Hingehört: The Silos – „Come On Like The Fast Lane“


The Silos haben diesmal kein Lied nach Frauen benannt. Aber ordentliche Songs gemacht.

Künstler Silos
Album Come On Like The Fast Lane
Label Blue Rose
Erscheinungsjahr 2006
Bewertung ***

Wie die internationale Gemeinde der Musikfreunde leider noch nicht weiß, bin ich Großmeister im Zusammenstellen von Liedern, die Frauennamen tragen. Ein Freund wird regelmäßig mit solchen Compilations namens Some Girls Are Bigger Than Others verwöhnt, und die Silos müssten eigentlich ein Abonnement auf diese Reihe haben. Schließlich hat das Trio um Mastermind Walter Salas-Humara unter anderem bereits Margaret, Susan, Mary, Carolina, Sheila, Carol, Henrietta und Eleanora besungen (besonders willkommen, weil mit einem exotischen Anfangsbuchstaben).

Auf Come On Like The Fast Lane jedoch: Fehlanzeige. Nichts. Keine Sarah, keine Betty, keine Pauline. Dafür aber: feine Gitarrenmusik, nicht sehr glamourös, aber mit viel Schwung und durchaus beachtlicher Raffinesse. Tell Me You Love Me hat eine entwaffnende Offenheit. I Won You Won ist im Break zum Heulen schön, in der Strophe staubtrocken und im Refrain so zupackend wie man nach ein paar Gläsern Whiskey noch sein kann.

Das herzzrreißende Fall At Your Knees gewinnt durch das Understatement der Rhythmusgruppe und die leicht windschiefe zweite Stimme enorm. Durch die faszinierende Szenerie von Keeping Score geistert eine unheimliche Pedal-Steel-Gitarre, People Are Right klingt wie Countryrock mit verdoppeltem IQ, Never Leaving ist als Rausschmeißer ein untröstlicher Tearjerker in bester Cracker-Manier. „You`re never leaving / You`re never leaving / You`re never leaving her / ´cause she’s the best thing come into your life“, singt Walter Salas-Humara darin. Ganz ohne Frauen geht es also auch diesmal nicht.

„Big In Germany“ gilt zwar nicht gerade als Kompliment in den USA, trotzdem haben die Silos irgendwo hierzulande eine sehr gute Live-Version von Behind Me Now eingespielt:

The Silos bei MySpace.

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