Futter für die Ohren mit Black Rust, den Wombats und Operator Please


The Wombats machen Lust auf ihr zweites Album "This Modern Glitch".

The Wombats machen Lust auf ihr zweites Album "This Modern Glitch".

Eine neue Rubrik auf der Shitesite! Künftig gibt es hier nicht nur zu lesen, ob Musik etwas taugt. Es wird auch, ähm, getaucht. Aus den Untiefen des Netzes zaubere ich kostenlose Musik hervor, die man sich legal herunterladen kann. Einmal die Woche gibt es also: Futter für die Ohren. Heute steigern die Wombats die kaum noch zu ertragende Vorfreude auf ihr zweites Album This Modern Glitch. Retro Stefson zeigen, wie nahe Island an Afrika liegt. Und Westfalen ist gleich zweimal vertreten.

The Wombats

Das neue Album der Wombats kommt Ende April (und liegt schon auf meinem Schreibtisch, ätsch!). Nach dem umwerfenden Debüt A Guide To Love, Loss And Desperation ist die Platte natürlich heiß erwartet. Mit Addicted To The Cure, das großzügigerweise zum kostenlosen Herunterladen auf der MySpace-Seite der Wombats bereit steht, geben sie einen Vorgeschmack, und zeigen, dass sie auch diesmal wieder auf herrlich hysterische Hits setzen. ****

Operator Please

Operator Please sind bekanntermaßen Spaß pur. Die Australier durften schon für die Arctic Monkeys und Kaiser Chiefs den Anheizer geben. Auch der neue Track Catapult (hier im Angebot) aus dem im September erschienenen Album Gloves hat die Orgel-und-Bass-Power, die man an Operator Please schätzt, dazu wird dezent mit Disco geflirtet. Ein bisschen, als würde Kylie Minogue sich in den unglaublichen Hulk verwandeln. ****

Ray Stress

Ray Stress verschenken sogar “Die beste der Welt”. Das selbst ernannte antipopmusikalische Korrektiv aus Westfalen hat Zeilen wie diese im Angebot: „Ich tu alles was sein muss, ich schlaf nicht ma / für dich bin ich engagierter als das Rote Kreuz in Afrika“. Das Lied, das es gratis auf der Ray-Stress-Homepage gibt, klingt ein bisschen, als würden Fünf Sterne Deluxe sich am Jazz versuchen. *1/2

Ferry Corsten

Wer es eher elektronisch mag, ist bei Ferry Corsten richtig aufgehoben. Der Trance-Star aus Holland versucht gerade, die 5000.000er-Marke bei seinen Facebook-Fans zu knacken und verschenkt deshalb ein Lied. Der exklusive Track, von dem es bisher lediglich ein Snippet gibt, zeigt, was auch U2, The Killers oder Nelly Furtado an ihm schätzen, für die Ferry Corsten schon Remixes gemacht hat: FourToTheFloor satt. Musik gibt es aber erst, wenn sich noch gut 80.000 Menschen mit dem Gedanken an Ferry Corsten anfreunden können. **

Retro Stefson

Retro Stefson sind da großzügiger. Sie verschenken Mama Angola ganz ohne Limit an ihre Facebook-Fans. Das Lied nimmt vorweg, was man ab Mitte Mai auf ihrem Album erwarten darf: Weltmusik meets Indiepop. Wenn so eine Kombination auch noch aus Island kommt, von Musikern, die früher einmal Rap gemacht haben, dann kann das reichlich spannend werden. Und, wie im Fall von Mama Angola, voller Lebensfreude und Albernheit stecken. ***

Black Rust

Auch bei Black Rust gibt es reichlich geographische Verwirrung. Die Jungs aus Ahlen (Westfalen) machen Americana, und zwar lupenrein und sehr gekonnt. Gerade ist ihr zweites Album The Gangs Are Gone erschienen. Zur Feier des Tages gibt es auf ihrer Homepage gleich zwei Lieder umsonst: It’s Alright Girl (I’m Only Lying) vom Debütalbum Medicine & Metaphors in einer ausgelassenen Live-Version (**1/2). Und ein Cover des Bob-Dylan-Klassikers I Want You, der streng akustisch daher kommt und das Original von His Bobness mit einem Kleid aus Untröstlichkeit einhüllt. ***1/2

Daedelus

Zum Schluss noch einmal Elektronik. Daedelus ist in diesem Fach quasi schon ein Altmeister. Zur Veröffentlichung seines zwölften Albums Bespoke beschenkt er die Fans auf seiner Homepage mit einem Remix des Album-Openers Tailor-Made. Das Lied, das in der Albumversion noch deutlich nach House klingt, wird im Tokimonsta Mix mit Breakbeats ausgestattet und trotzdem in Richtung Chill-Out gebremst. **1/2

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