Yorkshire Killer 1974


Film Yorkshire Killer 1974

Yorkshire Killer 1974 Kritik Rezension

Reporter Eddie (Andrew Garfield) will den Mord an einem kleinen Mädchen aufklären.

Originaltitel Red Riding: In the Year of Our Lord 1974
Produktionsland Großbritannien
Jahr 2009
Spielzeit 102 Minuten
Regie Julian Jarrold
Hauptdarsteller Andrew Garfield, John Henshaw, Anthony Flanagan,
Rebecca Hall
Bewertung

Worum geht’s?

Frisch von der Uni aus London kommt Eddie Dunford zurück in seine alte Heimat. Er bekommt probeweise den Job als Polizeireporter bei der Yorkshire Post und hat es gleich mit einer Story zu tun, die die gesamte Region umtreibt: Ein kleines Mädchen wurde entführt und umgebracht. Ein anonymer Anrufer bringt Eddie auf eine heiße Spur, schon bald zeigen seine Recherchen, dass es einige ältere Fälle gibt, die ähnlich abgelaufen sind, aber nicht aufgeklärt sind. Bald muss er erkennen, dass die örtliche Polizei keine allzu große Lust auf wirklich drängende Fragen hat oder auf einen Journalisten, der sich für den besseren Ermittler hält. Mit Polizeichef Bill Molloy liegt Eddie deshalb im Clinch – und als sein Kollege Barry unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, ahnt er, wie brisant der Fall ist. Dass er auch noch eine Affäre mit Paula beginnt, der Mutter eines der Opfer, macht seine Position nicht eben einfacher.

Das sagt shitesite:

Einen ebenso verstörenden wie faszinierenden Krimi hat Julian Jarrold mit Yorkshire Killer 1974 abgeliefert. Der Streifen ist Teil einer Trilogie für den britischen Channel 4: Drei Filme von von drei verschiedenen Regisseuren, lose basierend auf den wahren Ereignissen rund um Peter Sutcliffe, genannt der „Yorkshire Ripper“, der zwischen 1975 und 1980 mindestens 13 Frauen im Norden Englands tötete.

Diese Eigenschaft als Teil eines größeren Ganzen verweist auf eine der wichtigsten Qualitäten von Yorkshire Killer 1974: Hier wird nicht nur die Geschichte eines Kriminalfalls erzählt, sondern eine ganze Region analysiert. In allen drei Teilen steht im Zentrum nicht ein einzelner Verdächtiger, Täter oder Ermittler. Vielmehr wird die Reihe zum „Ausdruck einer viel umfassenderen Pathologie“, wie Spiegel Online es genannt hat: Die Filme erzählen von Korruption und komplexen Verstrickungen zwischen Wirtschaft, Politik, Medien und Strafverfolgungsbehörden, aber auch von den vielen schmutzigen Tricks, der harten Sprache und der Perspektivlosigkeit der ganz normalen, kleinen Leute. Misshandlungen, Sadismus, Lüge, all das ist Alltag, den Einwohnern dieser Gegend anscheinend in Fleisch und Blut übergegangen. Yorkshire ist hier ein Landstrich ohne Moral, gerade deshalb wird die Atmosphäre – unabhängig von der Brutalität der thematisierten Verbrechen – so bedrückend.

Verstärkt wird das durch die mutige Kameraarbeit von Bob Hardy, der immer wieder sehr ungewöhnliche Perspektiven findet, und die Ausstattung, die beträchtlich zur Gänsehaut beiträgt, die man hier haben kann. Es gibt reichlich Schatten, Brauntöne und Nebel – als sei der Film auf Cord gedreht statt auf Zelluloid.

Bestes Zitat:

„Das ist der Norden. Wir machen hier, was wir wollen.“

Der Trailer zum Film.

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