Hingehört: „Wish You… Best Christmas Ever“


Künstler Diverse

Weihnacht als Ausrede: „Wish You…Best Christmas Ever“.

Album Wish You…Best Christmas Ever
Label Trikont
Erscheinungsjahr 2007
Bewertung

Wer schon Ende November so adventsgeschädigt ist wie Will Freeman in Nick Hornbys About A Boy, der wird diesen Sampler lieben. Weihnachten ist hier zwar durchweg das Thema, aber eigentlich doch bloß ein Vorwand für eine musikalische Weltreise voller Entdeckungen.

Die besinnliche Stimmung wird gleichermaßen aufgenommen und gebrochen. Von Blues bis Roots, von Mambo bis Rock’N’Roll reicht das Spektrum. Es gibt einige Highlights und reichlich ungewöhnliche Blickwinkel auf das Fest.

So bläst die damals elfjährige Brenda Lee in I’m Gonna Lasso Santa Claus zur Wasserpistolen-Attacke auf den Weihnachtsmann, Peter Bandit nimmt mit Santa’s In The Unemployment Line den Konsumwahn zum Fest ins Visier und Jimmy Butler zeigt mit Trim Your Tree in bester Chuck-Berry-Manier, dass die Hormone mitunter auch am Heiligabend ihr Recht fordern.

Der Christmas Wish von NRBQ und Florence Dores Christmas sind extrem hübsch, die Debonaires zeigen mit Christmas Time, wie Dirty Dancing hätte klingen können, wenn das Kellerman-Resort auch im Winter geöffnet hätte. The Twang (leider die aus Braunschweig, nicht die aus Birmingham) countryfizieren das unvermeidliche Last Christmas.

Am Schluss erleben die Klassiker White Christmas, O Tannenbaum und Leise rieselt der Schnee noch derart wundersame Interpretationen und Instrumentierungen, dass man die Originale kaum erkennt. Doch genau darum geht es hier: Es gibt einfach eine knappe Stunde lang sehr gute Musik. Weihnachten hin oder her.

Ist nicht drauf, aber trotzdem ein Hingucker: Jingle Bells als Furztechno:

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