Hingehört: Sharonas – „Adrenalin Drive“


Die Sharonas setzen nicht nur auf Adrenaline, sondern auch auf Schweiß.

Künstler Sharonas
Album Adrenaline Drive
Label Onomato Pop
Erscheinungsjahr 2005
Bewertung ***

Der Name ist schon mal klasse. Sharonas, da müssen wohl The Knack Pate gestanden haben. Auch sonst lassen die Referenzen aufhorchen: „Demo des Monats“ in der Visions. Viel Konzertspaß in Hamburg. The Clash und The Hives als Bezugspunkte im Pressetext.

Die erste Assoziation beim Hören von Adrenaline Drive sind aber die Pet Shop Boys. „You’ve got the brains, I’ve got the looks / let’s make lots of money“, muss man beim Opener denken. Den Look haben die vier Jungs von den Sharonas definitiv, und irgendjemand dachte wohl, er hätte viel Hirn und verlangte eine eingängige Single von der Band. So klingt So So So: verkrampft und verkopft, mit vorgegaukelter Leidenschaft und gespielter Spontaneität.

Danach wird es aber schnell besser. Schon Whew pulsiert ganz wunderbar, Come On gibt etwas Funk hinzu, Fire Below lodert verdammt gefährlich, Alright und Hello sind schließlich genau die Killer-Nummern, die So So So versuchte zu sein.

Unterm Strich hält sich die Adrenalinausschüttung zwar in Grenzen (dafür ist das Album zu konservativ und bleibt zu nah an den Vorbildern), aber immerhin ist jede Menge Schweiß geflossen, bei der Beinahe-Ballade They Come sogar auch ein paar Tränen. Und alle, die sich das Warten aufs neue Jet-Album verkürzen wollen, sind bei den Sharonas sicher gut aufgehoben.

Noch mehr Strategie: Zu So So So gibt es sogar einen Clip:

Die Sharonas bei MySpace.

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