Hingehört: The Shins – „Wincing The Night Away“ 2


Die Shins inszenieren mit „Wincing The Night Away“ diesmal Kino im Kopf.

Künstler The Shins
Album Wincing The Night Away
Label Sub Pop
Erscheinungsjahr 2007
Bewertung ***1/2

Diesmal wird es wohl keinen Film brauchen, um ein Lied der Shins zum Hit zu machen. Vor gut zwei Jahren wurde New Slang im Soundtrack zu Garden State eingesetzt (und später auch noch in einem Werbespot für McDonald’s) und verhalf der Band aus New Mexiko zu ungeahnter Popularität. Diesmal hat das Quartett so viele Hits dabei, dass es auch ohne cineastischen Rückenwind im Rampenlicht bleiben wird.

Wincing The Night Away, das mittlerweile dritte Album der Band, verbindet besser denn je die beiden Traditionsstränge, auf die sich Sänger James Mercer und seine Mitstreiter berufen: klassischen, an den 1960er Jahren orientierten Westcoast-Pop und Indierock britischer Prägung. Auf den Punkt gebracht wird das im stärksten Stück der Platte: Phantom Limb kreuzt die Byrds mit Jesus & Mary Chain.

Das Album kommt dabei zunächst förmlich aus dem Nichts. Erst nach gut zwei Minuten nimmt Sleeping Lessons Gestalt an, verwandelt sich dann aber in einen lächelnden Wirbelwind. Noch heiterer, noch strahlender wird Australia.

Dazu gibt es ein paar Überraschungen: Sea Legs setzt auf einen unbarmherzigen Hip-Hop-Beat (wird von diesem allerdings zerstört), Spilt Needles klingt fast muskulös, das spinnerte Red Rabbits kommt mit Steeldrums daher. Das Kino spielt diesmal im Kopf.

Der Clip zu Phantom Limb legt die Vermutung nahe, dass die Shins mal in der Theater-AG waren:

Die Shins bei MySpace.


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