Hingehört: Dion – „Son Of Skip James“


Dion zeigt auf "Son Of Skip James", dass er es auch nach 50 Jahren im Geschäft noch kann.

Künstler Dion
Album Son Of Skip James
Label SPV
Erscheinungsjahr 2007
Bewertung **1/2

So etwas nennt man wohl eine Legende. Seit fast 20 Jahren ist Dion in der Rock and Roll Hall Of Fame, vor fast 50 Jahren hatte er seinen ersten Hit. Und kurz darauf rettete ihm der Geiz das Leben: Nur weil ihm das Ticket zu teuer war, stieg er nicht in das Flugzeug, das Buddy Holly, Ritchie Valens und The Big Bopper in den Tod riss.

Ein household-name ist Dion DiMucci, der in der Bronx aufwuchs und zu Beginn seiner Karriere Riesenhits wie Teenager In Love oder Runaround Sue hatte, trotzdem nicht. Das liegt daran, dass es in seiner Laufbahn immer wieder große Lücken gibt, etwa die quasi kompletten 1970er und 1980er Jahre. Doch nun meldet sich Dion wieder regelmäßig: Ein Jahr nach Bronx In Blue, das für den Grammy nominiert wurde, lebt er erneut seine Vorliebe für den Blues aus.

Son Of Skip James beginnt schwach, denn Nadine klingt im Vergleich zu Chuck Berrys Original viel zu septisch. Doch es wird schnell besser: My Babe und Hoodoo Man Blues haben einen wunderbar lockeren Groove, Drop Down Mama besticht mit flirrendem 12-String-Sound, If I Had Possession Over Judgement D wird frei, aber packend.

Zu den Highlights zählt auch The Thunderer, neben dem etwas einfallslosen Titelsong eine von zwei Eigenkompositionen auf Son Of Skip James. So konzis – und vor allem so knochentrocken – kann man wohl erst komponieren, wenn man eine Legende ist.

Noch ein Riesenhit aus den besten Jahren von Dion: The Wanderer:

Dion ist nicht bei MySpace.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.