Futter für die Ohren mit Smashing Pumpkins, Other Lives, The Weeknd und Roots Manuva


Mein Gott, der Herbst ist da! Die passende Musik dazu als kostenlosen Download gibt es diesmal gleich dreifach: zwei Songs von The Head And The Heart und ein Track der Other Lives eignen sich perfekt zum Blättersichverfärbenunddannrunterfallensehen. Zudem machen die Smashing Pumpkins ein bisschen Appetit auf die anstehende Tour und die demnächst verfügbaren Re-Issues ihrer ersten beiden Alben. Und es gibt ein bisschen HipHop und eine riesige Ladung (zwei komplette Alben gratis zum Runterladen, jawohl!) R’n’B.

Gleich zwei Songs verschenken Head & The Heart auf ihrer Homepage. Das Duo, das gerade zur “besten neuen Band Seattles” gewählt wurde, ist in Americana verwurzelt und musiziert auf dem sehr empfehlenswerten Debütalbum The Head And The Heart gerne schwelgerisch, ohne den Beat zu vernachlässigen – perfekt zum Autofahren. Lost In My Mind (***1/2) hat gleichzeitig Zartheit und Schwung. Auch Down In The Valley (***) ist eine wunderhübsche Ballade zwischen Ryan Adams und Kristofer Aström, streng akustisch und mit zartbitteren Streichern.

Watch Me Dance – das ist, richtig erkannt, der Titel des aktuellen Albums von Toddla T. (übrigens: einen Albummix von Toddla T. gibt es hier gratis). Nun hat auch Roots Manuva, der den Track gemeinsam mit Toddla T. gebastelt hat, seine Version des Lieds (***1/2) veröffentlicht. Knallig und mit noch mehr Zutaten, die er zu einem wunderbaren kreativen HipHop-Durcheinander vermengt. Als Kostprobe für sein gerade erschienenes Album 4everrevolution hat seine Plattenfirma Big Dada Watch Me Dance hier zum kostenlosen Download bereitgestellt.

Gleich zwei ganze Alben verschenken The Weeknd in Form von Thursday und House Of Balloons (**1/2) auf ihrer Homepage. Hinter dem Namen steckt der Kanadier Abel Tesfaye. Loft Music und Coming Down sind zwei der Songtitel auf House Of Balloons – das zeigt schon: Um seine hohe Stimme, die an Usher und Ginuwine erinnert und manchmal sogar in Richtung Tracy Chapman geht, baut er keine Beatbuden auf, sondern liefert eher eine melancholische Version von R’n’B.

Zuhause in Oklahoma haben The Other Lives ihr zweites Album Tamer Animals aufgenommen. Joey Waronker, der ehemalige Drummer von Beck, hat das Werk produziert – aber das ist nicht unbedingt ein Fingerzeig für den Sound von For 12, das es auf der Homepage der Band im Tausch gegen eine E-Mail-Adresse gibt. Der Song (***) lässt mit nervösem Beat und viel Raum für die Streicher eher an Fleet Foxes oder Radiohead denken. Genau das richtige für alle, die schon immer wissen wollten, wie Sigur Ros bei einem Stromausfall klingen würden.

Auch wieder da: die Smashing Pumpkins. Billy Corgan und wer auch immer sich gerade als Restband um ihn schart sind im Oktober auf Tour in den USA, Ende November kommen sie auch nach Deutschland. Demnächst stehen Neuveröffentlichungen der ersten beiden Alben an. Gish und Siamese Dream wird es als Remaster mitsamt Bonustracks geben. Als Vorgeschmack gibt es für alle, die sich im Smashing Pumpkins Record Club (wie putzig) registrieren, das Demo von Drown (der fertige Song landete 1992 auf dem Soundtrack von Singles – Gemeinsam einsam) als kostenlosen Download. Selbst die Demos sind bei Billy Corgan natürlich schon Rockopern. Drown (***) beginnt entspannt wie die chilligen Passagen von Mellon Collie, wird dann aber muskulöser und mündet natürlich in ein großes Finale mit fiesen Gitarren und einem wunderbar hypnotischen Bass. Wäre ein schöner Rausschmeißer für Siamese Dream gewesen.

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