscheinungsjahr</td>
<td>2013</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Bewertung</td>
<td><img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Dave Sitek! Dave Sitek! Dave Sitek! Eine Menge Aufhebens wurde gemacht um die Tatsache, dass der Ex-TV-On-The-Radio-Mann das zweite Album von Beady Eye produziert. In der Tat ist die Wahl eine Überraschung: Sitek war bisher eher der Avantgarde im Rockgeschäft zugeneigt (Foals, <a title="Hingehört: Yeah Yeah Yeahs – “Mosquito”" href="http://www.shitesite.de/2013/04/23/hingehort-yeah-yeah-yeahs-mosquito/">Yeah Yeah Yeahs</a>), nicht den Traditionalisten.</p>
<p>„Mit Sitek zu arbeiten, hat uns eine neue Welt eröffnet. Er ist ohne Zweifel der beste Produzent, mit dem ich jemals gearbeitet habe, ein richtiger Outlaw – er schert sich einfach einen Dreck um Regeln“, schwärmt Liam Gallagher über die Zusammenarbeit. Der Produzentenmeister selbst erklärt, er habe mit den Songs auf <em>BE</em> „richtig herumspielen können. Die Instrumentierung ist die einer Rockband, die allerdings ganz anders zum Einsatz gebracht wird.“ Sein Einfluss auf <em>BE</em> ist in der Tat unüberhörbar. Er hat Beady Eye nicht zur Avantgarde gemacht, aber wohl eine entscheidenden Beitrag dazu geleistet, dass sich der Noel-lose Rest von Oasis im Vergleich zum Debüt <a title="Hingehört: Beady Eye – “Different Gear, Still Speeding”" href="http://www.shitesite.de/2011/03/09/hingehort-beady-eye-different-gear-still-speeding/"><em>Different Gear, Still Speeding</em></a> deutlich weiterentwickelt hat.</p>
<p>Schon <em>Flick Of The Finger</em> beweist das. Es gibt ein denkbar simples Schlagzeug (<a title="Hingehört: Oasis – “Don’t Believe The Truth”" href="http://www.shitesite.de/2005/06/03/hingehort-oasis-dont-believe-the-truth/"><em>Mucky Fingers</em></a> lässt grüßen), dann Bläser à la <em>Live And Let Die,</em> später sogar ein Sample aus einem Theaterstück. Das ist definitiv überraschend und in jedem Fall interessant. Es offenbart aber auch schon das Problem von <em>BE:</em> Es sind hier nur die Tricks der Produktion, die das Lied davor bewahren, vollkommen langweilig zu sein.</p>
<p>„Come on“, singt Liam Gallagher am Beginn der zweiten Strophe. Aber diese Worte haben nichts von der Kraft, die einst in seiner Stimme steckte. Dieses „Come on“ klingt nicht nach Gift und Galle. Es klingt nicht, als wäre er der Anführer einer aggressiven, aufsässigen, ultracoolen Gang. Sondern so, als würde er auf dem Sofa sitzen und es nebenher ins Mikro raspeln. Es folgen später noch vier andere Lieder, in denen die Aufforderung „come on“ vorkommt. Aber nirgends wirkt sie glaubwürdig, sexy oder gar aufstachelnd.</p>
<p>In <em>Second Bite Of The Apple</em> (das ebenfalls auf Bläser und Percussion-Hokuspokus setzt, aber kaum Substanz hat) wirkt das „come on“ vollkommen unglaubwürdig. In <em>Iz Rite</em> kommt es wie ein Manierismus daher, sodass man sich beinahe wünscht, dieser Mann hätte niemals in seinem Leben <a title="Hingehört: The Beatles – “Past Masters, Volume One”" href="http://www.shitesite.de/1999/04/17/hingehort-the-beatles-past-masters-volume-one/">von der Existenz der Beatles</a> erfahren. Inmitten des unkoordinierten <em>Shine A Light</em> (wilde Drums treffen auf ein Flötensolo, eine <em>Pinball Wizzard</em>-Gitarre auf Synthesizer) geht das „come on“ beinahe unter. Das „Come on“ in<em> I’m Just Saying</em> ist vollkommen beiläufig, und auch den programmatisch gemeinten Zeilen „I’m feeling fine / this is my time to shine“ fehlte jede Magie, jeder Funke von etwas Besonderem. Nie hätte man gedacht, dass man sich an dieser Stimme einmal satt hören könnte. Doch spätestens in diesem Moment tritt dieser Effekt ein.</p>
<p>Es gibt auch reichlich andere Imperative auf diesem Album, und es gibt weitere Stellen mit dem Versuch, Enthusiasmus zu verbreiten. „Let’s go“ lautet eine Aufforderung in <em>Ballroom Figured,</em> einem von vielen Songs auf einem Niveau, das bei Oasis mit etwas Glück für eine B-Seite hätte reichen können. Aber wen meint dieses „Let’s go“ und wohin soll man dieser Stimme folgen? Man weiß nur: auf jeden Fall wird nicht, wie <a title="Hingehört: Oasis – “Time Flies”" href="http://www.shitesite.de/2010/06/27/hingehort-oasis-time-flies/">in den seligen Tagen von Oasis,</a> die ganze Welt angesprochen, und es meint als Ziel auch keinen sonderlich aufregenden Ort.</p>
<p>Das „yeah, yeah, yeah“ in<em> Start Anew,</em> dem besten Lied der Platte, ist noch so ein Fall. Auch diese Wörter singt Liam Gallagher bloß wie ein Klischee. „Liams Gesang ist unglaublich, man muss lediglich das Mikrofon anmachen und denkt nur noch: ‚Das klingt ja wie auf Platte!’“, sagt Dave Sitek. Doch da hat er sich blenden lassen vom Mythos dieser Stimme. Genau im Gesang liegt das Kernproblem von <em>BE.</em> Liam Gallagher gefällt sich hörbar zu sehr in dem, was er tut, statt es allen (<a title="Hingehört: Noel Gallagher – “Noel Gallaghers High Flying Birds”" href="http://www.shitesite.de/2011/11/05/hingehort-noel-gallagher-noel-gallaghers-high-flying-birds/">und vor allem dem großen Bruder</a>) beweisen zu wollen. Er klingt satt und genügsam, manchmal beinahe gelangweilt von sich selbst, wie ein fetter Elvis. Sitek lässt ihn so klingen – und er beraubt die Band damit ihrer größten Stärke.</p>
<p>Freilich gibt es noch andere Probleme bei Beady Eye. <em>Soul Love</em> ist solide, aber mehr als fünf Minuten lang, obwohl die Band schon nach zwei Minuten keine neue Idee für den Track mehr hat. Auch dem akustischen <em>Don’t Bother Me</em> (7:37 Minuten) würde nichts fehlen, wenn es nur halb so lang wäre oder sogar nur ein Drittel oder ein Viertel seiner Spielzeit beanspruchte. Das ähnlich gelagerte <em>Soon Come Tomorrow</em> ist hübsch, aber es gibt einfach zu viele dieser harmlosen, belanglosen, zahnlosen Lieder auf dieser Platte.</p>
<p><em>Face The Crowd</em> ist der einzige Song auf <em>BE</em>, in dem so etwas wie Aufregung und Gefahr steckt (auch wenn man bei dem Wah-Wah-Gitarrensolo am Ende ausgerechnet an Kula Shaker denken muss). Ein krachiges Riff macht den Anfang, doch dann sorgen der psychedelische Gesang und das verschachtelte Schlagzeug dafür, dass daraus doch kein straighter Rocker wird.</p>
<p>Beady Eye verhielten sich zu Oasis wie die Foo Fighters zu Nirvana, hatte mir die Band nach dem Debütalbum <a title="Interview mit Beady Eye" href="http://www.shitesite.de/2011/07/18/interview-mit-beady-eye/">im Interview erzählt.</a> Man habe einen Teil des Publikums übernommen, aber man sei eine eigenständige, neue Band, die sich ein neues, eigenes Publikum erspielt und neuen, eigenständigen Erfolg haben wird – das war die Strategie für Liam Gallagher, Andy Bell, Gem Archer, Chris Sharrock und Jay Mehler. <em>BE</em> enthält so viel kreuzbraves Muckertum, schlechte Texte und pure Langeweile, dass man eher sagen muss: Beady Eye verhalten sich zu Oasis wie die Wings zu den Beatles.</p>
<h4>Das Video zu <em>Flick Of The Finger</em> hat wohl in erster Linie das Ziel, nicht von der Musik abzulenken:</h4>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=UqJ-JCzH_xQ">http://www.youtube.com/watch?v=UqJ-JCzH_xQ</a></p>
<p><a href="http://www.beadyeyemusic.com/" target="_blank">Homepage von Beady Eye.</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Draufgeschaut: Die Ausbildung</title>
		<link>http://www.shitesite.de/2013/06/12/draufgeschaut-die-ausbildung/</link>
		<comments>http://www.shitesite.de/2013/06/12/draufgeschaut-die-ausbildung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 Jun 2013 11:23:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kraft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegtbild]]></category>
		<category><![CDATA[DVD-Regal]]></category>
		<category><![CDATA[Anja Beatrice Kaul]]></category>
		<category><![CDATA[Anke Retzlaff]]></category>
		<category><![CDATA[Charlotte Bohning]]></category>
		<category><![CDATA[Dagmar Sachse]]></category>
		<category><![CDATA[Die Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Lütter]]></category>
		<category><![CDATA[Joseph Konrad Bundschuh]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Rudolf]]></category>

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<table>
<tbody>
<tr>
<td>Film</td>
<td>Die Ausbildung</td>
</tr>
<tr>
<td>Produktionsland</td>
<td>Deutschland</td>
</tr>
<tr>
<td>Jahr</td>
<td>2011</td>
</tr>
<tr>
<td>Spielzeit</td>
<td>85 Minuten</td>
</tr>
<tr>
<td>Regie</td>
<td>Dirk Lütter</td>
</tr>
<tr>
<td>Hauptdarsteller</td>
<td>Joseph Konrad Bundschuh, Anke Retzlaff, Anja Beatrice Kaul, Charlotte Bohning, Stefan Rudolf, Dagmar Sachse</td>
</tr>
<tr>
<td>Bewertung</td>
<td><img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Worum geht’s?</strong></p>
<p>Noch ein halbes Jahr läuft die Ausbildung von Jan in einer Softwarefirma. Er betreut Kunden am Telefon, kommt gut mit den Kollegen aus und hofft, nach dem Ende der Lehre übernommen zu werden. Als sein Personalchef versucht, den Azubi zum Spitzel zu machen, der über die Schwächen der Abteilungsleiterin auspacken soll und dafür vielleicht mit einer Übernahme belohnt werden könnte, gerät Jan in eine Zwickmühle. Sind ihm seine Karrierechancen wichtiger als das gute Verhältnis zu seinen Kollegen?</p>
<p><strong>Das sagt shitesite:</strong></p>
<p>Subtiler Druck, leere Versprechungen, angeberisches Business-Englisch, sterile Arbeitsplätze: Vieles in <em>Die Ausbildung</em> erinnert an <em>Work Hard, Play Hard.</em> Im Vergleich zum Dokumentarfilm von Carmen Losman kann hier durch die fiktive Handlung aber noch mehr zugespitzt werden, ohne dass die Glaubwürdigkeit darunter leiden würde, und das ist die Stärke von <em>Die Ausbildung.</em></p>
<p>Jan ist kein Blender, kein Streber und Karrieretyp. Er ist schweigsam und verklemmt. Sein Gesicht kennt kein Selbstvertrauen und keine Lebensfreude (und damit auch: keine Rebellion), nur die Unsicherheit, ob er dem gerecht werden kann, was er von sich selbst erwartet. Denn er träumt von großen Autos, teuren Handys, schicken Klamotten &#8211; und er weiß, dass der Weg dahin nur über eine schnittige berufliche Laufbahn führt.</p>
<p>Er will funktionieren, nicht aufmucken, sich halbwegs anständig durch ein unmenschliches System schummeln. Mit seiner Mutter, die im Betriebsrat sitzt und so etwas wie das Modell von der alten, sozialen Marktwirtschaft vertritt, wird ein reizvoller Gegenpol eingeführt. Noch stärker (allerdings auch etwas plump) wird dieser Effekt bei Jenny, die als Zeitarbeiterin in Jans Abteilung kommt und mit der sich bald ein schüchterner Flirt entwickelt. &#8220;Machen doch alle&#8221;, sagt er, als er ihr ein (laut Betriebsvereinbarung verbotenes) Glas Sekt anbietet, um auf den Geburtstag einer Kollegin anzustoßen. &#8220;Ich bin nicht alle&#8221;, erwidert sie mit Verweis auf ihre 24-Stunden-Kündigungsfrist.</p>
<p>Wunderbar zeigt <em>Die Ausbildung</em> den Kapitalismus-Terror: Die Arbeit dominiert das gesamte Leben. Alles ist zielgerichtet, überall ist der Druck zur Optmimierung spürbar. Daneben sind immer wieder Szenen mit völlig sinnlosen Arbeiten zu sehen, beispielsweise wenn Jan dem Kopierer beim Kopieren zuschaut oder der vorgeblich kumpelhafte Personalchef mit größter Akribie ein Gemälde in seinem Büro aufhängt. Überall herrscht Konkurrenz statt Kooperation. Wohl, um das noch zu unterstreichen, sind in <em>Die Ausbildung</em> zwischendurch immer wieder Passagen zu sehen, in denen ein Chor singt &#8211; wie als Beweis dafür, wie schön ein harmonisches Miteinander zum Zwecke eines gemeinsamen Ziels sein kann.</p>
<p><strong>Bestes Zitat:</strong></p>
<p>“Ich mag dich. Wir stehen nur auf unterschiedlichen Seiten.”</p>
<p><strong>Der Trailer zum Film:</strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=LKQy81Ft0-s">http://www.youtube.com/watch?v=LKQy81Ft0-s</a></p>
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</ol></p>
</div>
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		<item>
		<title>Hingehört: The Dope &#8211; &#8220;Hinterlandia&#8221;</title>
		<link>http://www.shitesite.de/2013/06/11/hingehort-the-dope-hinterlandia/</link>
		<comments>http://www.shitesite.de/2013/06/11/hingehort-the-dope-hinterlandia/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Jun 2013 10:03:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kraft</dc:creator>
				<category><![CDATA[CD-Regal]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Dinosaur Jr.]]></category>
		<category><![CDATA[Eels]]></category>
		<category><![CDATA[Friendly Fires]]></category>
		<category><![CDATA[Hinterlandia]]></category>
		<category><![CDATA[Kaizers Orchestra]]></category>
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		<category><![CDATA[The Dope]]></category>
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<table>
<tbody>
<tr>
<td width="100">Künstler</td>
<td>The Dope</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Album</td>
<td>Hinterlandia</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Label</td>
<td>DevilDuck</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Erscheinungsjahr</td>
<td>2013</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Bewertung</td>
<td><img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Okay, wir sollten das schnellstens klarstellen. Dope, im Kifferjargon als Fachbegriff für Haschisch gebraucht, ist nicht gut. Dope macht dumm, träge und unglücklich.</p>
<p>Rudi Maier (Gesang &amp; Gitarre) und Franz Neugebauer (Schlagzeug) müssen ein anderes Verständnis des Begriffs haben. Denn die beiden Bayern sind The Dope. Und sie haben mit <em>Hinterlandia</em> ein zweites Album hingelegt, das sagenhaft schlau, fidel und happy ist &#8211; eine fast perfekte Mischung aus Inspiration und Spaß, Strategie und Feuer.</p>
<p><em>Blizzard The Kid</em> stellt gleich zum Auftakt schon das Erfolgsrezept von The Dope vor: Der Track beginnt filigran, deutet dann aber schnell an, dass er auch rocken kann (und möchte). Er ist definitiv ausgeklügelt („Im Songwriting unsere wahrscheinlich schwerste Geburt bisher“, sagt Rudi Maier über das Stück), aber er bringt an genau der richtigen Stelle einen ausgelassenen Ohoho-Chor, um nicht als sterile Kopfgeburt zu gelten.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F78251987" height="166" width="100%" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p>Auch <em>Mines Of Falun,</em> eigentlich ein forscher Rocker, ist minimal gebrochen. <em>Entirely Zipped</em> könnte glatt aus Lied von Built To Spill durchgehen, und spätestens beim famosen <em>Sputnik Sweetheart</em> (benannt nach einem Buch von <a title="Durchgelesen: Haruki Murakami – “Gefährliche Geliebte”" href="http://www.shitesite.de/2004/09/09/durchgelesen-haruki-murakami-gefahrliche-geliebte/">Haruki Murakami</a>) muss man sich dann doch wundern, wie zwei deutsche Hinterwäldler eine so famose, eigenständige Platte hinbekommen. Pop-Affinität und Indie-Prägung stecken darin, in meisterhafter Balance. <a title="Hingehört: Dinosaur Jr. – “Without A Sound”" href="http://www.shitesite.de/2001/09/30/hingehort-dinosaur-jr-without-a-sound/">Dinosaur Jr,</a> die Lemonheads oder Pavement lassen da grüßen, oder aber in modernerer Ausprägung <a title="Interview mit Friendly Fires" href="http://www.shitesite.de/2010/08/04/interview-mit-friendly-fires/">Friendly Fires </a>(oder <a title="Hingehört: Yuck – “Yuck”" href="http://www.shitesite.de/2011/05/07/hingehort-yuck-yuck/">Yuck,</a> The Pains Of Being Pure At Heart oder die Band Of Skulls, für die The Dope durchweg schon das Vorprogramm bestritten haben). Wenn Rudi Maier am Ende wie ein Mantra immer wieder „tear it apart / oh my Sputnik sweetheart“ singt, dann ist das betörend, nichts weniger.</p>
<p>The Dope können heavy sein wie im Instrumental <em>The Fuck-You-All-Song,</em> auf chaotische Beats setzen wie in <em>Narratorriors</em> oder die Idee von <a title="Hingehört: Justin Timberlake – “The 20/20 Experience”" href="http://www.shitesite.de/2013/03/29/hingehort-justin-timberlake-the-2020-experience/">Justin Timberlake</a> als Sänger von <a title="Hingehört: The Duke Spirit – “Bruiser”" href="http://www.shitesite.de/2012/01/02/hingehort-the-duke-spirit-bruiser/">The Duke Spirit</a> aufkommen lassen (das schwere, langsame <em>American Girls</em>). Ihre Lieder können irre komplex werden wie <em>Strawberry Fields</em> (keine Coverversion, sondern wohl eine Abrechnung mit Musiknazis) mit Bläsern, Gitarrenattacken und so viel Spielfreude, wie man sie <a title="Hingehört: Kaizers Orchestra – “Violeta Violeta Vol. III”" href="http://www.shitesite.de/2013/02/18/hingehort-kaizers-orchestra-violeta-violeta-vol-iii/">zuletzt beim Kaizers Orchestra gehört hat.</a> Und sie können Reife und Spontaneität wunderbar zusammenführen wie in <em>Ikarus The Crow.</em></p>
<p><em>Monstertrucks</em> besticht mit einem tollen Gitarrenriff, das durch ein ziemlich irres Effektgerät geschickt wird, und hat ein Break zu bieten, bei dem <a title="Hingehört: Eels – “Wonderful, Glorious”" href="http://www.shitesite.de/2013/02/12/hingehort-eels-wonderful-glorious/">Mark Everett von den Eels</a> das Herz aufgehen dürfte. <em>Mother’s Boy Toy With An Idea,</em> das zuvor schon auf der Single <em>Monsters Of Fuck You All</em> verfügbar war, kommt mit akustischer Strophe daher, leitet dann aber mit der großartigen Zeile „Fuck you all / all around the clock“ einen donnernden Refrain ein. Im Break gibt es ein Trompetensolo und zum Schluss etwas, das man beinahe eine Kakophonie nennen könnte.</p>
<p>„Hier begann tatsächlich alles mit der Idee, ‚Bavaria’ zu singen. Im Prinzip ja eine enorme Peinlichkeit. Ich halte die Peinlichkeit für ein mächtiges Stilmittel“, sagt Rudi Maier über das tanzbare, heitere, leichtfüßige <em>Hollywood</em>, das unter anderem mit dem Hinweis „This is Bavaria / and if it makes you feel better / just imagine it in California“ im Prinzip den Schlusspunkt von <em>Hinterlandia</em> bildet. Denn danach gibt es fünf Minuten Schweigen – und dann den hellen Wahnsinn.</p>
<p>Genauer gesagt: Ein wenig Partygeplapper, aus dem sich dann Volksmusikpostrock herausschält. …<em>Mietraching</em> heißt der Track, unter dessen düsterem Gewand tatsächlich der alte Gassenhauer vom <em>Hiatamadl</em> steckt. „Hier hat uns der Wahnsinn nochmals ins Hirn geschissen“, sagt Rudi Maier, keineswegs entschuldigend, sondern stolz. Und er fügt noch an: „Einem potenziellen Missverständnis muss man in diesem Zusammenhang vielleicht noch vorbeugen: Mit der hirnlosen Bayern-Geilfinderei, diesem anachronistischen Heimatfasching, wie er derzeit in Gestalt von Trachtenparties und La Brass Banda seine tragische Renaissance erlebt, wollen wir nicht das Allergeringste zu tun haben.“ Amen.</p>
<h4>Natürlich muss man ein Video machen, wenn man ein Lied namens <em>Hollywood</em> hat:</h4>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=DnQpCQJo9a0">http://www.youtube.com/watch?v=DnQpCQJo9a0</a></p>
<p><a href="http://thedope.de" target="_blank">Homepage von The Dope.</a></p>
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</ol></p>
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		<title>Draufgeschaut: Love And Other Drugs</title>
		<link>http://www.shitesite.de/2013/06/10/draufgeschaut-love-and-other-drugs/</link>
		<comments>http://www.shitesite.de/2013/06/10/draufgeschaut-love-and-other-drugs/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 Jun 2013 19:08:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kraft</dc:creator>
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<table>
<tbody>
<tr>
<td>Film</td>
<td>Love And Other Drugs</td>
</tr>
<tr>
<td>Produktionsland</td>
<td>USA</td>
</tr>
<tr>
<td>Jahr</td>
<td>2010</td>
</tr>
<tr>
<td>Spielzeit</td>
<td>112 Minuten</td>
</tr>
<tr>
<td>Regie</td>
<td>Edward Zwick</td>
</tr>
<tr>
<td>Hauptdarsteller</td>
<td>Jake Gyllenhaal, Anne Hathaway, Oliver Platt, Hank Azaria, Josh Gad, Gabriel Macht</td>
</tr>
<tr>
<td>Bewertung</td>
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</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Worum geht’s?</strong></p>
<p>Jamie ist ein begnadeter Verkäufer und ein noch besserer Charmeur. Mit diesen beiden Fähigkeiten steht seinem Aufstieg im neuen Job als Pharma-Vertreter anscheinend nichts im Wege. Doch die Branche erweist sich als schwierig, und Jamie muss alles aus sich herausholen, um Ärzte dazu zu bringen, die Psychopharmaka seines Unternehmens zu verschreiben. Als wäre das nicht schon kompliziert genug, kommt dann auch noch eine schwierige Beziehung dazu: Jamie verliebt sich in Maggie, eine junge Parkinson-Patientin. Die will wegen ihrer Krankheit niemanden an sich heranlassen, doch ebenso wie als Ein-Mann-Drückerkolonne in den Arztpraxen kommt Jamie auch bei ihr mit viel Hartnäckigkeit zum Ziel. Als seine Firma dann auch noch Viagra auf den Markt bringt, das ihm überall förmlich aus den Händen gerissen wird, scheint alles in Butter zu sein in seinem Leben. Bis ihm klar wird, was die Parkinson-Krankheit von Maggie wirklich bedeutet.</p>
<p><strong>Das sagt shitesite:</strong></p>
<p>Man wünschte, die verschiedenen Handlungsstränge von <em>Love And Other Drugs</em> würden so gut zusammenpassen wie die beiden Hauptdarsteller. Anne Hathaway und Jake Gyllenhaal harmonieren wunderbar, in schlauen Dialogen, feurigen Streitereien und zahlreichen Nacktszenen. Doch der Versuch, eine romantische Komödie mit einem Krankheitsdrama zu verbinden und dabei noch einen spöttischen Blick auf die Machenschaften im Gesundheitswesen einzubauen, funktioniert nur teilweise.</p>
<p>Am überzeugendsten ist noch die Liebesgeschichte. Maggie will nicht, dass sich jemand in sie verliebt, weil sie weiß, dass sie irgendwann ein Pflegefall sein wird. &#8220;Dir ist doch hoffentlich klar, dass du kein guter Mensch wirst wegen einem Mitleids-Fick mit einem kranken Mädchen, oder?&#8221;, wirft sie Jamie beispielsweise an den Kopf. Der ignoriert das im Rausch der Hormone, doch ausgerechnet in dem Moment, in dem Maggie seine Liebe akzeptieren kann, bekommt er kalte Füße. Das ist eine sehr originelle Entwicklung, mit zwei Spannungslinien, die frontal aufeinander zulaufen, ohne dass man es ahnt &#8211; und den Zusammenstoß dann umso bestürzender machen.</p>
<p>Deutlich oberflächlicher wird in <em>Love And Other Drugs</em> der Umgang mit Parkinson inszeniert. Die Krankheit beschränkt sich meist auf ein Zittern, und Maggie führt von Anfang an einen vergleichsweise abgeklärten Umgang damit vor. Dass dahinter nicht nur Einsamkeit, sondern auch Todesangst lauert, wird nur in wenigen Momenten  sichtbar. Die beste Szene ist denn auch das Treffen einer Selbsthilfegruppe, bei dem sich die Betroffenen gegenseitig politisch unkorrekte Parkinson-Witze erzählen.</p>
<p>Völlig daneben gehen die Seitenhiebe auf die Pharmabranche. Dass ihr Vertriebsmodell in <em>Love And Other Drugs</em> zu weiten Teilen aus kaum verhüllter Korruption besteht, ist weder sonderlich überraschend noch von echter Empörung getragen. Allenfalls die Dreistigkeit, mit der Jamie verfährt, könnte in diese Richtung interpretiert werden &#8211; doch diese Spuren von Kritik verlieren sich völlig, als er sich dank Viagra plötzlich nicht mehr retten kann vor Nachfrage.</p>
<p>Trotz solcher Mängel und eines arg klischeehaften Endes bleibt <em>Love And Other Drugs</em> insgesamt eine charmante, originelle RomCom. Zudem eine mit glänzendem Soundtrack, der unter anderem die Spindoctors, Breeders, Garbage, Fatboy Slim, Beck, Bob Dylan, die Kinks und, ähm, Belinda Carlisle zu bieten hat. Sogar rezeptfrei.</p>
<p><strong>Bestes Zitat:</strong></p>
<p>“Es ist völlig egal, ob es noch 10.000 Momente gibt wie diesen oder nur diesen einen. Das ist Glück. Ja, so ist das. Dieser Moment gehört mir.”</p>
<p><strong>Der Trailer zum Film:</strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=DknnPPffIMA">http://www.youtube.com/watch?v=DknnPPffIMA</a></p>
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