Cold War Kids – „Robbers & Cowards“ 2


Künstler Cold War Kids

Wie die Smiths, wenn sie Amis wären: die Cold War Kids.

Album Robbers & Cowards
Label V2
Erscheinungsjahr 2006
Bewertung

Natürlich wünscht sich kein Mensch einen Zweiten Kalten Krieg, nicht einmal Vladimir Putin. Doch ein paar mehr Bands wie die Cold War Kids könnte diese Welt durchaus gebrauchen.

Denn diese Band macht so schlaue Musik, wie man das in Kalifornien gar nicht für möglich halten sollte. Das Quartett, das sich als Allround-Kunstprojekt versteht und aus einer Website mit Foto-Projekten und Kurzgeschichten hervorging, wandelt wunderbar auf den abenteuerlustigen Spuren von Arcade Fire oder Clap Your Hands Say Yeah. Das Debütalbum Robbers & Cowards kam in den USA zwar bereits vor einem Jahr heraus, klingt aber noch immer modern bis futuristisch.

Der Opener We Used To Vacation ist mit seinem tollen Refrain so hitverdächtig wie die Geschichte eines immer wieder rückfällig werdenden Alkoholikers eben sein kann. Im wuchtigen Hang Me Up To Dry schneidet die Stimme von Sänger Nathan Willet direkt ins Fleisch, Hair Down ist wunderbar mürrisch, Rubidoux eignet sich zu später Stunde vielleicht sogar für die Tanzfläche.

Saint John klingt, als hätte sich Jack White mit den frühen Beastie Boys zusammmengetan, also ganz fantastisch. So ähnlich wie Robbers hätten die Smiths wohl geklungen, wenn sie Amerikaner wären. Doch stattdessen sind die Jungs um Morrissey ja aus Manchester. Und Cold War Kids.

Nicht jugendfrei (im doppelten Sinne): Der Clip zum irren Hang Me Up To Dry:

Die Cold War Kids bei MySpace.


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