Thomas Thieme


Draufgeschaut: Besondere Schwere der Schuld

Ein verurteilter Doppelmörder kehrt aus dem Knast in seine alte Stadt zurück. Die Nachbarn sind in heller Aufregung – weil sie etwas zu verbergen haben. In „Besondere Schwere der Schuld“ retten sehr starke Schauspieler eine sehr unplausible Geschichte.

Besondere Schwere der Schuld Film Kritik Rezension

Szene aus dem Film Er ist wieder da mit Oliver Masucci als Adolf Hitler

Draufgeschaut: Er ist wieder da

Adolf Hitler erwacht im Berlin des Jahres 2014 und wird zum Fernsehstar. Die Verfilmung des Bestsellers von Timur Vermes ist extrem unterhaltsam und erfreulich intelligent. „Er ist wieder da“ nimmt sich als Kino-Version einige Freiheiten, trifft damit aber genau den Geist des Buches.


Männersache

Mit seinem ersten Kinofilm scheint Mario Barth beweisen zu wollen, wie dämlich Männer sind. Und wie unlustig er selbst ist.

Szene aus dem Film "Männersache" mit Dieter Tappert und Mario Barth

Bernhard (August Diehl) und Gudrun (Lena Lauzemis) wollen ein besseres Land aufbauen.

Wer wenn nicht wir

Die Radikalisierung von Gudrun Ensslin stellt „Wer wenn nicht wir“ in den Mittelpunkt. Und wählt als Mittel dazu ein spannendes intellektuelles Duell.


Draufgeschaut: Das letzte Wort

Zwei Männer in einem Haus, 70 Minuten lang. Das ist der Kern von „Das letzte Wort“. Spannend wird das, weil die Hauptdarsteller großartig und die Dialoge geschliffen sind – und weil sich zwischen beiden eine Debatte um die letzten Fragen des Lebens entspinnt.

Bischof Lorenz (Thomas Thieme, rechts) wird von Oliver (Shenja Lacher) in die Mangel genommen.

Sophie (Lisa Wagner) beginnt eine Affäre mit Max (André Szymanski).

Draufgeschaut: Gestern waren wir Fremde

Die junge Ingenieurin Sophie bandelt mit ihrem neuen Nachbarn an. Was als Zufalllsbegegnung beginnt, endet in der Aufdeckung eines tragischen Familiengeheimnisses. „Gestern waren wir Fremde“ erzählt diese Geschichte als beeindruckender, stilsicherer Fernsehfilm.


Der ganz große Traum

Wie der Fußball nach Deutschland kam – diese hierzulande nicht ganz unbedeutende Geschichte erzählt „Der ganz große Traum“. Das wirkt, um im Bild zu bleiben, manchmal wie Galavorstellung und manchmal wie Grottenkick.

Konrad Koch (Daniel Brühl) bringt den Fußball nach Deutschland.

Marie (Sebastian Urzendowsky, links) und Gretel (Karoline Herfurth) werden von Konkurrenten zu Freundinnen.

Berlin 36

Im Hochsprung bei den Olypmpischen Sommerspielen 1936 in Berlin hat Gretel Bergmann gute Chancen auf die Goldmedaille. Doch sie ist Jüdin – und soll deshalb auf keinen Fall für Deutschland antreten. „Berlin 36“ scheitert gerade deshalb an dieser Geschichte, weil der Film unbedingt authentisch sein will.