Hingehört: Blur – „Beetlebum“ 2


„Beetlebum“ dreht die Beatles durch den Fleischwolf.

Künstler Blur
Single Beetlebum
Label Food
Erscheinungsjahr 1997
Bewertung ***1/2

Marketing-Fachleute von Plattenfirmen haben ja einige Verbrechen zu verantworten. Die Verkaufsförderer von Blurs Label scheinen ihren Job allerdings ziemlich gut zu machen. Schon damals, beim battle of the bands, veröffentlichten sie Country House in drei Varianten, wodurch die Single vor Roll With It in den Charts landete.

Diesmal hatten sie eine noch bessere Idee: Single + T-Shirt zum Preis der Single. So kriegten sie mich auch zum Kauf von Beetlebum. Obwohl ich sonst ja wirklich keine Blur-Singles kaufe. Aber das T-Shirt ist wirklich wunderschön, wenn auch inzwischen fast durchsichtig (das alte Lieblings-T-Shirt-Problem: häufiges Waschen). Ich trage es dennoch sehr gerne. Öfter jedenfalls, als ich die Single höre. Was daran liegt, dass man eben selten Singles hört. Und nicht etwa an den Liedern.

Beetlebum ist klasse komponiert. Beinahe-Beatles, dazu natürlich die nötige Destruktivität. Graham hat am Schluss richtig Spaß bei seinem schiefen Gitarrensolo. Fast wie Coffee & TV. Auch All Your Life beginnt leichtfüßig und wird zum Ende immer schwermütiger. „Days will be like this / all your life.“ Den beschaulichen Woodpigeon Song bringt die Gitarre ebenfalls fast zum Zerbrechen, verschwindet dann aber doch erstaunlich schnell in einem Wald aus Hall. Nicht weniger spinnert kommt A Spell (For Money) daher. Abenteuerlich. Ein Vorgeschmack auf das, was Blur auf 13 entdecken sollten.

Gänsehaut: Beetlebum, zwölf Jahre später als Hymne bei T In The Park:

Blur bei MySpace.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

2 Gedanken zu “Hingehört: Blur – „Beetlebum“