Durchgelesen: William S. Burroughs – „Auf der Suche nach Yage“


Das Buch zeigt die Korrespondenz von Burroughs mit Allen Ginsberg.

Autor William S. Burroughs
Titel Auf der Suche nach Yage
Verlag Zweitausendeins
Erscheinungsjahr 1963
Bewertung **

Seltsam. Das mag an der sagenumwobenen südamerikanischen Droge liegen, der Burroughs hier auf der Spur ist. Doch leider taugt „Auf der Suche nach Yage“, eine Sammlung der Korrespondenz von Burroughs mit Allen Ginsberg, weder als verkappte Reise-Reportage noch als Schilderung eines Trips im toxischen Sinne.

Denn um wirklich interessant zu sein, bleibt Burroughs bei den Erzählungen über seine botanische Expedition zu zynisch. Er ist hier durchaus interessiert an Erkenntnis, aber er ist nicht daran interessiert, sie zu teilen. Das fällt um so mehr auf, wenn man seine Briefe mit denen Ginsbergs vergleicht, der in Burroughs‘ Fußstapfen ebenfalls durch Süd- und Mittelamerika reiste.

Während die „Suche nach Yage“ bei Burroughs bloß aus Neugier, beinahe aus Langeweile, zu passieren scheint, erhofft sich Ginsberg von dieser Reise (und von seinem Freund) echte Erleuchtung, einen tieferen Sinn. Der wird bei Burroughs kaum erwartet, bei Ginsberg jedoch erfleht.

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