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	<description>Manche nennen es Popkultur.</description>
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		<title>Der kritische Blick: Das rätselhafte Ergebnis beim ESC 2013</title>
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		<pubDate>Sun, 19 May 2013 18:12:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kraft</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[ESC 2013]]></category>

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		<description><![CDATA[Emmelie de Forest aus Dänemark ist die Siegerin beim Eurovision Song Contest 2013. Das ist einigermaßen verwunderlich, ebenso wie viele andere Ergebnisse nach der nahezu perfekten Show in Malmö. Woran das liegt, ist nicht allzu verwunderlich: Die ESC-Macher wünschen sich Berechenbarkeit, um möglichst großen Erfolg für den Sieger ermöglichen zu können. Deshalb gibt es die [...]<div class='yarpp-related-rss yarpp-related-none'>

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				<content:encoded><![CDATA[<p>Emmelie de Forest aus Dänemark ist die Siegerin beim Eurovision Song Contest 2013. Das ist einigermaßen verwunderlich, ebenso wie viele andere Ergebnisse nach der nahezu perfekten Show in Malmö. Woran das liegt, ist nicht allzu verwunderlich: Die ESC-Macher wünschen sich Berechenbarkeit, um möglichst großen Erfolg für den Sieger ermöglichen zu können. Deshalb gibt es die unsinnige Fachjury, und deshalb bleiben die Songs nicht mehr bis zum Finale geheim.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=8VNFu-ghzfg">http://www.youtube.com/watch?v=8VNFu-ghzfg</a></p>
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		<title>Durchgelesen: Joachim Bessing &#8211; &#8220;Tristesse Royale&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 16:33:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kraft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Bücherregal]]></category>
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		<description><![CDATA[Autoren Joachim Bessing, Christian Kracht, Eckhart Nickel, Alexander von Schönburg, Benjamin von Stuckrad-Barre Titel Tristesse Royale Verlag List Erscheinungsjahr 1999 Bewertung Als Tristesse Royale im Herbst 1999 auf den Markt kam, da war die Reaktion in erster Linie: Hass. Das lag zunächst an der anmaßenden Herangehensweise. Drei Tage lang diskutierten Christian Kracht, Eckhart Nickel, Alexander [...]<div class='yarpp-related-rss'>

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<table>
<tbody>
<tr>
<td>Autoren</td>
<td>Joachim Bessing, Christian Kracht, Eckhart Nickel, Alexander von Schönburg, Benjamin von Stuckrad-Barre</td>
</tr>
<tr>
<td>Titel</td>
<td>Tristesse Royale</td>
</tr>
<tr>
<td>Verlag</td>
<td>List</td>
</tr>
<tr>
<td>Erscheinungsjahr</td>
<td>1999</td>
</tr>
<tr>
<td>Bewertung</td>
<td><img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Als <em>Tristesse Royale</em> im Herbst 1999 auf den Markt kam, da war die Reaktion in erster Linie: Hass. Das lag zunächst an der anmaßenden Herangehensweise. Drei Tage lang diskutierten Christian Kracht, Eckhart Nickel, Alexander von Schönburg, Benjamin von Stuckrad-Barre und Joachim Bessing (damals alle im Alter zwischen 25 und 35) im Berliner Hotel Adlon. Ihr Ziel war es, zum Abschluss des Treffens „ein Sittenbild unserer Generation modelliert zu haben“, wie Herausgeber Joachim Bessing im Vorwort formuliert.</p>
<p>Ein bisschen Palaver, angereichert um coole Songzitate, an dessen Ende die Erklärung für die Lage des Landes steht: Dieser Ansatz musste provozieren. Erst recht, weil die Autoren so versnobbt daherkamen. Und schließlich auch, weil sie das Diktat des perfekten Stils einforderten – und sich entsprechend angreifbar machten.</p>
<p>Nur wenige erkannten in dem Werk das Zukunftsweisende. Iris Radisch (<em>Die Zeit</em>) war eine davon. Sie erkannte im popkulturellen Quintett „Dandys der Postmoderne, aber vielleicht auch Abgesandte eines neuen Zeitalters, das Michel Houellebecq in seinem Roman <em>Elementarteilchen</em> groß und einfach das &#8216;nachmetaphysische&#8217; nennt&#8221;. Das ist eine Interpretation, die sich bei der heutigen Lektüre immer wieder bestätigt. <em>Tristesse Royale,</em> von der <em>Frankfurter Rundschau</em> zum zehnten Jubiläum als „Höhepunkt und wohl auch Schlusspunkt der so genannten Popliteratur in Deutschland“ geadelt, ist eine messerscharfe Bestandsaufnahme und stellenweise sogar prophetisch.</p>
<p>Joachim Bessing beispielsweise erkennt, knapp zehn Jahre vor dem Zusammenbruch der Lehman Brothers, die Ausgangssituation für die Finanzkrise: „Wir gehen einfach davon aus, dass Geld immer da ist. Wir wissen, dass es nicht zu Ende geht. Wenn alle Karten gesperrt werden und American Express dir Briefe schreibt, erfährt man für einen Moment die Bedeutung des Geldes. Aber dieser Moment ist kurz, und es geht immer weiter.“</p>
<p>Er ist es auch, der beim Fantasieren über einen Popkünstler-Prototyp der Zukunft das Modell Lady Gaga vorwegnimmt: „Das wäre ja das beste Verschwinden. Wie Andy Warhol, Doppelgänger zu bezahlen, sein Äußeres ständig komplett verändern zu lassen, oder die Fotos und Filme und Artikel, die es über dich gibt, dauernd zu manipulieren – alles in alle Richtungen zu verzerren, zu verschieben und auch verschwinden zu lassen.“</p>
<p>Auch die Reflexionen über den Wandel im Journalismus und der Arbeitswelt beweisen einen genauen Blick für die wichtigsten Strömungen, die Wirkungsmacht der Kräfte, die dabei am Werke sind, und die Dimensionen, in denen scheinbar kleine Trends die Gesellschaft prägen können. Das, was bei ihnen noch „neue Berufe“ heißt, wird wenig später die „Generation Praktikum“ sein (und noch ein bisschen später die Digitale Bohème).</p>
<p>Freilich muss man betonen: <em>Tristesse Royale</em> ist stets zukunftsweisend, allerdings ohne es sein zu wollen. Es gibt in diesem Buch keine Spur von erwachsener Tatkraft, sondern schon eher pubertäres Schwadronieren, dem durchaus auch Elemente des Angebens, des Konkurrierens und Spintisierens innewohnen. Am Konkreten, gar Politischen, ist den Autoren wenig gelegen. Man merkt ihnen an, wie sehr sie des 20. Jahrhunderts überdrüssig sind, aber sie sind weit davon entfernt, eine Utopie als Gegenmodell zu entwickeln oder Reformen anzuregen. Sie haben schlicht keine Lust, sich anzustrengen. Und sie haben erkannt, dass es im Zweifel weniger die Bundestagswahlen sind, die unser Leben prägen, als vielmehr der Plattenschrank. Nirgends wurde zuvor in Deutschland so gut erklärt, was Pop ist, wie er entsteht und wie er unsere Gesellschaft durchdringt.</p>
<p>Alles ist Langeweile für diese fünf Autoren, alles ist Ironie, trotzdem nehmen sie ihre Sujets todernst. Kracht, Nickel, von Schönburg, von Stuckrad-Barre und Bessing liefern ein Feuerwerk des Geistes, ebenso von Popkultur wie vom Bildungsbürgertum geprägt. Sie reflektieren, analysieren und philosophieren und zeigen so letztlich: Bei allem Verfall und Niedergang, den sie attestieren, bestimmt letztlich dennoch die Kultur das Leben und das Selbst.</p>
<p>Dass diese Analyse auch noch eine hoch unterhaltsame Lektüre wird (selbst 14 Jahre später noch) belegt: Ihre Exzellenz begründet sich auf Geschmack, Stil und nicht zuletzt auf Intelligenz. Sie gefallen sich natürlich als Snobs, Yuppies und Dandys. Die richtige Marke für Hemden und Anzüge wird hier mit derselben Selbstverständlichkeit und Nonchalance diskutiert wie der Einfluss von Spindoctors auf die Politik oder die Chancen, die ein weiterer Weltkrieg bieten könnte.</p>
<p>Nur einen Megatrend erkennen die Autoren erstaunlicherweise nicht: die Kraft des Marketings, die vielen der in <em>Tristesse Royale</em> besprochenen Phänomene und Widersprüche zugrunde liegt. Doch auch ohne diese Quelle zu benennen, werden die Folgen seziert, mit der erstaunlichen Erkenntnis, die auch heute noch unser Leben prägt: Die Realität ist nicht nur im Erleben flüchtig, sondern schon in ihrer Entstehung. Sie ist manipulierbar, sie kann geschaffen werden, einfach so aus dem Nichts (also: dem Marketing) heraus.</p>
<p><strong>Bestes Zitat:</strong> „Du kannst dich nicht mehr für eine bestimmte Sache entscheiden, sondern nur noch für die Menschen, die einer Meinung über diese Sache sind. Egal welcher.“ (Benjamin von Stuckrad-Barre)</p>
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</ol></p>
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		<title>Hingehört: Katherine Jenkins &#8211; &#8220;Daydream&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 14:04:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kraft</dc:creator>
				<category><![CDATA[CD-Regal]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Avril Lavigne]]></category>
		<category><![CDATA[Daydream]]></category>
		<category><![CDATA[Katherine Jenkins]]></category>

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		<description><![CDATA[Künstler Katherine Jenkins Album Daydream Label Warner Erscheinungsjahr 2013 Bewertung   Man muss im Leben nicht alles verstehen. Das Konzept „klassische Musik“ zum Beispiel. Viele der heute populärsten Stücke dieses Genres waren schon zur Zeit ihrer Entstehung Straßenfeger – also für die Zeitgenossen quasi Pop, nicht Klassik. So gut wie alles, was heutzutage in diesem [...]<div class='yarpp-related-rss'>

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<table>
<tbody>
<tr>
<td width="100">Künstler</td>
<td>Katherine Jenkins</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Album</td>
<td>Daydream</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Label</td>
<td>Warner</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Erscheinungsjahr</td>
<td>2013</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Bewertung</td>
<td> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.5.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Man muss im Leben nicht alles verstehen. Das Konzept „klassische Musik“ zum Beispiel. Viele der heute populärsten Stücke dieses Genres waren schon zur Zeit ihrer Entstehung Straßenfeger – also für die Zeitgenossen quasi Pop, nicht Klassik. So gut wie alles, was heutzutage in diesem Genre hinzukommt, wird zwar als klassische Musik rubriziert, ist von einem Status als „Klassiker“ aber weit entfernt.</p>
<p>Die Wertschätzung für Menschen, die ihr Instrument nicht bloß gerne spielen, sondern dieses Spielen auch studiert haben, das zu Spielende von einem Notenblatt ablesen und womöglich gar nach dem Tarifvertrag für die Musiker in Kulturorchestern bezahlt werden, ist dennoch ungebrochen. Vor einem Fußball-Länderspiel wird immer noch gerne ein ganzes Stadion voller Fans mit irgendeiner Opernstimme gequält. Und jede Menge Klassikradios erobern die Digitalkanäle.</p>
<p>Dort spielt man gerne auch Katherine Jenkins. Die Mezzosopranistin aus Wales ist zumindest in ihrer Heimat so etwas wie der Megastar der zeitgenössischen klassischen Musik: Sie hat 2004 den bislang höchstdotierten Plattenvertrag der Klassischen Musik Großbritanniens unterzeichnet, sie hat sieben ihrer Alben in die englischen Top10 bekommen und sie hat natürlich auch schon in einem Stadion vor Tausenden Sportfans gesungen (allerdings waren es in ihrem Fall keine Fußball-, sondern Rugby-Anhänger). Und die 32-Jährige hat es seit 2004 auf sagenhafte zwölf Alben gebracht.</p>
<p>Dieser imposante Output ist kein Wunder, wenn man sich <em>Daydream</em> anhört, ihre neuste Veröffentlichung. Das Album ist ein derart kruder Mix aus Musik, die offensichtlich möglichst virtuos, pathetisch und langweilig klingen soll, dass man sich bloß wundern kann. Catherine Jenkins mischt pompösen Pop im Stile von Shania Twain (<em>Can’t Slow Down</em>) mit Chopin-Adaptionen (<em>L’alba verrà</em>), neu arrangierten Traditionals (<em>Carrickfergus</em>), Musicalelementen (<em>A Flower Tells A Story</em>), Schlagerschmonz in septischen Duetten mit Semino Rossi (<em>Because We Believe, The Music Of My Heart</em>) und setzt <em>Abigail’s Song</em> noch obendrauf, ihren Beitrag aus der TV-Serie <em>Doctor Who.</em></p>
<p>Der Opener <em>Black Is The Colour</em> klingt, als würde man sieben Monate lang dem Untergang der Titanic zuschauen, die folgende Pianoballade <em>Your Silhouette</em> ist US-Fließbandpop im Stile von Celine Dion, später gibt es ein kaum wieder zu erkennendes <em>Ave Maria</em> mit reichlich Harfe, dazwischen immer wieder ernste Klassik und dann mit <em>Break It To My Heart</em> auch noch eine Ballade, die <a title="Hingehört: Avril Lavigne – “Under My Skin”" href="http://www.shitesite.de/2004/05/26/hingehort-avril-lavigne-under-my-skin/">zu Avril Lavigne passen würde,</a> wenn man sie eine Oktave tiefer legte. Im Booklet von <em>Daydream</em> dankt Katherine Jenkins „all the men and women of our armed forces“. Wie gesagt: Man muss nicht alles verstehen.</p>
<h4>Lieber tanzen als singen &#8211; das sollte das Motto für Katherine Jenkins sein:</h4>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=HLkjvoWcQ4I">http://www.youtube.com/watch?v=HLkjvoWcQ4I</a></p>
<p><a href="http://www.katherinejenkins.co.uk/" target="_blank">Homepage von Katherine Jenkins.</a></p>
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</ol></p>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Durchgelesen: Max Monnehay &#8211; &#8220;Dorf der Idioten&#8221;</title>
		<link>http://www.shitesite.de/2013/05/14/durchgelesen-max-monnehay-dorf-der-idioten/</link>
		<comments>http://www.shitesite.de/2013/05/14/durchgelesen-max-monnehay-dorf-der-idioten/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 May 2013 09:18:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kraft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Bücherregal]]></category>
		<category><![CDATA[Dorf der Idioten]]></category>
		<category><![CDATA[Max Monnehay]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>

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<table>
<tbody>
<tr>
<td>Autor</td>
<td>Max Monnehay</td>
</tr>
<tr>
<td>Titel</td>
<td>Dorf der Idioten</td>
</tr>
<tr>
<td>Originaltitel</td>
<td>Géographie de la bétise</td>
</tr>
<tr>
<td>Verlag</td>
<td>Eichborn</td>
</tr>
<tr>
<td>Erscheinungsjahr</td>
<td>2012</td>
</tr>
<tr>
<td>Bewertung</td>
<td><img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Literarische Figuren, die Pierrot heißen, gibt es seit fast 500 Jahren. Bei Molière kommt ein Pierrot vor, bei Gustave Flaubert und bei Ludwig Tieck. Einem Pierrot wie dem von Max Monnehay ist man aber noch nie begegnet: In <em>Dorf der Idioten,</em> ihrem zweiten Roman, ist Pierrot kein bemitleidenswerter Clown, sondern ein charismatischer Sektenführer.</p>
<p>So kann man ihn zumindest bezeichnen, als er eines Tages beschließt, einen Ort zu gründen, der schrägen Vögeln wie ihm vorbehalten bleiben soll. Den Dorfdeppen, den Außenseitern, den Idioten. Dank einer reichen Erbschaft kauft er ein Grundstück mit verlassenen Häusern und wirbt per Zeitungsanzeige für seine Idee. Sein Aufruf stößt auf enorme Resonanz: „Pierrot hatte einer ganzen Gemeinde, die bis dahin nicht einmal gewusst hatte, dass sie eine war, eine Prise Hoffnung verabreicht. An jenem Abend hatte in jedem französischen Dorf ein Idiot den Kopf erhoben. Überall im Land hatten Männer und Frauen ihre Zugehörigkeit entdeckt. In wenigen Minuten hatte ein einziger Mensch ein ganzes Volk geschaffen“, schreibt Monnehay.</p>
<p>In ganz Frankreich holt Pierrot also seine Gesinnungsgenossen ab. Der erste, den er aufsammelt, ist Bastien, der in den 25 Jahren seines Lebens bisher fast nichts als Demütigung erlebt hat, bis zum Erbrechen satt ist von Enttäuschungen und zum Ich-Erzähler des Romans wird. 71 andere Interessenten kommen danach noch dazu und bilden das Reservat der Sonderlinge.</p>
<p>Die Einwohner im <em>Dorf der Idioten</em> genießen es, plötzlich nicht mehr wegen ihrer Macken begafft und verspottet zu werden und gestalten sich ein Leben nach ihren eigenen Regeln, ein beinahe paradiesisches Gemeinwesen. Das Dorf gilt für den Rest der Welt erstaunlicherweise nicht als obskures Ghetto, sondern als derart verheißungsvoll, dass es immer neue Bewerber gibt, die ebenfalls einziehen wollen – doch um aufgenommen zu werden, müssen sie vorher nachweisen, dass sie wirklich richtig dumme Deppen sind, und nicht bloß Simulanten. Auch dank dieses besonderen Idiotentests herrscht im Dorf fast perfekte Harmonie. Bis Bastien einen folgenschweren Fehler macht.</p>
<p>Die Utopie vom Leben im Dorf ist sehr originell, noch spannender ist in diesem Buch aber die Frage, wie und warum die Einwohner dorthin gelangt sind. Max Monnehay geht sehr geschickt der Dynamik von Beziehungen und den Mechanismen von Abgrenzung und Gruppenidentitäten auf den Grund. „Wir suchen in dem anderen nicht nur das, was wir mit ihm gemeinsam haben könnten. Nein, wir suchen bei ihm die Unterschiede, die uns vom Rest der Menschheit trennen und die wir mit ihm gemeinsam haben“, schreibt sie an einer Stelle.</p>
<p>Als Idioten wurden ihre Figuren in ihrem alten Leben belächelt, weil sie das Wahre und das Glück suchen und sich nicht bloß mit der Simulation davon begnügen oder gar mit Selbsttäuschung. Nach dem Aufruf von Pierrot lassen sie alle die Ruinen ihres Lebens zurück, ihren Frust und ihre Verzweiflung und entwickeln im Dorf das Gefühl, vielleicht jetzt erst in einer Welt angekommen zu sein, in der nicht alles leer und fremd ist.</p>
<p>Monnehay, Jahrgang 1981, findet sprachlich eine wunderbare Form für diese Fabel: <em>Dorf der Idioten</em> ist wie mit großen Augen geschrieben, einem staunenden, hungrigen, aber nicht naiven Blick auf das Leben. Es gibt viele kurze Sätze und eine ganz einfache Sprache. Nicht selten wird es auch derb, dann ergeht sich der Ich-Erzähler in Kraftausdrücken und einer Aggressivität, die manchmal auch zur Folge hat, dass der Leser direkt angesprochen und wegen seiner Vorurteile oder Assoziationen zur Rede gestellt wird.</p>
<p>Zwischendurch gibt es immer wieder die Definitionen banaler Begriffe, die Bastien aus einem riesigen Wörterbuch seiner Mutter zitiert, als wolle er beweisen: Ich habe etwas begriffen, ich <em>kann</em> etwas begreifen. Einzelne Sätze tauchen mehrfach in diesem Roman auf, sodass sie wie kleine Weisheiten in einem einfältigen Leben erscheinen.</p>
<p>All das macht <em>Dorf der Idioten</em> zu einem sehr originellen und unterhaltsamen Roman, zudem zu einem riesigen Protest gegen die Konvention. Max Monnehay zeigt nicht zuletzt auch: Intelligenz ist bei weitem nicht bloß Veranlagung, sondern ein soziales Produkt, das Fürsorge, Bildung und Menschlichkeit als Voraussetzungen benötigt, also all die Dinge, die diesen Idioten zeitlebens verwehrt wurden von ihrer Umwelt – also von uns. Was natürlich die Frage aufwirft, wer die wahren Idioten sind.</p>
<p><strong>Bestes Zitat:</strong> „Es heißt, man könne sich nicht totschämen. Das ist falsch. Scham ist der hinterhältigste Mörder, den es gibt. Sie nagt an deinem Ego, zehrt es auf, Stück für Stück, bis nichts mehr von dir übrig bleibt als grenzenlose Verachtung für die eigene Person.“</p>
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</ol></p>
</div>
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		<title>Hingehört: Texas &#8211; &#8220;The Conversation&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 09:09:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kraft</dc:creator>
				<category><![CDATA[CD-Regal]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Blondie]]></category>
		<category><![CDATA[Chris Isaak]]></category>
		<category><![CDATA[Primal Scream]]></category>
		<category><![CDATA[Pulp]]></category>
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		<category><![CDATA[Texas]]></category>
		<category><![CDATA[The Conversation]]></category>

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		<description><![CDATA[Künstler Texas Album The Conversation Label Pias Erscheinungsjahr 2013 Bewertung   &#8220;Ich lebe. Ich fühle mich wohl. Ich weiß, dass diese Feststellung auf irgendeine Art und Weise den Eindruck erzeugt, mir fehle die Tiefe. Das liegt daran, dass das Leid bei uns einen höheren Stellenwert besitzt als stilles, angenehmes, bloßes Dasein. Das Positive gilt als [...]<div class='yarpp-related-rss'>

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<table>
<tbody>
<tr>
<td width="100">Künstler</td>
<td>Texas</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Album</td>
<td>The Conversation</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Label</td>
<td>Pias</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Erscheinungsjahr</td>
<td>2013</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Bewertung</td>
<td> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.5.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /></td>
</tr>
</tbody>
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<blockquote><p>&#8220;Ich lebe. Ich fühle mich wohl. Ich weiß, dass diese Feststellung auf irgendeine Art und Weise den Eindruck erzeugt, mir fehle die Tiefe. Das liegt daran, dass das Leid bei uns einen höheren Stellenwert besitzt als stilles, angenehmes, bloßes Dasein. Das Positive gilt als leicht, als unbedacht, als dümmlich, während das Gefühl des Unglücks als existenziell wichtig und richtig wahrgenommen wird. Der heitere Mensch erscheint in der Zeitung auf der Panoramaseite, die Heulsuse im Feuilleton. Wollen wir tiefsinnig sein, sehen wir den Tod mit traurigem Blick als unausweichliche Quintessenz des Lebens, nicht das Leben als zu Glück und Demut verpflichtende, im besten Falle langjährige Chance. Vergnügen ist flach, Verzweiflung tief. Wer immer das erfunden hat, zum Leben hatte er kein Talent. Er floh wahrscheinlich weinend in den tiefen Tann, wo ihn die Geister des Waldes in den Wahnsinn trieben.&#8221;</p></blockquote>
<p>Diese weisen Worte schreibt Dieter Nuhr in seinem aktuellen Buch <a title="Durchgelesen: Dieter Nuhr – “Das Geheimnis des perfekten Tages”" href="http://www.shitesite.de/2013/03/26/durchgelesen-dieter-nuhr-das-geheimnis-des-perfekten-tages/"><em>Das Geheimnis des perfekten Tages.</em></a> Die Tendenz zur Überhöhung des Unglücks, des Negativen, der Verzweiflung ist wahrscheinlich der beste Ansatz, um das Image von Texas zu erklären. Die Band wird geliebt von ihren Fans. Weltweit haben Texas mehr Alben verkauft als der gleichnamige US-Bundesstaat Einwohner hat, und das sind immerhin so etwa 30 Millionen. Doch die Band wird, höflich ausgedrückt, allenfalls belächelt von den Kritikern. „We inevitably anticipated another helping of antiseptic soul and asexual healing, and Texas &#8211; bless their impeccably sculpted hair &#8211; do not disappoint”, schrieb beispielsweise der <em>NME</em> über das 1999er Album <em>Hush</em>.</p>
<p><em>The Conversation,</em> das achte Album in der Karriere von Texas, wird daran wenig ändern. Es ist genau die Platte, die man erwarten durfte von der Band, die vor 25 Jahren auf einer Studentenparty an der Universität von Dundee ihr erstes Konzert spielte. „Das Lustige ist, wenn du mich fragen würdest, wie ein Texas-Album klingen sollte, könnte ich dir das gar nicht sagen. Aber ich weiß, dass <em>The Conversation</em> exakt wie ein Texas-Album klingt“, stellt Sängerin Sharleen Spiteri treffend fest.</p>
<p>Es gibt schöne Musik, <em>mellow</em>, bestens geeignet für den Hintergrund. Die Platte bietet stets mindestens solides Handwerk und atmet durchaus auch den Geist von angenehmer Spontaneität. Es gibt unter den zwölf Liedern auf <em>The Conversation</em> kein einziges, das schlecht wäre, und es gibt sogar zwei richtig gute. Aber das Schlagzeug ist hier deutlich zu oft bloß auf Bums aus, die Streicher klingen mitunter zu künstlich und das Einatmen, bevor Spiteri eine angeblich besonders bedeutende Zeile singt, ist oftmals ein bisschen zu gewollt erotisch. Was Texas vor allem fehlt, ist das, was man in England „edge“ nennt: Ecken und Kanten, etwas Unkonventionelles, Individuelles, Provokantes.</p>
<p><em>I Need Time,</em> der semi-akustische Schlusspunkt der Platte, ist ein gutes Beispiel dafür. Auch <em>Be True</em> passt in diese Kategorie, mit Streichern und ein wenig Motown-Feeling. An beiden Stücken (und an fünf weiteren auf <em>The Conversation</em>) hat übrigens Richard Hawley mitgeschrieben, kurzzeitiges Mitglied von Pulp und anerkanntermaßen einer der besten Songwriter Großbritanniens. In seinem Proberaum in Sheffield haben Texas an den Liedern des Albums gefeilt. „Mit Richard zu schreiben war ein Traum“, schwärmt Spiteri. „Der Mann hat einfach Musik in jeder Fingerspitze.”</p>
<p>Die Liste der prominenten Gäste ist damit nicht beendet. “Little Barrie” Cadogan (<a title="Hingehört: Primal Scream – “Riot City Blues”" href="http://www.shitesite.de/2006/12/04/hingehort-primal-scream-riot-city-blues/">Primal Scream</a>) spielt auf einigen Stücken Gitarre. Das vor Optimismus strotzende <em>Big World</em> entstand gemeinsam mit Bernard Butler (ehemals <a title="Hingehört: Suede – “The Best Of Suede”" href="http://www.shitesite.de/2010/11/29/hingehort-suede-the-best-of-suede/">Suede</a>), mit dem Texas auch die ersten Demos für das Album aufnahmen. Und dann ist da noch ein einigermaßen überraschender Mitstreiter: Ally McErlaine. Der Gitarrist ist zwar Gründungsmitglied von Texas. Dass er noch einmal auf einer Platte seiner Band würde mitwirken können, war zwischendurch trotzdem höchst fraglich. Im September 2009 wurde bei ihm ein Gehirn-Aneurysma diagnostiziert, mit einer Überlebenschance von etwa 20 Prozent. Jetzt ist McErlaine wieder vollständig erholt, nach seiner Genesung wurde er sogar zur treibenden Kraft für das Live-Comeback der Band und das neue Album. „So wie sein Aneurysma fast das Ende von Texas war, so wurde seine Genesung ein neuer Anfang“, sagt Spiteri.</p>
<p>Als solchen kann man<em> The Conversation</em> auch unabhängig von der Erkrankung betrachten. Schließlich hatte die Band sich 2005 zu einer Pause auf unbestimmte Dauer entschlossen, Spiteri nutzte die Zeit für ein Soloalbum. „Nach dem letzten Album <em>Red Book</em> und der Tour danach war 2005 einfach die Zeit gekommen, mal eine Pause einzulegen. Wir dachten so an ein, zwei Jahre, um Zeit für die Familien oder andere Projekte zu haben. So lange sollte es eigentlich nicht werden“, sagt die Sängerin. Dann kam noch der erwähnte Schicksalsschlag hinzu, doch ab 2011 waren Texas wieder gemeinsam live zu sehen.</p>
<p>Bei diesen Konzerten waren einige der neuen Songs, beispielsweise der Opener und Titelsong (<em>The Conversation</em> vereint mit seinem frischem Refrain, der sexy Gitarre und der schlicht schönen Stimme die wichtigsten Texas-Zutaten) oder <em>Detroit City</em> (eingängig und mitreißend und irgendwo zwischen <a title="Hingehört: Blondie – “Best Of Blondie”" href="http://www.shitesite.de/2001/05/28/hingehort-blondie-best-of-blondie/">Blondie</a> und <a title="Hingehört: Roxette – “Travelling”" href="http://www.shitesite.de/2012/03/29/hingehort-roxette-travelling/">Roxette</a> zuhause) schon zu hören. „Dann weißt du, ob ein Song wirklich was taugt oder nicht“, sagt Spiteri. „Worüber wir aber kaum hinwegkamen, das waren all diese 19-, 20-jährigen Kids, die jetzt unsere alten Hits mitsangen. Und ich dachte so: Wie könnt ihr die kennen? Aber das sind wohl einfach die Kids, die damals hinten im Auto auf dem Weg zur Schule saßen, als man das Radio nicht anmachen konnte ohne irgendwann Texas zu hören. Unsere alten Fans sind noch da, während eine neue Generation hinzugekommen ist. Und auch deshalb fühlt es sich genau richtig an, jetzt wieder mit der Band durchzustarten.“</p>
<p><em>Hearts Are Made To Stray</em> ist das Lied, das dieses Gefühl am ehesten zum Ausdruck bringt. Es geht um Zusammenhalt und die Stärke, die Hoffnung, den Trost, den man daraus ziehen kann. Ansonsten dominiert als Thema die Kraft der Liebe. <em>If This Isn’t Real</em> macht das am deutlichsten, als Lied über die emotionale Sicherheit, die Liebe vermitteln kann, und über die Zweifel, die dennoch mitschwingen, weil man um diese ersehnte Sicherheit so sehr bangt.</p>
<p>Auch etliche der Lieder, an denen Richard Hawley beteiligt war, gehen in diese Richtung. <em>Dry Your Eyes</em> setzt auf einen gebremsten Beat, eine zahme akustische Gitarre und einen „uhuhu“-Chor, die auch Smokie nicht verschmähen würden. <em>Maybe I</em> ist luftig, überrascht mit einer ungewohnt tiefen Stimme und könnte auch gut zu Chris Isaak passen.</p>
<p><em>I Will Alaways</em> setzt auf ¾-Takt und dezenten Surfsound und wird ein durchaus glaubwürdiges Liebeslied, in dem das Potenzial sowohl zur Tiefe als auch zum Seichten stecken: Von Johnny Cash oder Marianne Faithful gesungen, könnte es markerschütternd sein. Von Enrique Iglesias oder Jeanette Biedermann interpretiert, wäre es plump und hohl. Die Version von Texas steht genau in der Mitte – und zeigt damit erneut die Diskrepanz in der möglichen Wahrnehmung dieser Band.</p>
<h4>Texas spielen <em>The Conversation</em> live bei Jools Holland:</h4>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=FFmBlzuCqps">http://www.youtube.com/watch?v=FFmBlzuCqps</a></p>
<p><a href="http://www.texas.uk.com/" target="_blank">Homepage von Texas.</a></p>
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</ol></p>
</div>
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		<title>Draufgeschaut: The Saddest Music In The World</title>
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		<pubDate>Sun, 12 May 2013 08:23:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kraft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegtbild]]></category>
		<category><![CDATA[DVD-Regal]]></category>
		<category><![CDATA[David Fox]]></category>
		<category><![CDATA[Guy Maddin]]></category>
		<category><![CDATA[Isabella Rossellini]]></category>
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		<category><![CDATA[Maria de Medeiros]]></category>
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		<category><![CDATA[The Saddest Music In The World]]></category>

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		<description><![CDATA[Film The Saddest Music In The World Produktionsland Kanada Jahr 2003 Spielzeit 99 Minuten Regie Guy Maddin Hauptdarsteller Isabella Rossellini, Mark McKinney, Maria de Medeiros, David Fox, Ross McMillan, Louis Negin Bewertung Worum geht’s? Winnipeg 1933: Die Welt steckt in der Wirtschaftskrise, doch Helen Port-Huntley hat eine brillante Idee, um den Bierabsatz ihrer Brauerei zu [...]<div class='yarpp-related-rss'>

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<table>
<tbody>
<tr>
<td>Film</td>
<td>The Saddest Music In The World</td>
</tr>
<tr>
<td>Produktionsland</td>
<td>Kanada</td>
</tr>
<tr>
<td>Jahr</td>
<td>2003</td>
</tr>
<tr>
<td>Spielzeit</td>
<td>99 Minuten</td>
</tr>
<tr>
<td>Regie</td>
<td>Guy Maddin</td>
</tr>
<tr>
<td>Hauptdarsteller</td>
<td>Isabella Rossellini, Mark McKinney, Maria de Medeiros, David Fox, Ross McMillan, Louis Negin</td>
</tr>
<tr>
<td>Bewertung</td>
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</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Worum geht’s?</strong></p>
<p>Winnipeg 1933: Die Welt steckt in der Wirtschaftskrise, doch Helen Port-Huntley hat eine brillante Idee, um den Bierabsatz ihrer Brauerei zu steigern und ihre Marke auch in den USA bekannter zu machen, wo bald die Prohibition fallen wird: Sie veranstaltet einen Wettbewerb, bei dem die traurigste Musik der Welt gesucht wird. Musiker aus aller Herren Länder strömen herbei, und das Bier fließt dabei ebenso in Strömen. Aus der Marketingaktion wird aber schon bald eine sehr persönliche Angelegenheit: Unter den Teilnehmern sind auch Fyodor Kent, der Helen einst einen Heiratsantrag machte, und sein Sohn Chester, mit dem Helen eine Affäre hatte.</p>
<p><strong>Das sagt shitesite:</strong></p>
<p>Wer Filme vor allem wegen ihrer ästhetischen Originalität schätzt, der muss die Werke von Guy Maddin lieben. <em>The Saddest Music In The World</em> ist da keine Ausnahme: Der Film sieht aus, als sei er locker 60 Jahre alt, ist voller Drama, reich an irrwitzigen Einfällen und kongenial ergänzt durch meisterhafte Musik. Es gibt viel Weichzeichner, schnelle Montagen, Spezialeffekte und funkelnde Lichter in diesem Film, ebenso wie gelegentliche bunte Passagen inmitten des schwarz-weißen Normalfalls. Das sorgt auch optisch für Einmaligkeit.</p>
<p>Helen Port-Huntley ist dabei die Figur, die alles zusammenhält. Es ist ein Hochgenuss, zu sehen, wie Isabella Rossellini die ebenso herrische wie verletzliche Brauereibesitzerin spielt, der seit einem Unfall beide Beine fehlen. Dass Fyodor Kent ihr als Liebesbeweis Prothesen aus Glas anfertigt und die Chefin die Bühne beim Wettbewerbsfinale dann ganz selbstverständlich mit Beinen betritt, die mit schäumendem Bier gefüllt sind, ist nur eines der schrägen Details in <em>The Saddest Music In The World,</em> die einerseits die fantastischen Möglichkeiten des Kinos zeigen, sich andererseits aber erstaunlich schlüssig in die Handlung fügen.</p>
<p>Der Konkurrenzkampf zwischen Fyodor, für den seine Liebe zu Helen längst zum Fetisch geworden ist, und Chester, der mit dem Preisgeld des Wettbewerbs ein Broadway-Musical finanzieren will und keine Skrupel kennt, um dieses Ziel zu erreichen, hat schnell Shakespear&#8217;sche Dimensionen. Das gilt umso mehr, als sich mit Roderick noch ein weiterer Sohn einschaltet, der seinem toten Kind und seiner verschwundenen Gattin nachtrauert und für seine Wahlheimat Serbien antritt. Sein Beitrag im Wettbewerb ist echter, niemals zu tröstender Schmerz &#8211; und kontrastiert entsprechend extrem mit den effektheischenden Inszenierungen, mit denen sein Bruder Chester für die USA ins Rennen geht.</p>
<p><em>The Saddest Music In The World</em> wird so zu beinahe gleichen Teilen zu einem Drama, einem Märchen und einem Musical. Die Themen könnten kaum riesiger sein: Verstümmelung, Völkermord, Heimatlosigkeit, Krieg, die Einsamkeit der Großstadt, die perfide Macht der Kulturindustrie, tote Kinder &#8211; all das wird hier aufgegriffen oder wenigstens angedeutet. Und doch ist in jedem Moment klar, welche Kraft wirklich das schlimmste Leid der Welt erzeugen kann: die Liebe.</p>
<p><strong>Bestes Zitat:</strong></p>
<p>“Life is full of surprises: Take away those surprises and you got a pretty dull proposition.”</p>
<p><strong>Der Trailer zum Film:</strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=oyAlgfHgrk0">http://www.youtube.com/watch?v=oyAlgfHgrk0</a></p>
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		<title>Hingehört: The Ruby Suns &#8211; &#8220;Christopher&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 11 May 2013 21:21:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kraft</dc:creator>
				<category><![CDATA[CD-Regal]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Christopher]]></category>
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		<category><![CDATA[Robyn]]></category>
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		<description><![CDATA[Künstler The Ruby Suns Album Christopher Label Memphis Industries Erscheinungsjahr 2013 Bewertung   „Für Naturen wie die meine, die sich gerne festsetzen und die wichtigen Dinge festhalten, ist eine Reise unschätzbar; sie berichtigt, belehrt und bildet.“ Diese schöne Erkenntnis hat Johann Wolfgang von Goethe 1797 in einem Brief an Friedrich Schiller formuliert. Ich bin natürlich [...]<div class='yarpp-related-rss'>

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<table>
<tbody>
<tr>
<td width="100">Künstler</td>
<td>The Ruby Suns</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Album</td>
<td>Christopher</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Label</td>
<td>Memphis Industries</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Erscheinungsjahr</td>
<td>2013</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Bewertung</td>
<td> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.5.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<blockquote><p>„Für Naturen wie die meine, die sich gerne festsetzen und die wichtigen Dinge festhalten, ist eine Reise unschätzbar; sie berichtigt, belehrt und bildet.“</p></blockquote>
<p>Diese schöne Erkenntnis hat Johann Wolfgang von Goethe 1797 in einem Brief an Friedrich Schiller formuliert. Ich bin natürlich weit davon entfernt, Ryan McPhun – den Mann, der einhundert Prozent der Musik der Ruby Suns schreibt und grob geschätzte 33 Prozent ihrer Besetzung ausmacht – mit Goethe zu vergleichen. Aber wie prägend das Reisen sein kann, davon kann McPhun definitiv auch ein Lied singen. Oder im Falle von <em>Christopher</em>, dem vierten Album der Ruby Suns, sogar gleich zehn.</p>
<p>Denn zuerst zog McPhun aus seiner kalifornischen Heimat nach Neuseeland, wo er die Ruby Suns gründete. Im Winter 2010 hatte er dann genug von seiner Wahlheimat und siedelte nach Norwegen über, um neue Kraft zu schöpfen. Dort entstand der größte Teil von <em>Christopher</em> (der Albumtitel ist “part of an Auckland-based inside joke”, erklärt McPhun). Man kann das unstete Wesen eines Herumtreibers durchaus erkennen in dieser Platte, auch wenn man diese Hintergründe nicht kennt: Alles auf <em>Christopher</em> schwebt, gleitet und segelt durch den Äther. <em>Rush</em>, das sich mit einem bouncenden Bass irgendwo zwischen <a title="Hingehört: The Temper Trap – “Conditions Remixed”" href="http://www.shitesite.de/2010/11/10/hingehort-the-temper-trap-conditions-remixed/">The Temper Trap</a> und Everything Everything einnistet, und das folgende <em>Jump In,</em> ein eher muskuköser und zupackender Moment, deuten die Reiselust auch mit ihren Titeln an.</p>
<p>Auch der Opener <em>Desert Of Pop,</em> zugleich das beste Lied auf <em>Christopher</em>, wäre ohne Reisen niemals möglich gewesen. Das Lied handelt von dem Moment, in dem Ryan McPhun bei einem Festival in Köln kurz das Vergnügen hatte, <a title="Hingehört: Robyn – “Robyn”" href="http://www.shitesite.de/2007/07/04/hingehort-robyn-robyn/">Robyn</a> zu begegnen. Er scheint sich sofort verknallt zu haben angesichts der Zeilen, die er für die Schwedin gedichtet hat: „Flower among the leaves is what you are / cold glass of water in the desert of pop.“ Auch der Drumcomputer scheint in einen Liebesrausch verfallen zu sein, der Rest klingt wie die Schnittmenge aus <a title="Interview mit Zoot Woman" href="http://www.shitesite.de/2010/05/10/interview-mit-zoot-woman/">Zoot Woman</a> und den <a title="Hingehört: Pet Shop Boys – “Elysium”" href="http://www.shitesite.de/2012/09/13/hingehort-pet-shop-boys-elysium/">Pet Shop Boys.</a></p>
<p>Fast alles ist bei den Ruby Suns synthetisch erzeugt, Effekte sind ebenso gerne genommen wie Eighties-Referenzen und eine entspannte, leichte Atmosphäre. Eine gefilterte Gitarre ist (neben der Zeile „I’m not ready fort he real life“) das markanteste an <em>In Real Life.</em> Komplex und dabei sehr gekonnt wird <em>Boy</em>, das sehr hübsche <em>Heart Attack</em> setzt auf einen Latin-Rhythmus, <em>Starlight</em> ist so etwas wie House für die Chillout-Zone.</p>
<p>Manche Lieder, wie <em>Futon Fortress</em> oder <em>Kingfisher Call Me</em> (das fast nur aus der Beschwörung „Dry your eyes“ zu bestehen scheint) sind für sich genommen ein bisschen arg <em>mellow</em> oder sogar tendenziell öde. Aber als Ganzes ist <em>Christopher</em> durchaus gefällig – fluffig im besten Sinne.</p>
<h4>The Ruby Suns spielen <em>In Real Life.</em> Live.</h4>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=PxRdy5MaJEs">http://www.youtube.com/watch?v=PxRdy5MaJEs</a></p>
<p><a href="http://www.myspace.com/therubysuns" target="_blank">The Ruby Suns bei MySpace.</a></p>
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</ol></p>
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		<title>Draufgeschaut: Ein letzter Kuss</title>
		<link>http://www.shitesite.de/2013/05/10/draufgeschaut-ein-letzter-kuss/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 May 2013 20:16:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kraft</dc:creator>
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<table>
<tbody>
<tr>
<td>Film</td>
<td>Ein letzter Kuss</td>
</tr>
<tr>
<td>Produktionsland</td>
<td>Italien</td>
</tr>
<tr>
<td>Jahr</td>
<td>2001</td>
</tr>
<tr>
<td>Spielzeit</td>
<td>115 Minuten</td>
</tr>
<tr>
<td>Regie</td>
<td>Gabriele Muccino</td>
</tr>
<tr>
<td>Hauptdarsteller</td>
<td>Stefano Accorsi, Giovanna Mezzogiorno, Martina Stella, Stefania Sandrelli, Luigi Diberti, Claudio Santamaria, Giorgio Pasotti, Marco Cocci, Pierfrancesco Favino</td>
</tr>
<tr>
<td>Bewertung</td>
<td><img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Worum geht’s?</strong></p>
<p>Seit drei Jahren sind Carlo und Giulia zusammen. Als sie schwanger wird, bekommt Carlo kalte Füße: Ist das wirklich das Leben, das er will? Auch seine Freunde stellen sich diese Frage: Einer träumt von einer Weltreise, einer ist als frischgebackener Vater überfordert, einer will es noch einmal krachen lassen, bevor in wenigen Tagen seine Hochzeit ansteht. Auch Giulias Mutter gibt die Nachricht, dass sie demnächst Oma sein wird, zu denken. Sie will sich endlich entschließen, ihren Mann zu verlassen, mit dem sie schon seit Jahrzehnten nichts mehr verbindet.</p>
<p><strong>Das sagt shitesite:</strong></p>
<p>Die Handlung klingt einigermaßen banal und vor allem die Amerikaner haben mit Filmen wie <a title="Draufgeschaut: Valentinstag" href="http://www.shitesite.de/2012/04/23/draufgeschaut-valentinstag/"><em>Valentinstag</em></a> oft genug bewiesen, wie schwierig es ist, sich mit einem großen Ensemble dem Wesen der Liebe anzunähern. <em>Ein letzter Kuss</em> fährt aber eine sehr überzeugende Strategie und wird so zu einer vorzüglichen Komödie mit großer Leichtigkeit und reichlich Esprit. Jede Figur entspricht hier einer Facette von amourösen Beziehungen: Leidenschaft, Familiensinn, Sex, Geborgenheit, Treue &#8211; all das wird thematisiert, ohne dass arg konstruierte Zusammenhänge notwendig wären.</p>
<p>Überall sind die Figuren umgeben von Erwartungshaltungen, ohne dass sich eine Möglichkeit zur Flucht eröffnet. Geschickt spielt <em>Ein letzter Kuss</em> mit der Frage, ob die Sehnsucht nach Freiheit, die Carlo und seine Freunde an den Tag legen, vielleicht nur die Angst vor Entscheidungen ist. Glaubwürdig und amüsant wirkt das vor allem dank sehr guter Schauspieler und spritziger Dialoge. Besonders clever ist der Handlungsstrang mit Julias Mutter, die das lebende Abbild der Zukunft ist, die von den Um-die-30-Jährigen befürchtet wird. Ihre Figur bewahrt <em>Ein letzter Kuss</em> nicht nur vor der Schublade der Liebesgeschichten mit jungen Erwachsenen, sondern zeigt letztlich auch die Universalität des Themas.</p>
<p><strong>Bestes Zitat:</strong></p>
<p>“Wir sind keine 20 mehr, aber wir sind auch noch keine 40. Mit 40 ist das Leben vorbei &#8211; das wussten wir schon immer.”</p>
<p><strong>Der Trailer zum Film:</strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=Uyuq3IRCYBE">http://www.youtube.com/watch?v=Uyuq3IRCYBE</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Hingehört: Frank Turner &#8211; &#8220;Tape Deck Heart&#8221;</title>
		<link>http://www.shitesite.de/2013/05/09/hingehort-frank-turner-tape-deck-heart/</link>
		<comments>http://www.shitesite.de/2013/05/09/hingehort-frank-turner-tape-deck-heart/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 May 2013 19:13:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kraft</dc:creator>
				<category><![CDATA[CD-Regal]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Arctic Monkeys]]></category>
		<category><![CDATA[Bruce Springsteen]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Turner]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Ferdinand]]></category>
		<category><![CDATA[REM]]></category>
		<category><![CDATA[Tape Deck Heart]]></category>

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<table>
<tbody>
<tr>
<td width="100">Künstler</td>
<td>Frank Turner</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Album</td>
<td>Tape Deck Heart</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Label</td>
<td>Xtra Mile Recordings</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Erscheinungsjahr</td>
<td>2013</td>
</tr>
<tr>
<td width="100">Bewertung</td>
<td> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.5.png" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Es gibt ein paar Dinge, die tut man als Mann viel zu selten. Seine Kumpels in den Arm nehmen. Seine Schwester anrufen. Um seine Vorfahren weinen. Seien wir ehrlich: Die meisten von uns Kerlen sind emotionale Wichte.</p>
<p>Zum Glück haben wir aber Frank Turner. Einen Mann, der für BlutSchweißUndTränen steht, für NoBullshitAuthentizität, für DasHerzAmRechtenFleck. Wir können seine Musik hören. Seine Stimme, die immer ein bisschen lauter, höher und leidenschaftlicher singt, als sie eigentlich zu vermögen scheint. Seine Lieder, die Pferde stehlen, Trost spenden, Leben retten können. Und dann können wir für einen kurzen Moment merken, wie schön, intensiv und hoffnungsvoll das Leben doch wäre, wenn man nicht ständig versuchte, cool zu sein.</p>
<p>An Frank Turner kleben eine Menge Begriffe, die absolut nicht cool sind: sympathisch, ehrlich, politisch. Seinem stetigem Aufstieg stand all das nicht im Weg: Der 31-Jährige, der als Sänger der Post-Hardcore-Band Million Dead begann, hat mittlerweile 300.000 Platten verkauft und durfte im vergangenen Jahr gemeinsam mit <a title="Hingehört: Paul McCartney – “Chaos And Creation In The Backyard”" href="http://www.shitesite.de/2005/09/30/hingehort-paul-mccartney-chaos-and-creation-in-the-backyard/">Paul McCartney,</a> Duran Duran und den <a title="Hingehört: Arctic Monkeys – “Favourite Worst Nightmare”" href="http://www.shitesite.de/2007/05/12/hingehort-arctic-monkeys-favourite-worst-nightmare/">Arctic Monkeys</a> die Olympischen Sommerspiele in London eröffnen. Natürlich macht ihn all das dann doch unfassbar cool.</p>
<p><em>Tape Deck Heart,</em> sein fünftes Studioalbum, kann mit einigem Recht als bisheriger Höhepunkt seiner Karriere angesehen werden. Nicht nur, weil die Platte ihm mit Platz 2 in seiner englischen Heimat die mit Abstand höchste Chartplatzierung eingebracht hat. Sondern vor allem, weil es ein Meisterwerk von zwölf famosen Songs ist, die einen Künstler zeigen, der genau weiß, was er will und kann, ohne auch nur in die Nähe von Abgehobenheit zu gelangen.</p>
<p>Dazu passt auch ein gut funktionierender Shit Detector, der Frank Turner davor bewahrte, <em>Tape Deck Heart</em> zu überfrachten. Das Album sollte auf keinen Fall länger als 45 Minuten werden, hatte er sich vorgenommen: „Wir hatten rund 25 Songideen, als wir uns ins Studio begaben, und nicht alle davon waren wirklich gut“, sagt er. „Also dampften wir das Material auf die besten zwölf Songs zusammen. So passt es auch ganz wunderbar auf eine Seite einer C90-Kassette.“</p>
<p>Am Beginn steht die erste Single <em>Recovery</em>, ein Lied, das vordergründig von Liebeskummer, Schuldgefühlen und Flucht in den Rausch erzählt, aber eigentlich von Romantik und Zusammenhalt handelt. Schon in den ersten Sekunden, wenn nur Gesang und Gitarre zu hören sind, kann man sich der Dringlichkeit nicht entziehen, die Frank Turner ausstrahlt. Im Refrain steckt dann all die Hoffnung und Zuversicht der Welt: Er singt wie ein Gefangener, der endlich seine Ketten gesprengt hat, wie ein Taugenichts, der sein erstes selbst verdientes Geld in der Tasche hat, oder wie ein Jungspund, der gerade ein Kuss von einem Mädchen bekommen hat, von dem er sich nicht mal ein Lächeln zu erhoffen gewagt hätte.</p>
<p>Immer wieder überrascht<em> Tape Deck Heart</em> mit enormer Eingängigkeit. Produzent Rich Costey (<a title="Hingehört: Franz Ferdinand – “Franz Ferdinand”" href="http://www.shitesite.de/2004/04/19/hingehort-franz-ferdinand-franz-ferdinand/">Franz Ferdinand,</a> <a title="Hingehört: Weezer – “Hurley”" href="http://www.shitesite.de/2011/01/08/hingehort-weezer-hurley/">Weezer</a>) dürfte daran einigen Anteil haben. Vielleicht hat auch die kalifornische Sonne während der Aufnahmen in Burbank mitgeholfen. <em>The Way I Tend To Be</em> beispielsweise ist schlicht ein sehr hübscher Popsong über Einsamkeit und die Suche nach dem Glück. Das beinahe pompöse <em>Oh Brother</em> gönnt sich ein paar Flöten, ein mächtiges Klavier und ein Gitarrensolo. <em>Losing Days</em> ist damit beschäftigt, sich mit dem Älterwerden abzufinden, und nicht nur wegen der prominenten Mandoline klingt das wie REM oder gar die Hooters.</p>
<p>Den Vogel schießt <em>Four Simple Words</em> ab, das bisher schlicht und ergreifend beste Lied des Jahres: Der Track beginnt wie eine Musicalnummer, wird dann zum Folk-Schunkelliedchen und zum Punkrockfeger, jeder Part ist dabei grandios gelungen. Wenn dann nach dem zweiten Refrain nichts weniger als die Essenz des aufrichtigen Rock’N’Roll eingefordert wird, dann ist das schlicht atemberaubend.</p>
<div style="width: 100%; text-align: center;"><iframe src="https://udd-app.umg-cms.eu/_artists/frankturner/_facebook/_player/iframe/?autoplay=false&amp;track=&amp;color=&amp;displaymode=mini" height="600" width="398" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></div>
<p>Bei allem Hitpotenzial wird die Platte dennoch niemals oberflächlich oder gar anbiedernd. Immer wieder bricht Frank Turner aus aus dem mitunter glamourösen Sound, gönnt sich reduzierte, intime Momente wie das Break in <em>The Way I Tend To Be</em> oder das akustische, wehmütige <em>Good &amp; Gone</em> (mit der wunderbaren Textzeile „Fuck you Motley Crue“).</p>
<p>Nicht zuletzt sind seine Themen mitten aus dem Leben. <em>Polaroid Picture</em> trauert den noch gar nicht so lange zurückliegenden Jahren des eigenen Sturm und Drang nach und erkennt doch an, dass eine neue Generation nachfolgt, die ihre eigene Party feiert. Das am Ende hymnische <em>The Fisher King Blues</em> blickt sagenhaft weise und gelassen auf das Leben („We&#8217;re all broken boys and girls, at heart / Come together fall apart“), schüttelt beinahe amüsiert den Kopf über all das amouröse Treiben und ist dennoch kein bisschen immun gegen den Schmerz, den dieses Treiben mit sich bringen kann. <em>Anymore</em> erzählt ganz unsentimental vom Ende einer Liebe, und wird gerade deshalb so herzzerreißend.</p>
<p><em>Plain Sailing Weather</em> handelt von Unrast und Verlockungen, mit einem blutenden Herzen gesungen und einem Geist, der die eigene Unvollkommenheit zu 99 Prozent verflucht und doch zu 1 Prozent genießt: „The problem with falling in love in late bars / Is that there&#8217;s always more nights, there&#8217;s always more bars / The problem with showing your lover your scars / Is that everybody&#8217;s lover is covered in scars“, singt Frank Turner, und wenn es gegen Ende dazu reichlich Schlagzeugwirbel gibt, dann könnte man ihn fast für einen Flagellanten halten ob all dieser Aufrichtigkeit und Selbstanklage.</p>
<p>Nach einem Song wie dem unfassbaren <em>Tell Tale Signs</em> dürfte man eigentlich keinen anderen auf der Welt mehr guten Gewissens als „Liebeslied“ bezeichnen, so viel Gefühl, Bitterkeit und Wärme steckt in diesen 253 Sekunden. Es ist eines von vielen Liedern, die man gerne so schnell wie möglich selbst auf der Gitarre spielen möchte, um ihnen noch ein bisschen näher zu kommen, um sie noch ein bisschen besser nachfühlen zu können.</p>
<p>Ganz wenige Musiker haben diese Mischung aus Echtheit und Feuereifer hinbekommen, aus Bodenständigkeit und Attraktivität, aus dem, was unser aller Leben ist, und der Kunst, daraus die ganz besonderen Momente (und Zeilen) zu destillieren. Bruce Springsteen hat es vor langer Zeit geschafft, The Streets, <a title="Hingehört: Arctic Monkeys – “Whatever People Say I Am That’s What I Am Not”" href="http://www.shitesite.de/2008/03/12/hingehort-arctic-monkeys-whatever-people-say-i-am-thats-what-i-am-not/">die Arctic Monkeys in ihren Anfangsjahren.</a> Frank Turner gelingt das jetzt schon seit sieben Jahren, immer intensiver, immer besser.<em> Tape Deck Heart</em> ist ein Album, das man sofort an alle Freunde verschenken will, auf dass auch sie daraus Kraft schöpfen können. Frank Turner ist ein Name, den man sich sofort tätowieren lassen muss. Mitten aufs Herz.</p>
<h4>Ein Making Of von Tape Deck Heart:</h4>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=seDBUiPSvKk">http://www.youtube.com/watch?v=seDBUiPSvKk</a></p>
<p><a href="http://frank-turner.com/" target="_blank">Homepage von Frank Turner.</a></p>
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		<title>Durchgelesen: John Grisham &#8211; &#8220;Home Run&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 08 May 2013 21:37:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kraft</dc:creator>
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<table>
<tbody>
<tr>
<td>Autor</td>
<td>John Grisham</td>
</tr>
<tr>
<td>Titel</td>
<td>Home Run</td>
</tr>
<tr>
<td>Originaltitel</td>
<td>Calico Joe</td>
</tr>
<tr>
<td>Verlag</td>
<td>Heyne</td>
</tr>
<tr>
<td>Erscheinungsjahr</td>
<td>2012</td>
</tr>
<tr>
<td>Bewertung</td>
<td><img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/1.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /> <img alt="" src="http://www.shitesite.de/wp-content/plugins/starred-review/images/stars-black-png/0.0.png" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Man sollte meinen, John Grisham habe sich seinen großen Traum schon erfüllt. Er war knapp zehn Jahre lang als Anwalt tätig, aber er wollte lieber ein Schriftsteller sein, der Justizthriller schreibt. Das hat er geschafft. Mehr als 250 Millionen Mal haben sich seine Bücher wie <em>Die Firma</em> oder <em>Die Akte</em> seitdem verkauft.</p>
<p>Ein Wunsch blieb trotz allem unerfüllt: Als kleiner Junge wollte John Grisham gerne eine Karriere als Baseballprofi einschlagen, am liebsten bei den St. Louis Cardinals. Diese Fantasie lebt er nun ebenfalls als Schriftsteller aus: mit <em>Home Run,</em> seinem neuen Roman.</p>
<p>Aus Sicht des Autors ist die Kompensation gelungen. «Niemals zuvor hatte ich beim Schreiben so viel Spaß», sagte er kürzlich in einem Interview. Aus Sicht des Lesers ist <em>Home Run</em> ebenfalls ein Treffer. Grisham überzeugt auch in der eher ungewohnten Materie. Der Roman ist weitaus entspannter und unspektakulärer als seine großen Bestseller, aber eine rührende Geschichte über Väter und Söhne und über die (amerikanischen) Werte, die der Sport manchmal besser zum Ausdruck bringt als jedes andere Element unserer Kultur</p>
<p>Sein Ich-Erzähler ist Paul Tracey, Programmierer aus Santa Fe, verheiratet, Vater zweier Töchter. Als kleiner Junge war er ein riesiger Baseballfan, wie Millionen andere Amerikaner auch. Seine Beziehung zum Baseball ist aber eine ganz besondere: Pauls Vater, Warren Tracey, war Profispieler in der höchsten Liga. Er hinterließ kaum bleibenden Eindruck in den Annalen dieser Sportart, bis auf ein Detail: Im Jahr 1973 warf er einen Ball auf seinen Gegenspieler Joe Castle, damals ein gefeiertes Talent. Castle trug eine schlimme Kopfverletzung davon, die seine Karriere beendete – und zugleich die Liebe von Paul Tracey zum Baseball.</p>
<p>Die Konstellation basiert lose auf der wahren Geschichte von Ray Chapman (1891-1920), dem einzigen Spieler in der Geschichte des Baseballs, der jemals durch einen Treffer getötet wurde. Im Gegensatz zu ihm ist Joe Castle aber kein Routinier, sondern ein Senkrechtstarter – so unwiderstehlich, dass selbst der kleine Paul Tracey zum Fan wird, obwohl er doch eher seinen Vater anfeuern sollte. Den Aufstieg des Neulings in der Liga erzählt John Grisham beinahe minutiös, mit der Baseball-typischen Vorliebe für Statistiken. Für alle, die Schwierigkeiten haben, den Spielberichten mit all ihren Fachbegriffen zu folgen, hat er vernünftigerweise auch eine kleine Regelkunde verfasst, die sich am Ende seines Buches findet (aber eigentlich an den Anfang gehörte).</p>
<p>Schon die Figur des Joe Castle wäre reizvoll genug für einen lesenswerten Roman, doch Grisham reichert <em>Home Run</em> um mindestens zwei weitere Dimensionen an. Zum einen ist da die Beziehung von Vater und Sohn: Kurz nach seinem fatalen Wurf verließ Warren Tracey die Familie, seitdem hat er kaum noch Kontakt zu seinem Sohn. Nun liegt er im Sterben, der Krebs lässt ihm nur noch wenige Wochen, um ein paar Dinge zu klären, die in seinem Leben schief gelaufen sind.</p>
<p>Zum anderen hat sich Paul Tracey in den Kopf gesetzt, dass sein Vater Joe Castle noch einmal gegenüber treten und ihn nach mehr als 30 Jahren um Verzeihung bitten soll. Er will beide besuchen und die Möglichkeiten dafür ausloten, wohlwissend, dass dies zugleich eine Reise in seine eigene Vergangenheit wird, in ihre Schwärmereien und Traumata. Aus der Frage, ob zumindest eine dieser Versöhnungen gelingen wird, bezieht <em>Home Run</em> letztlich seinen Reiz und wird zu einer spannenden Geschichte über Neid und Loyalität, Fairness und Vergebung.</p>
<p><strong>Beste Stelle:</strong> „Das Geräusch, wenn ein Baseball aus Leder auf einen Schlaghelm aus Kunststoff trifft, ist unverkennbar. (…) Es ist kein scharfer Knall, sondern eher so, als würde ein stumpfer Gegenstand auf eine harte Oberfläche treffen. Es ist ein furchtbares Geräusch, doch wenn man es hört, denkt man sofort, dass der Helm schwere Verletzungen verhindert. Aber das Geräusch, als Joe getroffen wurde, was anders. Was wir hörten, war der dumpfe Aufschlag eines Baseballs, der Fleisch und Knochen zermalmt. Zuschauer, die nahe genug am Feld saßen, um das Geräusch zu hören, sollten es nie wieder vergessen. Ich konnte es hören. Und heute höre ich es immer noch.“</p>
<p>&nbsp;</p>
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</ol></p>
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