10 Dinge, die ich im Urlaub getwittert hätte, wäre ich nicht offline gewesen


Prerow Strand Urlaub

Selbst wenn ich wöllte: ganz schlechter Empfang hier.

Ich bin gerade zurück von meiner traditionellen Spätsommererholung an der schönen Ostsee. Ich habe in diesen Tagen wie immer weitgehend offline gelebt. Natürlich setzt sich im Kopf trotzdem manchmal die Social-Media-Maschine in Gang, und damit meine Geistesblitze nicht verloren gehen, habe ich sie ganz altmodisch (und ohne Zeichenbegrenzung) in ein Notizbuch geschrieben. Und jetzt hier aufbereitet frei nach dem Motto: Ferien 2017, was wir gelernt haben.

  1. Ich verstehe nicht, warum man so viel Aufwand zur Ermittlung der Geburtenrate betreibt. Nach meiner Erfahrung aus mehreren Jahrzehnten: Einfach die Sandburgen am Strand von Prerow an einem beliebigen Sommertag zählen und dann hochrechnen. Aktueller Stand: Es geht bergauf mit der Fortpflanzung.
  2. Yoga ist schwer angesagt offensichtlich. Allerdings wüsste ich gerne: Wenn man den Sonnengruß erst um 16:18 Uhr bei bedecktem Himmel macht, gilt das dann auch noch?
  3. Ich habe beim Joggen um 7:20 Uhr übrigens eine neue Yogastellung beobachtet. Sie heißt: Übermütiger Trunkenbold, der beim Kotzen versucht, nicht seine Schuhe zu treffen.
  4. Sich gegenseitig mit Ostsee-Wasser nasszuspritzen macht offensichtlich kein bisschen weniger Spaß, wenn alle Beteiligten Neopren-Anzüge tragen.
  5. Stand-Up-Paddling ist offensichtlich kein bisschen weniger langweilig, wenn man es nackt betreibt.
  6. Auch wenn alle das zu glauben scheinen: Ein Sandstrand ist nicht der natürliche Lebensraum von Hunden.
  7. Die Klamotten, die Kurt Krömer vor zehn Jahren aus Witz in seinen Shows getragen hat (ich schaue die abends auf DVD) tragen Hipster heute ganz ohne Humor.
  8. Ich bin nicht sicher, ob ich beim Surfen wirklich mehr Spaß hätte als beim „Windsurf-Anfänger fallen ungelenk ins Wasser“-Spotting.
  9. Nach ungefähr vier Offline-Tagen hat man beim Essen nicht mehr das Bedürfnis, nebenher ins iPhone zu schauen.
  10. Urlaub ist, wenn du beim Radfahren auf dem Weg zum Edeka von Rentnern überholt wirst.

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