Süddeutsche Bibliothek


Cees Nooteboom Allerseelen Kritik Rezension

Cees Nooteboom – „Allerseelen“

Erfüllt von nicht bewältigter Trauer und fasziniert von der Grausamkeit der Geschichte wandelt ein Filmemacher durchs Berlin der 1990er Jahre. „Allerseelen“ ist ein historischer Roman, der sich manchmal zu sehr in seiner Intellektualität gefällt.


Max Frisch – „Mein Name sei Gantenbein“

Ein Mann stellt sich blind und erkennt: „Ich erlebe lauter Erfindungen.“ Max Frisch macht aus „Mein Name sei Gantenbein“ eine virtuose Betrachtung rund um die Konstruktion von Erinnerung und Biographie.

Max Frisch Mein Name sei Gantenbein Buch Kritik

Carson McCullers Das Herz ist ein einsamer Jäger Rezension

Carson McCullers – „Das Herz ist ein einsamer Jäger“

In ihrem Debütroman „Das Herz ist ein einsamer Jäger“ blickt Carson McCullers auf Rassismus, Armut und Unterdrückung in den Südstaaten der 1930er Jahre. Das ist erschütternd, aktuell – und dank einer ganz speziellen Hauptfigur so fesselnd.


Franz Kafka – „Amerika“

Ein 16-Jähriger muss sich in der Neuen Welt durchschlagen: Das Romanfragment „Amerika“ ist für Kafka-Verhältnisse vergleichsweise heiter und stringent – und blickt auf ein verlogenes, hartes Land.

Franz Kafka Amerika

Siegfried Lenz – „Deutschstunde“

Der Schüler Siggi Jepsen muss als Strafarbeit einen Aufsatz schreiben und erinnert sich darin an die letzten Jahre des Zweiten Weltkriegs. Siegfried Lenz seziert in „Deutschstunde“ den Unterschied zwischen formaler Pflicht und persönlicher Verantwortung – und überträgt die Techniken der Malerei auf sein Schreiben.

Deutschstunde Siegfried Lenz Kritik Rezension

Jorge Semprún Was für ein schöner Sonntag Kritik Rezension

Jorge Semprún – „Was für ein schöner Sonntag“

In seinem autobiografischen Roman „Was für ein schöner Sonntag“ erzählt Jorge Semprún von seiner Zeit im KZ Buchenwald. Das Buch wird eine Abrechnung mit Ideologien – und eine Reflexion über die Grenzen und Möglichkeiten der Literatur.


Marcel Proust – „Eine Liebe Swanns“

Manchmal rauschhaftes Glück, manchmal auszehrend wie Cholera: Marcel Proust seziert in „Eine Liebe Swanns“ meisterhaft die Facetten der Liebe und die Welt der Salons zum Fin de siècle.

Eine Liebe Swanns Marcel Proust Kritik Rezension

William Faulkner Die Freistatt Kritik Rezension

William Faulkner – „Die Freistatt“

Bei seiner Veröffentlichung im Jahr 1931 war „Die Freistatt“ ein Skandal und der Durchbruch für William Faulkner. Der Roman beeindruckt mit einem Ensemble, das durch die Ausweglosigkeit geeint wird, und einen scharfen Blick auf Doppelmoral.


Michael Ondaatje – „Der englische Patient“

Michael Ondaatje erzählt in „Der englische Patient“ vordergründig von Krieg und Spionage in Afrika. Dabei stellt er auch die Frage, ob man aus den Bruchstücken seiner Erinnerung eine neue Identität bauen kann.

Der englische Patient Michael Ondaatje Kritik Rezension

Das Treibhaus Wolfgang Koeppen Kritik Rezension

Wolfgang Koeppen – „Das Treibhaus“

Einen scharfen Blick auf den Politikbetrieb der Adenauer-Ära wirft Wolfgang Koeppen in „Das Treibhaus“. Die damals junge Bundesrepublik betrachtet er vor allem als vertane Chance.


Patricia Highsmith – „Der talentierte Mr. Ripley“

Tom Ripley schmeichelt sich bei einem reichen Firmenerben ein und nimmt dann dessen Identität an. Wird er erwischt? Diese Frage ist beinahe nebensächlich. Viel mehr geht es, wie so oft bei Patricia Highsmith, um die Frage: Was treibt ihn dazu?

Der talentierte Mr. Ripley Patricia Highsmith Kritik Rezension